Erster Universitätsprofessor aus dem Umfeld der Siedler-Kolonisten

(Dokument des Monats)

Friedrich Knauer (1849-1917) aus Sarata war eine bemerkenswerte Persönlichkeit unter den ehemaligen deutschen Kolonisten in Bessarabien und weit darüber hinaus, da er der erste Universitätsprofessor aus dem Umfeld der deutschen Siedler im Russischen Reich war. Mit dem folgenden Dokument möchten wir seine handschriftliche Bittschrift aus dem Jahr 1881 vorstellen, in der der zukünftige Professor um ein sogenanntes Professorenstipendium ersuchte. Aus dieser Eingabe erfahren wir wichtige Einzelheiten über seinen bisherigen Bildungs- und Berufsweg.

Fragment der Eingabe von Friedrich Knauer 1881. @ Estnisches Nationalarchiv (das vollständige Dokument sowie seine Transkription siehe die Dateien am Ende des Beitrags):

Die Bittschrift ist ein seltenes zeitgeschichtliches Dokument aus der Feder eines Siedler-Kolonisten in Russland, der aus ärmeren, bäuerlichen Verhältnissen stammte und eine erfolgreiche akademische Laufbahn einschlug, obwohl er die russische Staatsprache erst im Erwachsenenalter erlernte. Eine Besonderheit in Bezug auf den Schreibstil fällt auf: Knauer berichtet von sich selbst in der dritten Person, wie in der damaligen Zeit üblich.

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Erste russlanddeutsche Akademiker: Folgen 29, 30 und 31

Brüder Stenzel in Dorpat

Drei Brüder der Familie Stenzel aus dem Gouvernement Saratow studierten ebenfalls in Dorpat. Über das Leben und Werk des älteren, Johannes (1877–1946), der den Weg eines Seelsorgers eingeschlagen hat und lange Zeit an der Genezarethkirche in Berlin amtierte, ist vieles bekannt, hingegen kennen wir aus den Biografien der beiden jüngeren, Jakob (1882–1930) und Heinrich (1884 – nach 1910), die Medizin studiert hatten, nur wenige Details. Pastor Johannes Stenzel hat viel in verschiedener Periodika publiziert; von ihm stammen einige Bücher und mehrere Aufsätze über die Wolgadeutschen sowie die Christenverfolgung in Sowjetrussland.

Johannes Stenzel mit seinem bekanntesten Werk, Berlin 1923.

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BKDR zum zweiten Mal auf der Messe „Jarmarka“ vertreten

Die Messe- und Veranstaltungsreihe JARMARKA ist ein Projekt, bei dem sich die in Deutschland lebenden Menschen aus dem postsowjetischen Raum bereits seit über 20 Jahren begegnen, austauschen und ihre Kultur und Traditionen gemeinsam pflegen und unmittelbar erleben. Die Messe findet in der Regel einmal jährlich am Pfingstwochenende in Bad Salzuflen statt (Samstag und Sonntag; diesmal am 18. und 19. Mai).  

BKDR-Stand mit Besucherinnen und Besuchern

Jedes Jahr besuchen an diesen zwei Tagen mehr als 20.000 Menschen diese Kleingewerbe- und Kulturmesse. Mehr als 2.000 Unternehmen aus verschiedenen Ländern, wie Deutschland, Russland, Belarus, Ukraine, Georgien, Lettland, Estland, Armenien und anderen, nahmen bisher als Aussteller an dieser Messe teil.

Das BKDR war am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal mit einem Info- und Bücherstand vertreten. Die Bücher des BKDR Verlags sowie sonstige Projekte, vor allem aber die zwei Buchverlosungen jeweils in den Nachmittagsstunden, stießen auf ein sehr großes Interesse bei den Besuchern des BKDR-Stands. Auf den Bildern unten sehen Sie unter anderem die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner der Buchpreise aus dem BKDR Verlag. Besonders beliebt war dabei das neue Kinderbuch „Von der Donau an die Wolga … und zurück“, das erst vor zwei Monaten in unserem Verlag erschienen ist und in nur 14 kurzen Kapiteln die Geschichte der deutschen Auswanderer ins Russische Reich und ihrer Nachkommen darstellt.

Nachstehend finden Sie einige Impressionen von dieser Messe. (c) Fotos: BKDR

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Rechtschreibreform in der wolgadeutschen Republik

Dokument des Monats

Ausschnitt, Vollständiges Dokument s. unten Bild 1.

Im Deutschen Reich und in anderen deutschsprachigen Ländern hatte es eine lange Tradition und aktive Vorstöße gegeben, die zur Reform der deutschen Rechtschreibung, vor allem im 19. Jahrhundert, führten. Die Idee der Vereinfachung der deutschen Sprache blieb auch im 20. Jahrhundert präsent und mündete zuletzt in der allbekannten und bis  heute umstrittenen Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996.

