Russlanddeutsche Akademiker im Zarenreich (Folge 3)

Vor Kurzem erschien in der Zeitschrift „Volk auf dem Weg“ die dritte Folge des Projektberichts über die ersten russlanddeutschen Akademiker im Zarenreich. Es handelt sich dabei einmal um einen zeitgenössischen Bericht aus dem Jahr 1913, in dem auf die Wichtigkeit des Erwerbs der höheren bzw. akademischen Bildung für die zukünftige Entwicklung der deutschen Siedlergemeinschaft hingewiesen wird, und darüber hinaus sind weitere acht Biographien der bislang kaum bekannten ehemaligen Studierenden der Universität Dorpat veröffentlicht. Details s. den Link:

Dr. Viktor Krieger, Die neue Kolonistenkorporation in Dorpat, in: VadW Nr. 10/2020, S. 39-41.

Erste Ergebnisse des Dorpat-Projekts liegen vor


Eines der vielen wissenschaftlichen Vorhaben, die unser Kulturzentrum in Angriff genommen hat, ist die Aufarbeitung der Problematik von Bildungstraditionen und der geistig-intellektuellen Entwicklungen der Russlanddeutschen als einer ursprünglich überwiegend bäuerlich und handwerklich geprägten Minderheit. Im Rahmen dieses langfristig angelegten Projektes werden zunächst Anfänge der akademischen Bildung der betroffenen Gruppe am Beispiel der Universität Dorpat (heute Tartu, Estland) bis 1918 untersucht. In Kooperation mit dem Estnischen Nationalarchiv ist es uns gelungen, eine Reihe einschlägiger Dokumente zu diesem Thema zu sichten und zu kopieren. Nun liegen die ersten Ergebnisse der Auswertung und der umfangreichen Recherchen vor. Siehe den Link:

Universität Dorpat und deutsche Siedler im Zarenreich, in: Volk auf dem Weg (Stuttgart) 07/2020, S. 22-24.

Zum ersten Mal wird in der populärwissenschaftlichen bzw. wissenschaftlichen Literatur anhand von relevanten Archivquellen die Geschichte der einzigen deutschen studentischen Verbindung im Russischen Reich rekonstruiert, deren Mitglieder aus den Reihen der „Siedler-Kolonisten“ stammten. Es handelt sich um die Korporation „Teutonia“, die an der Universität Dorpat in den Jahren 1908-1918 (mit Unterbrechung während des 1. Weltkrieges) bestand.

Zugleich wird das Verzeichnis der deutschen Siedler-Kolonisten, die an der Universität Dorpat 1802-1918 studiert haben, in der Zeitschrift „Volk auf dem Weg“ laufend ergänzt bzw. die Rubrik wird fortgesetzt. Siehe den Link:

Teutonia Dorpat, die einzige Korporation von Studenten kolonistischer Herkunft im Russischen Reich, in: VadW 8-9/2020, S. 47-49.

Im Oktober 2020 erschien in der Zeitschrift „Volk auf dem Weg“ die dritte Folge des Projektberichts über die ersten russlanddeutschen Akademiker im Zarenreich. Es handelt sich dabei einmal um einen zeitgenössischen Bericht aus dem Jahr 1913, in dem auf die Wichtigkeit des Erwerbs der höheren bzw. akademischen Bildung für die weitere Entwicklung der deutschen Siedlergemeinschaft hingewiesen wird, und darüber hinaus sind weitere acht Biographien der bislang kaum bekannten ehemaligen Studierenden der Universität Dorpat veröffentlicht. Details s. den Link:

Dr. Viktor Krieger, Die neue Kolonistenkorporation in Dorpat, in: VadW Nr. 10/2020, S. 39-41.