Ausstellung und Buchpräsentation „Wo die Pappeln wachsen“ mit Irina Unruh

Am 23. Oktober 2025 eröffnete das Haus der Heimat Nürnberg in Kooperation mit dem BKDR die Ausstellung und Buchpräsentation „Where the Poplars Grow“ (Wo die Pappeln wachsen) der Fotokünstlerin und Autorin Irina Unruh. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um ihre eindrucksvollen Fotografien und die persönliche künstlerische Handschrift kennenzulernen. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Tage der deutschen Kulturvielfalt“ statt, gefördert durch den Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg.


Nach der Begrüßung durch Natalie Keller (Geschäftsleiterin des Hauses der Heimat Nürnberg) und dem Grußwort von Dr. Harriet Zilch (Kunsthalle Nürnberg), führte Irina Unruh gemeinsam mit Viktoria Morasch in das Thema des Abends ein. Unruh berichtete von ihren Reisen nach Kirgistan, auf denen sie das Leben entlang der historischen Seidenstraße dokumentiert hatte. Ihr Fotokunstbuch „Where the Poplars Grow“, erschienen im April 2024 bei SHIFT BOOKS in Berlin und mit der Silbermedaille des Deutschen Fotobuchpreises ausgezeichnet, verbindet Fotografien und Erinnerungen zu einer persönlichen Erzählung über Kindheit, Heimat und Identität.

In ihren Bildern beleuchtet Unruh den Wandel postsowjetischer Landschaften sowie Bräuche und Traditionen ihrer Herkunftsregion. Im anschließenden Gespräch mit Viktoria Morasch gab sie Einblicke in ihre Arbeitsweise und die Entstehung des Projekts – es war auch ein offener und anregender Austausch mit dem Publikum.

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Nachtrag zur Fachtagung „Schwaben in Georgien – შვაბები საქართველოში – Swabians in Georgia: Multidisziplinäre Perspektiven auf eine deutsch-georgische Verflechtungsgeschichte“

Die letzten beiden Tage der Fachtagung „Schwaben in Georgien – შვაბები საქართველოში – Swabians in Georgia: Multidisziplinäre Perspektiven auf eine deutsch-georgische Verflechtungsgeschichte“ standen ganz im Zeichen der thematischen Vertiefung und des wissenschaftlichen Austauschs über zentrale Aspekte des deutsch-georgischen Kulturerbes.

Der zweite Tag widmete sich zunächst dem Überthema „Bewahrung des kulturellen Erbes“. Dr. Anna Khukhua (Staatliche Zereteli-Universität Kutaissi) präsentierte ihren Beitrag „Artefakte als Mosaiksteine des kulturellen Erbes: Ein Projekt zur Erfassung, Klassifizierung und Digitalisierung von Artefakten der deutschen Siedler in Georgien“ und stellte dabei eindrucksvoll die Bedeutung materieller Kultur für die historische Erinnerung heraus. Daran anschließend beleuchtete Lali Kakhidze (Ilia State University Tbilissi) in ihrem Vortrag „Die schriftlichen Archivalien der deutschen Siedlungen in Georgien: Einblick in die digitale Erforschung dieses kulturellen Erbes“ die Rolle schriftlicher Quellen und digitaler Archivarbeit für die Bewahrung und Zugänglichkeit dieses kulturellen Erbes. Prof. Dr. Oliver Reisner (Ilia State University Tbilissi) ergänzte die Reihe mit seinem Beitrag „Quellenkundliche Studien zur deutsch-georgischen Verflechtungsgeschichte“ und berichtete zudem über die Aktivitäten des Vereins zur Bewahrung des deutschen Kulturerbes im Südkaukasus.

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