„Ein Stückchen Heimat“

Margarita Afanasjew mit einem Zeitzeugen während der Veranstaltung.

Am 23. November 2019 nahm unser wissenschaftlicher Mitarbeiter des BKDR, Dr. Viktor Krieger, am Event „Ein Stückchen Heimat“ in Schweinfurt teil.

Bei der Veranstaltung handelte es sich um ein Zeitzeugenprojekt der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (Ortsgruppe Schweinfurt, Verantwortliche: Margarita Afanasjew), das vom Kulturzentrum unterstützt wurde. Als Gastredner erklärte Krieger u.a. die Ziele des Kulturzentrums und rief die Anwesenden zur Mitarbeit beim Sammeln und Aufbewahren von historisch und kulturell relevanten Objekten geistiger und materieller Kultur auf.

Die anwesende Stadträtin Ljubow Hurlebaus sowie die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kulturforums der Stadt, Andrea Mayer, zeigten großes Interesse an der Zusammenarbeit mit dem BKDR, insbesondere betreffend der inhaltlichen Gestaltung der geplanten Ausstellung über verschiedene Zuwanderungsgruppen im Stadtmuseum Schweinfurt, darunter auch die der Russlanddeutschen.

Ausschreibung: Literatur

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland schreiben gemeinsam den nächsten Literaturalmanach (2020) aus. Diesen Sammelband möchten wir der bekannten russlanddeutschen Autorin Nora Pfeffer anlässlich ihres 100. Geburtstages widmen (sie würde am 31.12.2019 einhundert Jahre alt werden, würde sie noch leben).    

Voraussichtlicher Titel des Buches:

Fremd unter seinesgleichen

Einsendeschluss: 31.12.2019
   
Wir sammeln für den nächsten Literaturalmanach Beiträge aller Art: Prosa, Gedichte, Essays, Rezensionen, Interviews, Nachdichtungen, kulturgeschichtliche Beiträge in deutscher Sprache und ebenfalls Bilder von Künstlern (Bilder bitte im jpg- oder tiff-Format zusenden).

Das Thema der Beiträge kann zwar grundsätzlich frei gewählt werden, es wäre jedoch wünschenswert, wenn sie die Themenschwerpunkte wie Fremdsein, Integration, Migration, Vertreibung aufgreifen und sich unter anderem mit der Identitätsfindung in der neuen Heimat befassen. Wünschenswert sind ebenfalls Übersetzungen von Nora Pfeffer aus dem Russischen, unveröffentlichte Texte von ihr oder einfach nur persönliche Erinnerungen an die Autorin.

Teilnahmebedingungen:

Wir möchten insbesondere junge Autor*innen fördern und freut sich über zahlreiche Einsendungen junger Menschen. Auch Autor*innen, die nicht dem Literaturkreis angehören, sind herzlich eingeladen, mitzumachen.  

Grundsätzlich gilt:  Bitte lassen Sie Ihre Beiträge vor der Einsendung unbedingt professionell Korrektur lesen. Bei einer übermäßigen Fehleranzahl im Text behält sich die Redaktion vor, den entsprechenden Beitrag auszusortieren.  

  • Es gibt keinen Rechtsanspruch auf die Publikation!
  • Bei mehreren Prosa-Einsendungen wird in der Regel nur ein Beitrag ausgewählt.
  • Mit ihrer Einsendung räumen AutorInnen und KünstlerInnen dem Verlag und dem Herausgeber das eingeschränkte Publikationsrecht ein, d.h. erlauben, ihre Beiträge honorarfrei im Rahmen dieser Ausschreibung zu veröffentlichen (gedruckt und später auch als eBook) und Auszüge daraus für die Bewerbung des Buches zu nutzen. Mit ihrer Einsendung versichern die AutorInnen und KünstlerInnen gleichzeitig, dass ihre Beträge frei von Rechten Dritter sind. 
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Dokument des Monats November

Auf dem nachstehenden Gruppenfoto sind Teilnehmer der ersten Nachkriegsdelegation der deutschen Bevölkerung in der UdSSR zu sehen, die in Moskau im Januar 1965 die vollständige Rehabilitierung der Minderheit und die Wiederherstellung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (ASSRdWD) forderten. Vier weitere Delegierte, die zu diesem Zeitpunkt bereits abgereist waren, fehlen auf dem Bild.

