Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland
Am 18. Januar 2019 fand die feierliche Schlüsselübergabe durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder an das neugegründete Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) statt. Das vielfältige Wirken des Kulturzentrums orientiert sich an den Vorgaben des ...
Mit seinem Konzert „Musik für den Frieden“ hat das BKDR-Orchester am Freitagabend beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg einen besonderen Akzent gesetzt. Unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ kommen in diesen Tagen Menschen unterschiedlichster Generationen, Hintergründe und Lebenswelten zusammen, um über Glauben, gesellschaftliche Verantwortung, Menschenwürde und Hoffnung ins Gespräch zu kommen, aber auch gemeinsam zu singen und musizieren.
Heute war Dr. Lilia Antipow [Leitung Sachgebiet „Öffentlichkeits-, Medien- und Pressearbeit, Bibliothek“ im Haus des Deutschen Ostens (HDO) München] beim Kulturzentrum BKDR im Rahmen einer Aufnahme zur Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ in Nürnberg zu Gast.
Auf dem Foto sehen Sie v. l. n. r.: Stanimir Bugar, Lilia Antipow und Viktor Krieger.
Der Videobeitrag wird in absehbarer Zeit auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht werden. Folgen Sie uns auf allen Kanälen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Vom 6. bis 8. Mai 2026 nahm Prof. Dr. Olga Litzenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR, an der internationalen wissenschaftlichen Konferenz „100 Jahre Deutsche Diözese der ROKA“ („ROKA“: Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland) in München teil.
Im Rahmen der Konferenz „Erbe und Berufung“ im Schloss Blutenburg hielt sie einen Vortrag zum Thema „Die ‚Russlanddeutschen‘ in den Gemeinden der Deutschen Diözese: Identität und konfessioneller Wandel“. Die Referenten kamen aus Deutschland sowie aus mehreren europäischen Ländern und den USA.
Der gemeinnützige Verein „Taurien“ wurde 2014 gegründet, um gemeinsam Ahnenforschung und historische Heimatkunde, vornehmlich zu den Deutschen aus dem Schwarzmeergebiet, zu betreiben. Die Aktivitäten des Vereins können sich sehen lassen, u. a. durch die Publikation überarbeiteter Kirchenbuchduplikate, von Erinnerungen oder Biographien.
Seit einiger Zeit hat sich eine Zusammenarbeit des Vereins mit unserem Kulturzentrum angebahnt. So fanden am 2. Mai 2026 die diesjährige Mitgliederversammlung sowie die Vorstellung aktueller Projekte des Vereins in den Räumlichkeiten des BKDR statt.
Hier möchten wir auf einige Vorhaben kurz eingehen. In ihrem Vortrag präsentierte die Vorsitzende des Vereins, Elena Logvenov, Ergebnisse einer detaillierten Analyse bislang unbekannter Archivdokumente über den Verlauf der zweiten Ansiedlungswelle an die Molotschna (1808–1810). Bislang wurde in der Literatur meistens nur die erste, zahlenmäßig größere Einwanderung der Jahre 1803–1805 näher untersucht.
Natalja Freudenberg unternahm einen vielversprechenden Versuch, eine Art Konkordanz-Datenbank zu erstellen, die die unterschiedlichen Benennungen deutscher Ortschaften aus beliebigen Zeitperioden miteinander verbinden würde. Bekanntlich erlebten solche Siedlungen seit ihrer Gründung bis zu mehrere Dutzend Umbenennungen, beginnend mit dem Ersten Weltkrieg und Russlands Kampf gegen den „inneren Deutschen“, ganz zu schweigen von Sowjetismen und der Ausradierung alles Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg.
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