Nora-Pfeffer-Literaturpreis 2022

Am 16. Dezember 2022 (Freitag) um 19 Uhr veranstaltet das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland im Foyer der Villa Leon die erstmalige Preisverleihung des Nora-Pfeffer-Literaturpreises!

Sie sind herzlich eingeladen! Da die Plätze jedoch begrenzt sind, bitten wir Sie um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an kontakt@bkdr.de oder unter der 0911-89219599.

Weitere Infos zur Veranstaltung und den Preisträgern entnehmen Sie bitte dem Flyer – wir freuen uns auf Ihr Kommen!

„Holodomor in der Ukraine: Erinnern – Gedenken – Mahnen“

Der Bundestag hat am 30. November 2022 einen Antrag mit dem Titel „Holodomor in der Ukraine: Erinnern – Gedenken – Mahnen“ verabschiedet. Diesen haben die CDU/CSU sowie die Koalitionsfraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP vorgelegt.

Unser Kulturzentrum (BKDR) hat bereits in der Vergangenheit auf die Hungersnöte- und Katastrophen in der ehemaligen Sowjetunion aufmerksam gemacht.

Nachstehend möchten wir auf einige bereits veröffentlichte Themenbereiche hinweisen:

„Mildi“ – Eine Familientragödie für zigtausende Schicksale:

„Vor 100 Jahren: Beginn einer Hungerkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes“

Hungersnot 1921–22 in Sowjetrussland und deutsche Siedler: Reaktionen in Deutschland“

Dr. Brent Mai (USA) beim Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) zu Gast

Am 25. November 2022 fand im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) ein Arbeitstreffen mit Herrn Dr. Brent Mai, Leiter des Russlanddeutschen Instituts und Dekan der Bibliothek an der University of North Florida (USA) sowie Frau Dr. Mila Koretnikov, Lektorin für Technical English am Institut für Fremdsprachen der Hochschule Karlsruhe, statt.

Neben der Anfertigung zweier Videobeiträge im Rahmen unserer Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ stand zusätzlich ein wissenschaftlicher Austausch bzw. ein Expertengespräch mit Dr. Olga Litzenberger auf dem Tagesplan. Darüber hinaus war eine Vorlesung zum Thema „The Volga German Journey – Beyond Russia“ im Haus der Heimat (HdH) ebenfalls Bestandteil seines Besuches.

Brent Mai während seines Vortrages im HdH Nürnberg gemeinsam mit Mila Koretnikov.
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BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ in Lutherstadt Wittenberg

Nachdem das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) im vergangenen Jahr seine Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ bei der Bundesversammlung des Martin-Luther-Bundes bereits in Lutherstadt Wittenberg präsentieren konnte, besteht heuer erneut die Möglichkeit zur Besichtigung: Noch bis zum 16. Dezember 2022 ist die Ausstellung in der hochfrequentierten Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Wittenberg (Am Alten Bahnhof 3, 06886 Lutherstadt Wittenberg) zu sehen. Weitere Ausstellungsorte werden folgen.

Lutherstadt Wittenberg liegt im östlichen Teil des Landes Sachsen-Anhalt an der Elbe. Bis nach Berlin sind es etwa 100 Kilometer, während Leipzig ca. 70 Kilometer entfernt liegt. Vor allem im 16. Jahrhundert wurde Wittenberg eines der bedeutendsten deutschen Zentren hinsichtlich politischer, künstlerischer und kulturgeschichtlicher Entwicklungen. Die damaligen Gründungen einer Residenz und einer Universität verhalfen der Stadt beim Werdegang zu einem geistigen Zentrum des Humanismus sowie als Wirkungsstätte Martin Luthers zum Mittelpunkt der Reformation zu werden.

Unser Kooperationspartner bei der Präsentation der Wanderausstellung ist die Ortsgruppe Wittenberg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) unter Vorsitz von Pauline Wiedemann.

Nachstehend einige Fotos unserer Wanderausstellung aus der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Wittenberg.

