„Zwischen Wolga und Pegnitz. Begegnung mit den Deutschen aus dem postsowjetischen Raum“

Unter diesem Motto fand am Samstag, 25. April 2026, in den Räumlichkeiten des Kulturzentrums BKDR ein Studientag des Landesverbandes Bayern der Evangelischen Akademikerschaft (EA) statt. Der Verlauf des Treffens war geprägt von einem intensiven Austausch von Informationen, Ideen und Vorschlägen, an dem zwei wissenschaftliche Mitarbeiter des Kulturzentrums, Dr. Olga Litzenberger und Dr. Viktor Krieger, teilnahmen.

Nach dem Videobeitrag zum siebenjährigen Bestehen des Kulturzentrums leitete Dr. Krieger die Vorstellungsrunde ein. Im Anschluss daran folgten Fragen und Wortmeldungen der anwesenden Gäste zur aktuellen Lage der Russlanddeutschen in Nürnberg und darüber hinaus, auf die die beiden Wissenschaftler fundierte Erklärungen und weiterführende Informationen lieferten.

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BKDR-Kalenderblatt des Monats „April 2026“

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „April 2026“ präsentieren. Konkret geht es hierbei um Nelly Däs.

Geboren in der schwarzmeerdeutschen Familie Schmidt. Nellys Vater wurde 1937 zu 30 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und blieb danach verschollen. 1943 flohen die Schmidts über den Warthegau in den Westen. Ab 1945 lebten sie in Baden-Württemberg. Nelly Däs begann ihre schriftstellerische Laufbahn in den 1960er-Jahren. Ihre eigenständigen Bücher sind vorwiegend Jugendbücher, die oft die Geschichte der Russlanddeutschen behandeln.

Sehr bekannt wurde Nelly Däs’ Roman „Das Mädchen vom Fährhaus“, der vom ZDF mit prominenter Besetzung verfilmt wurde. Sie erhielt Nominierungen für den Kinder- und Jugendbuchpreis „La vache qui lit“ sowie für den Deutschen Jugendbuchpreis. Für ihr Lebenswerk wurde Däs mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, mit der Goldenen Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, der Goldenen Ehrennadel der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg (1996).

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Ausstellungspräsentation im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr

Auf Initiative der Ortsgruppe Weiden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR), Waldemar Hock, und seiner Stellvertreterin Maria Becker wird vom 1. April bis 30. Juni 2026 im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr die Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ des Kulturzentrums BKDR präsentiert. Das Vorhaben wurde tatkräftig von Angela Biersack, der 1. Vorsitzenden des Grafenwöhrer Heimatvereins, der als Träger des Museums fungiert, sowie von der Teamassistentin Christine Buchfelder unterstützt.

Das Museum stellt nicht nur Exponate zur Ortsgeschichte aus, sondern beleuchtet auch die historische Entwicklung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr, der nach 1945 von der US-Army genutzt wird und einer der größten seiner Art in Deutschland ist.

Der Vorstand des Heimatvereins äußerte den Wunsch, eine sachkundige Einführung in diese Ausstellung in den Räumlichkeiten des Museums zu veranstalten. Rund 30 Interessenten, darunter auch der Bürgermeister von Grafenwöhr, Edgar Knobloch, versammelten sich am 21. April in den Räumen des Kultur- und Militärmuseums, um dem Vortrag unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters Dr. Viktor Krieger beizuwohnen.

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Ein Gesetz, das vor 35 Jahren viele Hoffnungen weckte

(Dokument des Monats)

Vor 35 Jahren, am 26. April 1991, verabschiedete der Kongress der Volksdeputierten der damaligen Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) das Gesetz „Über die Rehabilitierung der repressierten Völker“. Dies geschah mitten in der leider nur kurz andauernden Phase des demokratischen Aufbruchs. Im Zuge der sogenannten Perestroika wurden ernsthafte Bemühungen unternommen, mit der stalinistischen Vergangenheit endgültig zu brechen und den unschuldigen Opfern staatlicher Willkür und Verfolgung Wiedergutmachung zu leisten.

Das Gesetz von 1991, ein Zeitungsausschnitt. Die vollständige Fassung und Übersetzung siehe unten.

Das Gesetz betraf mehrere ethnische Minderheiten, darunter Bürger deutscher, kalmückischer, balkarischer, tschetschenischer, inguschischer, karatschaischer, krimtatarischer, finnischer, koreanischer und türkisch-meschetischer Nationalität, die vornehmlich während des Zweiten Weltkriegs mehrheitlich oder vollständig aus ihren angestammten Siedlungsgebieten deportiert worden waren. Angehörige weiterer Völker erlebten eine partielle Verbannung, darunter Polen, Ukrainer, Esten, Letten, Litauer, Iraner, Griechen, Armenier, Bulgaren und Kurden.

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BKDR-Orchester mit Helena Goldt bei akustika 2026

Der Auftritt des BKDR-Orchesters unter der Leitung von Ewald Oster gemeinsam mit Helena Goldt auf der akustika 2026 in Nürnberg war zweifellos ein besonderes Highlight.

Die Veranstaltung hat einmal mehr ihre Bedeutung als Treffpunkt für Musik, Innovation und Austausch unter Beweis gestellt. Die große Resonanz des Publikums bei der Messe für Musik sowie die Vielfalt an Ausstellern, informativen Workshops und beeindruckenden Auftritten spiegelten die Begeisterung und die Freude am Musizieren eindrucksvoll wider.

Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, deren hervorragende Organisation und großes Engagement dieses besondere Erlebnis ermöglicht haben.

Nachfolgend finden Sie einige weitere Eindrücke dieses gelungenen Messetages mit der Teilnahme des BKDR-Orchesters gemeinsam mit Helena Goldt.