V. l. n. r.: Heinrich Kaiser (1900 – 1967), Aktivist der Autonomiebewegung aus der Region Krasnojarsk; Dominik Hollmann (1899 – 1990), bekannter wolgadeutscher Hochschullehrer, Schriftsteller und Publizist; Maria Vogel (1910 – 1972), Journalistin, Mitarbeiterin der Zentralzeitung „Neues Leben“ in Moskau. Mutter des weltberühmten Musikers Alfred Schnittke; Iwan (Johann) Brug (1899 – 1978), Jurist aus Kirgisien; Reinhard Köln (1900 – 1988), wolgadeutscher Literat, verbrachte 20 Jahre im Straflager des GULAG; Georg Michel (1934), Ingenieur aus Kirgisien, seit 1972 in Deutschland; Konstantin Bornemann (1896 – 1969), in der Zwischenkriegszeit ein wolgadeutscher Funktionär mittleren Rangs, Parteimitglied seit 1918; Woldemar Schneider (? – ?), Ingenieur aus der Region Krasnojarsk; Nikolaj (Nikolaus) Delwa (? – nach 1980), Arbeiter aus der Stadt Kranoturjinsk, Gebiet Swerdlowsk.

Das Foto ist in der Redaktion der Zeitung „Neues Leben“ gemacht worden, die seit 1957 für die „sowjetdeutsche Bevölkerung“ herausgegeben wurde. Die abgebildeten Personen nahmen am 12. Januar 1965 am Treffen mit dem damaligen Staatsoberhaupt der UdSSR, dem Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR, Anastas Mikojan, teil.  Den Inhalt des für die Deutschen weitestgehend enttäuschenden Empfangs findet man in der Dokumentation „Russlanddeutscher Samisdat“ unter dem nachfolgenden Link: 
https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/russlanddeutsche/283401/dokument-1-6-erste-delegation-der-deutschen-in-moskau-in-fragen-der-wiederherstellung-der-autonomie-empfang-der-teilnehmer-durch-den-staatspraesidenten-anastas-mikojan-12-januar-1965

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20-jähriges Jubiläum des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland e.V. (HFDR)

Am 16. November haben unsere Vorstandsmitglieder Rudi Walter, Georg Reis sowie unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Litzenberger am 20-jährigen Jubiläum des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland e.V. (HFDR) teilgenommen.

Der HFDR wird seit 1999 als gemeinnütziger, eingetragener Verein geführt, der auf dem Gebiet der Erforschung der Geschichte der Russlanddeutschen tätig ist. Der Forschungsverein gilt ebenfalls als eine Anlaufstelle nicht nur für anerkannte Historiker, sondern ebenfalls für freiwillige bzw. unerfahrene Forscher aus dem In- und Ausland, welche zusätzlich in der Familienforschung unterstützt werden.

Der HFDR wurde mit dem Ziel gegründet, an der Gemeinschaftsforschung teilnehmen zu können. Der Verein unterstützt seine Mitglieder bei der Beantragung von Fördermitteln für Forschungsprojekte zur Geschichte der Russlanddeutschen von spezifischem, aber nichtsdestotrotz themenübergreifendem Interesse, das sich mit allen früheren Wohngebieten in Russland, in der UdSSR und in den GUS-Staaten befasst.

Zurzeit engagieren sich insgesamt mehr als 20 Forscherinnen und Forscher sowie geschichtsinteressierte Landsleute im Verein und veröffentlichen regelmäßig ihre Forschungsergebnisse.

Tag der offenen Tür beim BKDR

Denn nur wer unsere Geschichte kennt, kann uns verstehen und mit uns einen ernsthaften Dialog jenseits der etablierten Klischees führen.“

Dichter Andrang herrschte während des Tages der offenen Tür am 5. November im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland in der Sandstraße 20A in Nürnberg.

Waldemar Eisenbraun (BKDR-Leiter) begrüßte die geladenen Ehrengäste zum ersten Festakt und gab eine ausführliche Führung durch das Kulturzentrum. Die Hauptrede hielt Carolina Trautner, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Als Ehrengäste und weitere Vertreter aus der Politik nahmen die Nürnberger Oberbürgermeister-Kandidaten Marcus König (CSU) und Verena Osgyan (Grüne), Claudia Arabackyj (stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Nürnberger Stadtrat) sowie Regina Enz (Landratskandidatin der Freien Wähler für Erlangen-Höchstadt) an der Veranstaltung teil. Die Diplom-Wirtschaftsingenieurin Regina Enz ist eine Russlanddeutsche und seit vielen Jahren gesellschaftlich-politisch aktiv.

Ewald Oster (Vorstandsvorsitzender des BKDR) betonte in seinem Grußwort, wie dankbar er dem Bayerischen Ministerpräsidenten ist: „Die Gründung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland hatte der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder bereits in seiner ersten Regierungserklärung im April 2018 versprochen und dies auch zügig umgesetzt. Schon am 18. Januar 2019 hatte im Beisein des Ministerpräsidenten und Kerstin Schreyer, der Bayerischen Staatsministerin für Arbeit, Familie und Soziales, eine feierliche Schlüsselübergabe und offizielle Eröffnung stattgefunden.