Ähnliche Bestrebungen und Versuche hatte es ebenfalls in der UdSSR in den deutschen Siedlungsgebieten in der Zwischenkriegszeit, etwa in der Ukrainischen Sowjetrepublik gegeben, doch vielmehr noch in der autonomen Republik der Wolgadeutschen. Auf den ersten Blick mag es überraschend erscheinen, weil in der wolgadeutschen Republik weniger als ein Prozent der weltweiten deutschsprachigen Bevölkerung lebte. Andererseits darf man den welthistorischen Anspruch der marxistisch-leninistischen Ideologie nicht unterschätzen: Man verstand sich quasi als erster und einziger deutscher sozialistischer Staat der Welt, der sich den Weg zur höchsten Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung bahnte, nämlich zum Kommunismus. Daher sahen sich die Partei- und Staatsspitze der autonomen Republik befugt, jegliche Frage und jegliches Problem der Welt anzugehen und Lösungen zu präsentieren.

Als Anlass diente die allgemeine Feststellung, dass „unsere deutschen Schulen in Bezug auf die Erfolge der Rechtschreibung weit hinter den russischen zurückbleiben“, weil „in der russischen Sprache die Rechtschreibung bedeutend vereinfacht, während in der deutschen die alte deutsche Rechtschreibung, die bekanntlich noch hinter der alten russischen zurücksteht, beibehalten wird.“ (Zur Reform der russ. Sprache von 1918 siehe den ausführlichen Bericht hier …)

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„Stimmen aus dem Niemandsland“, Literaturalmanach 2023-2024 erschienen

Das Buch aus der Reihe Literaturblätter der Deutschen aus Russland (Almanach 2023/2024) versammelt vorwiegend Texte von Autorinnen und Autoren, die im Spannungsfeld zwischen der deutschen und der russischen Kultur sozialisiert worden sind. Die Texte spiegeln die Vielfalt menschlicher Erfahrungen wider und drücken die Sehnsucht nach Heimat, Familie und einem sicheren, friedlichen Zuhause aus. Aspekte wie Fremdsein, Identitäts- und Heimatverlust beziehungsweise die Suche nach einer neuen Heimat sind in unserer von Migration geprägten Gegenwart aktueller denn je. Aufgrund ihrer wechselhaften und zum großen Teil tragischen Geschichte haben die Deutschen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion einen besonderen Bezug zu diesen Themen entwickelt. Das Gefühl, immerzu DAZWISCHEN zu stehen, sich irgendwo im Niemandsland zu befinden, war prägend auch für frühere Generationen sowjet- und russlanddeutscher Autorinnen und Autoren.

In diesem Buch erwartet Sie eine bunte Mischung literarischer Formen und Blickwinkel. Zum Teil stammen die Beiträge von bereits etablieren Autorinnen und Autoren, zum Teil sind es Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die auf detaillierte Art und Weise ihre Erinnerungen aus den letzten Jahrzehnten
festhalten. Überzeugen Sie sich selbst. Lauschen Sie den literarischen Stimmen aus dem Niemandsland!

Liste der Autorinnen und Autoren, die in diesem Band vertreten sind (nicht alphabetisch): Julia-Maria Warkentin, Irene Langemann, Wendelin Mangold, Eugenia Mantay, Elisabeth Schermuly, Heinrich Rahn, Inga Kess, Katharina Peters, Alexander Weiz, Elisabeth Steer, Andreas A. Peters, Helena Goldt, Max Schatz, Sergej Tenjatnikow, Rosa Kordan, Artur Rosenstern, Lydia Galochkina, Melitta L. Roth, Helene Rahn, Carola Jürchott, Mila Dümichen, Rosa Ananitschev, Ilona Walger, Viktor Krieger und Irene Kreker.

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BKDR Verlag und russlanddeutsche Autorinnen und Autoren auf der Leipziger Buchmesse 2024

Die Leipziger Buchmesse (LBM 2024) ging am 24. März erfolgreich zu Ende. Auch dieses Mal reisten zu dieser Messe mehr als 2.000 Aussteller und Verlage und mehr als 3.000 Mitwirkende aus aller Welt an. Rund 283.000 Besucherinnen und Besucher feierten nicht nur die Literatur im Allgemeinen, sondern gleichermaßen die Autoren und deren Bücher auf der LBM 2024. Die beliebte Lesereihe „Leipzig liest“, deren Veranstaltungen traditionell während der gesamten Messedauer an verschiedensten Orten der Stadt angeboten werden, erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit und war gut besucht. 

