An alle Interessierten der russlanddeutschen Kultur und Geschichte sowie Freunde innovativer Technologien,

in der Rubrik „Virtuelle Rundgänge“ können Sie sich auf eine Reise an einen weit entfernten Ort begeben, dort ein Objekt mit einem russlanddeutschen Bezug besichtigen, verschiedene Räume durchschreiten und aus nächster Nähe die ausgestellten Exponate betrachten.

Die Navigation ist selbsterklärend, der virtuelle Rundgang auf verschiedenen Geräten möglich. Jedoch bietet ein Smartphone eine erstaunliche Funktion mehr. Wir sind gespannt, ob Sie diese entdecken werden.

Klicken Sie dazu einfach auf die angegebenen Überschriften.

Wir wünschen viel Spaß mit diesem innovativen Angebot des BKDR!

Bei Anregungen und Vorschlägen schreiben Sie uns bitte über kontakt@bkdr.de an.


Heimatmuseum, Stadt Marx (Russland)

413090, Ulitsa Kirova, 47, Marks, Saratov Oblast, Russland, 413090

Das Heimatmuseum in Marx befindet sich in einem alten Kaufmannshaus, das im frühen 20. Jahrhundert erbaut wurde. Von 1919 bis 1941 befand sich dort das erste Nationalmuseum der Wolgadeutschen. Der gesamte Museumsbestand beläuft sich auf mehr als 8.000 Gegenstände.
Das Museum ist eine Niederlassung des Landeskundemuseums der Region Saratow.


Heimatmuseum, Stadt Engels (Russland)

Das Heimatmuseum in Engels (Saratower Gebiet), früher das Zentralmuseum der ASSR der Wolgadeutschen in Pokrowsk (seit 1931 Engels), ist im Juli 1925 vom berühmten Wissenschaftler, Ethnographen und Dialektologen G.G. Dinges sowie dem Archäologen P.D. Rau gegründet worden. Diese haben durch ihre großangelegten Einkäufe, welche durch zahlreiche Unterstützer gefördert wurden, die Hauptrichtungen der Sammlungsbildung vorgegeben. 1930 erfolgte Verhaftung des Direktors Georg Dinges (1891−1932), der in der Verbannung starb, wodurch die erfolgreiche Sammel- und Forschungstätigkeit unterbrochen wurde. Um einer drohenden Verhaftung zu entgehen, beging zudem Paul Rau, einer der drei Abteilungsleiter, im gleichen Jahr Selbstmord. Nach der Liquidation der Deutschen Republik 1941 wurde das Museum aufgelöst. Erst seit Ende der 1980er Jahre findet die wolgadeutsche Thematik wieder ihren Platz in musealen Expositionen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Heimatmuseum, Stadt Saratow (Russland)

410031, Region Saratow, 34, Lermontova Str., Saratow

Das Heimatmuseum des Gebietes Saratow bzw. das Heimatkundemuseum ist eines der ältesten Museen der Stadt und gehört ebenfalls zu den ältesten in der gesamten Wolgaregion. Das Museum wurde im 19. Jh. im klassizistischen Stil erbaut und existiert seit 1887. Das Museum zählt insgesamt zehn Niederlassungen, beheimatet 50 Ausstellungen mit ca. 400.000 Objekten, die auf 30 Räume verteilt sind. Auch die Geschichte der Russlanddeutschen ist hier auf eine eindrucksvolle Art und Weise dargestellt.

Heimatmuseum, Stadt Omsk (Russland)

Der Beginn des Aufbaus der deutschen Sammlung im Museum begann 1991. 1994-1995 wurden die Gegenstände in mehr als 20 deutschen Dörfern der Region Omsk gesammelt. Im Herbst 1995 umfasste die deutsche Sammlung bereits rund 1500 Objekte. Während dieser Zeit wurden einzigartige Gegenstände der Volkskultur der Deutschen aus Sibirien entdeckt und restauriert – darunter Öfen, Bügelmaschinen, Betten, Klaviere, Schränke und viele andere Elemente der materiellen Kultur des deutschen Volkes. Heute ist es möglich, in das Leben und die Kultur der Russlanddeutschen einzutauchen. Die ständige Ausstellung des Museums „Ethnisches Panorama Sibiriens“ stellt historische und kulturelle Komplexe mehrerer großer sibirischer Völker dar, zu denen auch die deutsche Bevölkerung gehört.

Museum Rownoje (Russland)

In Rownoje befand sich die ehemalige deutsche Kolonie „Seelmann“. Unter den etwa 5000 Einwohnern sind nur noch sehr wenige Deutsche. Nichtsdestotrotz gibt noch immer zahlreiche Objekte deutscher Architektur. Am 14. November 1999 wurde das Heimatkundemuseum eröffnet. Das Museumsgebäude befindet sich in einem alten einstöckigen Haus aus dem Jahr 1900 direkt am linken Ufer der Wolga auf einer Fläche von 251 m² und beherbergt Ausstellungen mit russlanddeutschem Bezug.

Heimatmuseum, Stadt Krasnoarmejsk (Russland)

Krasnoarmejsk (früher die deutsche Kolonie Balzer) wurde am 28. August 1765 als Kronkolonie gegründet. Ihren deutschen Namen erhielt die Kolonie durch den ersten Ortsvorsteher B. Balzer. 1933 lebten in Balzer 15.800 Personen, davon 14.926 Deutsche. Gegenwärtig hat sich das architektonische Äußere des ehemaligen Balzers sehr verändert, jedoch sind in der Stadt auch heute noch zahlreiche einzigartige Bauwerke mit origineller deutscher Architektur erhalten geblieben. 1987 wurde das Heimatmuseum (seit 1990 eine Filiale des Museums in Saratow) eröffnet. Die Exposition des Museums ist der Geschichte von Balzer von Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1941 gewidmet und erzählt über die Web- und Strickproduktion von Sarpinka-Stoffen durch deutsche Kolonisten.

Museum Alexandrowka (Russland)

Deutscher Nationalrayon Asowo, Alexandrowka, Sowjetskaja-Straße 49

Alexandrowka wurde als erstes deutsches Dorf in Sibirien 1893 von den lutherischen Kolonisten aus den Gouvernements Saratow und Samara gegründet. Russlanddeutsche Umsiedler aus dem europäischen Teil des Russischen Kaiserreichs gründeten in dieser Gegend mehrere Dörfer, in denen die deutsche Sprache und Kultur weitergegeben wurde. Das Museum für Geschichte wurde 1993 auf Initiative des Lehrers, Heimatforschers und Künstlers A.K. Wormsbecher (1914–2007) errichtet. Alexandrowka gehört heute zum deutschen Nationalrayon, der am 17. Februar 1992 per Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der Russischen Föderation im Gebiet Omsk eingerichtet wurde. Im Museum Alexandrowka lässt sich eine Vielzahl von Ausstellungsstücken zur Geschichte der Russlanddeutschen finden, die an die Deutschen und ihr Leben in Sibirien erinnern.