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Tagung und Workshop für Autoren

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland veranstaltet vom 06.12. bis 08.12.2019 eine Autorentagung in Nürnberg.

Die Teilnehmerzahl ist auf 24 Personen begrenzt!

Ort: Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (Nürnberg), Sandstr. 20A, Nürnberg

Unterkunft: Motel One, Nürnberg-Plärrer, Steinbühler Straße 13. Anreise bis 18 Uhr.

Eckdaten:

Beginn: Freitag, 06.12.2019, 18:00 Uhr (Begrüßung und Kennenlernrunde, mit einem Imbiss, BKDR in der Sandstr. 20A)

Ende: Sonntag, 08.12.2019, zwischen 15:30 und 16:00 Uhr

Zielgruppe

Vor allem junge und jung gebliebene Autorinnen und Autoren, wobei das Wort „jung“ nicht zu eng aufzufassen ist. Die Voraussetzung ist: gute bis stilsichere Beherrschung der deutschen Sprache.

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Workshop von BAMF/Syspons beim BKDR

Am 29.10.2019 war das BAMF gemeinsam mit Vertretern der Firma Syspons GmbH zu Gast beim Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland zur Ausrichtung eines Workshops mit Trägern und Vertretern der Zielgruppe der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler.
Der Workshop fand im Zuge des Projektes „Bedarfserhebung und Neuausrichtung der §9 Abs. 4 Maßnahmen für Spätaussiedler“ statt.
Im Rahmen dieses Projektes, das die Firma Syspons GmbH im Auftrag des BAMF durchführt, wird das bestehende Konzept zur Umsetzung der Maßnahme nach §9 Abs. 4 BVFG angepasst und neu ausgerichtet. Die auf Basis einer durchgeführten Bedarfsanalyse erarbeiteten Änderungsvorschläge werden in vier Workshops mit Trägern und Vertretern der Zielgruppe diskutiert. Ende des Jahres wird das neue Konzept vorliegen.

BKDR setzt Zusammenarbeit mit bpb fort

Neues aus der Rubrik „Publikation“: Das BKDR setzt die Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) fort.

Vor einigen Tagen erschien ein Artikel unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters, Dr. Viktor Krieger, über russlanddeutsche Erinnerungskultur: (Spät)Aussiedler in der Migrationsgesellschaft, 2/2019, S. 34-36 (Informationen zur politischen Bildung/izpb; 340), verfügbar unter: http://www.bpb.de/…/IzPB_340_Spaetaussiedler_barrierefrei.p…

Zuletzt veröffentlichte die bpb eine Dokumentation über unzensierte Schriften der deutschen Dissidenten und Systemkritiker in der UdSSR der 1950er – 80er Jahre:
Viktor Krieger: Russlanddeutscher Samisdat, 2019, verfügbar unter: http://www.bpb.de/…/russl…/282064/russlanddeutscher-samisdat

Vertreter der SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg zu Gast beim BKDR

V. l. n. r. – Dr. Viktor Krieger, Claudia Arabackyj, Ewald Oster, Diana Liberova, Waldemar Eisenbraun, Yasemin Isabel Yilmaz und Antonio Fernandez Rivera.

Am 2. Oktober besuchten zahlreiche Vertreter der SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland.

Nach einer Einführung des BKDR-Leiters, Waldemar Eisenbraun, begrüßte der Vorstandsvorsitzende, Ewald Oster, die Gäste.
Im weiteren Verlauf der Gespräche schilderte Dr. Viktor Krieger die geschichtlichen und gesetzlichen Zusammenhänge in Bezug auf deutsche (Spät-)Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion.
Die anwesenden Politiker zeigten sich beeindruckt von der vielfältigen Arbeit des BKDR und sagten ihre Unterstützung bei der Vernetzung mit lokalen Kultureinrichtungen zu.

Darüber freuen wir uns sehr und sind gespannt auf zukünftige Projekte!

Teilnahme an der „WKDR“

Am 13. September nahm unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger an der Sitzung der „Wissenschaftlichen Kommission für die Deutschen in Russland und in der GUS“ (WKDR) teil, die in diesem Jahr in Regensburg stattfand. Dabei wurden die nächsten Pläne der Kommission besprochen. Es soll eine enge Zusammenarbeit mit dem BKDR im Bereich der akademischen Forschung über die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen angestrebt werden. Die nächste Sitzung der WKDR soll Ende September bis Anfang Oktober 2020 mit der Unterstützung des Bayerischen Kulturzentrums in Nürnberg stattfinden.

Wir freuen uns darauf!