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Diplom der Halbstädter Kommerzschule aus dem Jahr 1916

Das vorliegende Attest in dieser Form ist eine selten gut erhaltene Urkunde einer höheren Lehranstalt (Mittelschule) der Kommerzschule, die direkt von den deutschen Siedler-Kolonisten in ihrer Ortschaft errichtet und betrieben wurde. Doch was genau ist eine Kommerzschule? Nachstehend ein Beitrag über eine Kommerzschule in deutscher Sprache:

Halbstadt war eines der geistigen Zentren der deutsch-mennonitischen Bevölkerung im Russischen Reich. Mehrere höhere Bildungsanstalten, die dort und in anderen mennonitischen Ortschaften entstanden sind, legten ein beredtes Zeugnis über die wachsende Bedeutung der Bildung unter den deutschen Ansiedlern insgesamt und insbesondere unter der mennonitischen Landbevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts dar.

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Akademische Viertelstunde mit Johannes Graf

Johannes Graf ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsfeld III „Migration und Integration: Dauerbeobachtung und Berichtsreihen“ beim Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Gemeinsam mit Dr. Nils Friedrichs (wissenschaftlicher Mitarbeiter im wissenschaftlichen Stab des Sachverständigenrates für Integration und Migration) hat er die SVR-Studie 2022-1 mit dem Thema „Integration gelungen? Lebenswelten und gesellschaftliche Teilhabe von (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedlern“ veröffentlicht. Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) hat diesbezüglich zwei Videobeiträge im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde angefertigt.

Im ersten Beitrag spricht Johannes Graf über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Aussiedlerinnen und Aussiedler in Deutschland. Zum Video gelangen Sie auf unserem YouTube-Kanal unter:

Viel Spaß beim Ansehen – über einen regen Austausch freuen wir uns sehr!

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Musik für den Frieden in der Kirche St. Martha in Nürnberg

Am 18. November 2022 fand in der Kirche St. Martha in Nürnberg ein Konzert aus der Reihe „Musik für den Frieden“ mit zwei Künstlern aus Odessa (Ukraine) statt. Olena Richter (Sopran) und Andrey Pracht (Cembalo, Klavier) stellten ihr Können eindrucksvoll unter Beweis und verzauberten die Anwesenden mit ihren hochklassigen Interpretationen von Stücken unter anderem von Georg Friedrich Händel und Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski, einem Komponisten mit großem Einfluss auf die deutsche Kirchenmusik im 19. Jahrhundert.

V. l. n. r.: Andrey Pracht, Werner Henning, Olena Richter, Viktoria Brandt, Karl Freller und Waldemar Eisenbraun.

Außerdem trat der Damenchor „Sonnenklang“ der Fürther Ortsgruppe der LmDR auf und begeisterte die Zuhörer mit ihrem Gesang. Darüber hinaus wurde die BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ präsentiert und öffentlich zugänglich gemacht.

Unter den Gästen waren unter anderem der Schirmherr der Veranstaltung, Karl Freller (1. Vizepräsident des Bayerischen Landtags) sowie Werner Henning (CSU Stadtratsfraktion Nürnberg).

Wir danken allen Beteiligten und Anwesenden für diesen tollen und ehrwürdigen Abend im Zeichen des Friedens und Zusammenhaltes. Ein besonderer Dank ergeht an dieser Stelle an unseren Kooperationspartner dieser Veranstaltung, der regionalen Gliederung „Wiedergeburt“ Odessa, in Person von Frau Viktoria Brandt.

Nachstehend einige Eindrücke des eindrucksvollen Konzertes.

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Bakteriologische Diversion aus dem Jahr 1938

Zu den „klassischen“ Beschuldigungen in militärischen und ideologischen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Staaten oder Staatenbünden gehört seit jeher die Bezichtigung der gegnerischen Seite, dass sie plant bzw. bereits Vorbereitungen getroffen hat, Massenvernichtungswaffen einzusetzen. Das jüngste Beispiel sind die Vorwürfe der Russländischen Föderation an die Ukraine, biologische Geheimlaboratorien zu unterhalten und an biologischen (bakteriologischen) Waffen zu arbeiten.