Bei der Präsentation des Buches „Pastor Wagners letzte Briefe…“ von Alexander Makeew (v.r.n.l: Artur Rosenstern, Alexander Makeew und Melitta L. Roth)


Unser BKDR Verlag nahm zusammen mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland mit einem gemeinsamen Stand an der LBM 2024 teil. Wir sind froh darüber, dass das Publikum ein großes Interesse an den Büchern der deutschen Autorinnen und Autoren aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR zeigte. Viele interessierte Leserinnen und Leser besuchten den Stand des BKDR Verlags in der Halle 4, um mehr über die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen zu erfahren.

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Unsere Autorinnen und Autoren präsentieren ihre Bücher auf der Leipziger Buchmesse 2024

Der BKDR Verlag und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland nehmen wieder gemeinsam an der Leipziger Buchmesse (LBM) 2024 teil. Die LBM findet vom 21. bis zum 24. März 2024 statt. Am 22. sowie am 23. März wird es außerdem unmittelbar auf dem Messegelände zwei Lesungen mit Melitta L. Roth, Irene Langemann, Alexander Makeew und Artur Rosenstern geben.

(c) privat
(c) Bild: Privatarchiv

Bei der ersten Lesung am Freitag, 22. März, um 16:30 Uhr wird der Autor Alexander Makeew sein im BKDR Verlag erschienenes Buch „Pastor Wagners letzte Briefe. Die Geschichte eines Stalin-Opfers …“ präsentieren. Melitta L. Roth und Artur Rosenstern moderieren die Lesung und das Gespräch mit dem Autor (Halle 4, Café Europa, Stand E401/E403).  

Im Rahmen der zweiten Lesung am 23. März, 15:30 Uhr, stellen Autorinnen Melitta L. Roth, Irene Langemann und Autor Artur Rosenstern den neuen Literaturalmanach mit dem Titel „Stimmen aus dem Niemandsland“ (erscheint Anfang März 2024) sowie einen Auszug aus dem Roman „Das Gedächtnis der Töchter“ von Irene Langemann vor (ebenfalls Halle 4, Forum Literatur, Stand B401).  

Während des gesamten Zeitraumes finden Sie den Stand des BKDR Verlags und des Literaturkreises der Deutschen aus Russland in der Halle 4, Stand B300. Schauen Sie vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Details zu den Beteiligten:

Irene Langemann

(c) Bild: Andrzej Walkusz

Irene Langemann wurde 1959 in Issilkul (Sibirien) geboren, wuchs zweisprachig in einer deutschen Familie auf. Sie ging mit siebzehn nach Moskau, studierte Schauspielkunst und Germanistik und arbeitete als Autorin, Schauspielerin und Moderatorin. 1990 wanderte sie nach Deutschland aus. Seitdem lebt sie in Köln und arbeitet als Autorin und Regisseurin für Film und Fernsehen. Ihre Dokumentarfilme wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. 2023 erschien ihr bereits vielbeachteter Debütroman „Das Gedächtnis der Töchter“ im Berliner Verlag Friedenauer Presse. 

Zum 3sat Bericht

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Eine Landkarte aus dem Jahr 1938 als Instrument der nationalsozialistischen Ideologie

Dokument des Monats Februar

Im Rahmen der Rubrik „Dokument des Monats“ möchten wir eine vielsagende Landkarte aus dem Jahr 1938 präsentieren. Diese zeigt laut Überschrift „den deutschen Bevölkerungs- und Kulturanteil in den Staaten Europas“ an. Was allerdings unter „Kulturanteil“ wirklich gemeint ist, geht aus der grafischen Darstellung leider nicht klar hervor. Hier liegt die Vermutung nahe, dass die Begriffe „Deutsch“ und „Kultur“ als gleichbedeutend eingestuft werden.

Deutschsprachige Minderheiten in europäischen Ländern, 1938 © Bundesarchiv

Die Bevölkerungszahlen und Siedlungsgebiete sind ziemlich genau angegeben. Allerdings handelt es sich hierbei faktisch lediglich um die Anzahl von Deutschsprachigen in den jeweiligen Staaten, denn 1938 verstand sich die Bevölkerung in der Schweiz, Elsass-Lothringen mehrheitlich oder auch teilweise in Österreich nicht als Deutsche, sondern als eigenständige Nationalitäten bzw. Nationen. Die Karte wurde nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland veröffentlicht, die österreichische Bevölkerung wurde aus diesem Grunde administrativ de facto zu den Reichsdeutschen gezählt.

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Ein Zeichen gegen die staatliche Germanophobie aus dem Jahr 1967

(Dokument des Monats)

Subtile und offene Formen von Stimmungsmache gegen die Deutschen begleiteten die Geschichte der Sowjetunion seit Anfang der 1930er-Jahre bis zum totalen Zusammenbruch des Sowjetsystems 1991. Besonders stark waren sie verständlicherweise während des Deutsch-Sowjetischen Krieges sowie unmittelbar danach ausgeprägt. Aber auch in der „Nach-Stalin-Ära“ blieben die germanophoben Einstellungen und Vorurteile sehr virulent (siehe dazu unseren Beitrag Germanophobie im Russischen Reich und in der Sowjetunion).