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Arbeitstreffen im Bundesministerium des Innern mit Dr. Bernd Fabritius

Am 21. April 2026 waren Ewald Oster, Vorstandsvorsitzender des Kulturzentrums BKDR, sowie Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums BKDR, zu einem Arbeitstreffen bei Dr. Bernd Fabritius, dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, im Bundesministerium des Innern zu Gast.

Foto: BMI.

Im Fokus des Treffens standen die Aktivitäten des Kulturzentrums in den letzten Monaten, aktuelle Veröffentlichungen sowie künftige Projekte und strategische Planungen der Einrichtung. Die Vertreter des BKDR gewährten dabei einen umfassenden Einblick in ihre vielfältigen Maßnahmen zur Pflege und Vermittlung der Kultur der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum.

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„Eine Zeitreise – auf den Spuren unserer Vorfahren im Südkaukasus“

mit Familienforscherin und Buchautorin Rita Laubhan

Am 18.04.2026 fand im Haus der Heimat Nürnberg das mittlerweile achte genealogische Seminar der Seminarreihe zur Genealogie der Russlanddeutschen statt.

Veranstalter des gut besuchten Seminars waren das Kulturzentrum BKDR, der Historische Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) mit Prof. Dr. Olga Litzenberger sowie die Ortsgruppe Nürnberg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) mit Kulturreferentin Dorothea Walter.

Als Referentin trat die Familienforscherin und Buchautorin Rita Laubhan (Ludwigsburg) auf. In ihrem Buch „Alexandersdorf – ein schwäbisches Dorf im Kaukasus“ (Cardamina Verlag, ersch. 2017, 358 Seiten, 2. überarb. Auflage 2020, 358 Seiten, ISBN 978-3-86424-512-1) hat sie das nicht mehr existierende Dorf rekonstruiert, wo vier Generationen ihrer Vorfahren väterlicherseits geboren sind. Außerdem hat sie Familienchroniken für 45 Familien in den ersten 100 Jahren ab 1817 sowie einen Dorfplan erstellt.

Auch in ihren weiteren Publikationen beschäftigt sich Laubhan mit verschiedenen Aspekten der Geschichte der Kaukasusdeutschen.

Dazu gehören unter anderem folgende Veröffentlichungen:

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BKDR-Orchester mit Auftritt bei der „akustika 2026“ in Nürnberg

Vom 24.–26. April 2026 wird die Messe Nürnberg erneut zum zentralen Treffpunkt der internationalen Szene für akustische Musik. Mit etwa 10.000 Besuchern während der gesamten Messezeit im vergangenen Jahr zählt die akustika zu den bedeutendsten Veranstaltungen ihrer Art.

Das BKDR-Orchester unter der Leitung von Ewald Oster wird gemeinsam mit Helena Goldt am

Sonntag, 26. April 2026, von 15:00 bis 16:00 Uhr
auf der Center Stage (NCC Ost | Ebene 3 | Raum Seoul)

auftreten und einen stimmungsvollen Abschluss der diesjährigen Musikmesse gestalten.

Neben diesem besonderen Konzerterlebnis erwartet die Besucher eine umfangreiche Ausstellung mit akustischen Musikinstrumenten, Zubehör, Noten und Dienstleistungen. Es nehmen über 250 Aussteller aus 24 Ländern teil, während Musikschulen, Hochschulen und Verbände für Beratung zur Verfügung stehen. Das Angebot erstreckt sich zudem über ein vielfältiges Programm aus weiteren Konzerten, Workshops und Fachvorträgen.

Die akustika steht für Qualität, Austausch und musikalische Vielfalt und ist damit ein unverzichtbarer Treffpunkt für Musiker, Fachpublikum und Musikbegeisterte.

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Ausschreibung im Bereich Literatur und Literaturgeschichte 2026

Der BKDR Verlag und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland (LITO) sammeln Beiträge für den nächsten Literaturalmanach (Anthologie 2026-2027).

Einsendeschluss: 15.08.2026
   
Wir sammeln für den nächsten Literaturalmanach unveröffentlichte Beiträge aller Art: Kurzprosa, Lyrik, (literaturwissenschaftliche) Essays, Rezensionen, Interviews, Nachdichtungen, kultur- bzw. literaturhistorische Textbeiträge in deutscher Sprache sowie Bilder/Fotos.

(c) depositphotos

Thema: Die Beiträge sollten sich optimalerweise mit Themenschwerpunkten wie Spuren der deutschen Kultur in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, außergewöhnlichen Schicksalen von Deutschen aus und im postsowjetischen Raum, ihrem Ein- und Zusammenleben mit anderen Menschen in Deutschland sowie mit Erfahrungen bei der Suche nach einem Platz in der neuen (alten) Heimat befassen.

Zielgruppe und Teilnahmebedingungen: Alle künstlerisch talentierten Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler unabhängig von Religion, Herkunft, Alter und Geschlecht sind herzlich eingeladen, ihre Beiträge für den Literaturalmanach einzureichen (sofern sie thematisch passen).

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„Eine Zeitreise: Auf den Spuren unserer Vorfahren im Südkaukasus“

Am 18. April 2026 wird Familienforscherin und Buchautorin Rita Laubhan von 10:00 bis 13:00 Uhr im Haus der Heimat Nürnberg zum Thema „Eine Zeitreise: Auf den Spuren unserer Vorfahren im Südkaukasus“ referieren und tiefe Einblicke in die Ahnenforschung geben.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Olga Litzenberger und Dorothea Walter.

Zur Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an walter.dorothea51@gmail.com oder telefonisch unter der 01705771326 notwendig. Darüber hinaus können Sie gerne per Zoom am Ahnenforschungsseminar teilnehmen:

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