In solchen Beschuldigungen, die sich allerdings nicht selten an die Adresse der eigenen Bürger richten, hat Russland bzw. der Vorgängerstaat, die UdSSR, reichlich Erfahrung. Bereits vor 85 Jahren, während des „Großen Terrors“ der Jahre 1937-38, lautete einer der Anklagepunkte, insbesondere gegen die Ärzte, wie folgt: „Vorbereitung einer biologischen Diversion“. Dies musste unter anderem der Mediziner Wilhelm Bauer (1885-1938) am eigenen Leib erfahren, der in Kaltschinowka, im einstigen deutschen Siedlungsgebiet Grunau, Kreis Mariupol im Schwarzmeergebiet, geboren wurde. Er hat die angesehene Universität Dorpat absolviert und arbeitete in der Ukrainischen Unionsrepublik, zuletzt als Oberarzt im Krankenhaus Molotschansk, dem damaligen Zentrum des deutschen Nationalrayons Molotschansk (Informationen auf Russisch zum Nationalrayon finden Sie HIER). Zusammen mit drei weiteren Leidensgenossen, Vertretern der örtlichen deutschen Intelligenz, wurde er am 9. Juni 1938 verhaftet und am 28. September 1938 durch einen Dreierausschuss (Troika) des Innenministeriums NKWD zum Tod durch Erschießen verurteilt.

Neben solchen absurden Anklagepunkten wie Mitgliedschaft in einer „konterrevolutionären spionage- und Sabotageorganisation“ oder Aufstellung von „Sturmgruppen zur Durchführung von Terroraktivitäten“ lautete einer der wichtigsten Anklagepunkte: „Vorbereitung einer Diversionsgruppe, um bakteriologische Sabotageaktionen vorzunehmen“. Siehe nachstehend das Urteil des Sondergremiums des NKWD:

Das NKWD-Urteil gegen Wilhelm Bauer vom 28. September 1938.

Die deutsche Übersetzung des NKWD-Urteils gegen Wilhelm Bauer vom 28. September 1938 können Sie unter dem nachstehenden Downloadbutton herunterladen:

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Musik für den Frieden: BKDR-Orchester im Gemeinschaftshaus Langwasser

Am 30. Oktober 2022 fand im Gemeinschaftshaus Langwasser in Nürnberg ein Konzert aus unserer Reihe „Musik für den Frieden“ statt. Neben dem BKDR-Orchester trat als Side Act ebenfalls die Tanzgruppe „Surprise“ auf. Darüber hinaus stellte das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) seine Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ aus, um den Leuten sowohl vor als auch nach dem Konzert die Möglichkeit zu geben, mehr über die Deutschen aus Russland und allen anderen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion zu erfahren.

Die Veranstaltung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) im Gemeinschaftshaus Langwasser in Nürnberg war äußerst gut besucht. Bei „Musik für den Frieden“ war der Name Programm.

Nachstehend einige Impressionen der äußerst gut besuchten Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Langwasser in Nürnberg.

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Neuwahlen beim BKDR-Trägerverein

Ewald Oster (Schweinfurt) wurde als Vorsitzender des BKDR-Trägervereins überzeugend wiedergewählt.

Dem 7-köpfigen neugewählten Vorstand gehören an:

– Erika Albrandt, München (Stellv.)
– Valentina Wudtke, Regensburg (Stellv.)
– Nelli Geger, Fürth
– Heinrich Kratz, Regensburg
– Albina Baumann, Würzburg
– Rudi Walter, Nürnberg

Foto v. l. n. r.: N. Geger, H. Kratz, E. Albrandt, E. Oster, V. Wudtke, R. Walter und A. Baumann.