Einer der wenigen Beispiele des Kampfes gegen dieses weit verbreitete Übel liefert uns das Archiv der Zeitung „Freundschaft“. Sie wurde ab dem 1. Januar 1966 zunächst in Zelinograd (heute Astana) und später, ab 1988, in Alma-Ata (Almaty), der damaligen Hauptstadt der Unionsrepublik Kasachstan, als Tageszeitung herausgegeben und erscheint aktuell als Wochenschrift unter dem neuen Namen „Deutsche Allgemeine Zeitung“ (DAZ).

Briefkopf der Zeitung „Freundschaft“, © Archiv des Präsidenten der Republik Kasachstan (AP RK), Almaty

Briefkopf der Zeitung „Freundschaft“.

© Archiv des Präsidenten der Republik Kasachstan (AP RK), Almaty.

Der erste Chefredakteur hieß Alexei Borisowitsch Debolski (1916-1997) – in politischen Angelegenheiten trat er unter dem Pseudonym Schmeljew auf: Debolski prägte das Erscheinungsbild der Zeitung mehr als zehn Jahre lang bis 1977. Er hatte aktiv am „Großen Vaterländischen Krieg“ teilgenommen und nach 1945 einige Jahre als Journalist für die „Tägliche Rundschau“ in Berlin gearbeitet. Als ehemaliger Politoffizier mit hervorragenden Kenntnissen der deutschen Sprache, der sich zudem literarisch betätigte, schien er ideal geeignet zu sein, um ein Presseorgan für die deutsche Minderheit im ideologisch erwünschten Sinne zu gestalten.

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Erste russlanddeutsche Akademiker im Zarenreich (Folgen 27 und 28)

Die Steinwandsein akademischer Familienverband aus Bessarabien

Daniel Steinwand (1857-1919), ein Porträt aus der Zeit um 1910. © Bundesarchiv, Berlin

Nachdem wir in den letzten Folgen dieser Reihe die Familie Seib vorgestellt hatten, möchten wir dieses Mal auf die Mitglieder der Familie Steinwand aus der ehemaligen deutschen Kolonie bzw. Siedlung Klöstitz in Bessarabien eingehen. Als Erster aus dieser Familie wurde Daniel Steinwand (1857–1919) Akademiker. Seine Eltern waren früh gestorben und er war deshalb zunächst in die Obhut von entfernten Verwandten aus der benachbarten Siedlung Sarata gekommen. Obwohl Daniel Steinwand „wenig Anregung für geistige Tätigkeit fand“ (wie ein Zeitgenosse von ihm bemerkt hatte), ließ er sich nicht entmutigen und kümmerte sich mit einem eisernen Willen um seine eigene Bildung, der ihn schließlich nach Dorpat, an die dortige Universität, führte. Nach dem Abschluss des Theologiestudiums amtierte er ab 1886 als Pastor im Kirchspiel Worms-Johannistal und ab 1908 in Odessa.

Er war eine bemerkenswerte Persönlichkeit, engagierte sich stark im Gemeinde- und Gesellschaftsleben. Die Liste seiner ehrenamtlichen Ämter und kulturellen Aktivitäten ist recht lang. Hier nur einige davon: Er regte jährliche Lehrerkonferenzen seines Kirchspiels an und gründete 1887 in Worms eine Schule für taubstumme Kinder samt Internat, Lehrerwohnungen und Werkstätten. Im „Südrussischen Deutschen Verein“ kümmerte er sich von 1906 bis 1914 um Schul- und Kirchenangelegenheiten. Er war einer von Initiatoren bei der Gründung des „Evangelischen Lazaretts für verwundete russische Krieger“, das 1914 in Odessa eröffnet wurde. Darüber hinaus entfaltete Pastor Steinwand eine rege publizistische Tätigkeit: Er gab Sammlungen seiner Predigten und Reden heraus, veröffentlichte zahlreiche Artikel in der „Odessaer Zeitung“ sowie anderen Presseorganen und redigierte etliche Jahre lang den „Christlichen Volksboten für die ev.-luth. Gemeinden in Südrussland“.

Jedem seiner vier Söhne ermöglichte er eine akademische Ausbildung bzw. Laufbahn. Zwei von ihnen gingen ebenfalls nach Dorpat und wurden genauso wie ihr Vater Pastoren: Friedrich (1888–1937) und Ludwig (1889 – nach 1941). Sein Neffe Eduard Steinwand (1890–1960) schlug eine ähnliche Laufbahn ein und wurde später sogar Professor an der Universität Erlangen.

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