Ausschreibung für den Literaturalmanach 2022

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland sammeln Beiträge für den nächsten Literaturalmanach (2022).

Der provisorische Arbeitstitel des Buches lautet: „Hier war ich … Dort bin ich!“

Einsendeschluss: 31.03.2022
   
Wir sammeln für den nächsten deutschsprachigen Literaturalmanach unveröffentlichte Beiträge aller Art: Prosa, Gedichte, Essays, Rezensionen, Interviews, Nachdichtungen, kulturhistorische Beiträge in deutscher Sprache und auch Bilder von Künstlern (Bilder bitte im jpg- oder tiff-Format zusenden).

Das Thema der Beiträge kann zwar grundsätzlich frei gewählt werden, es ist jedoch wünschenswert, wenn sie Themenschwerpunkte wie deutsche Spuren in den Nachfolgestaaten der UdSSR, Vertreibung, das Ein- und Zusammenleben mit anderen Menschen in Deutschland etc. aufgreifen und sich unter anderem mit der Identitätsfindung und Suche nach dem eigenen Platz in der neuen Heimat befassen.

Teilnahmebedingungen:

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Harry Ruff: Mein Leben in 100 Bildern

Mit der zweisprachigen (auf Deutsch und Russisch) Neuerscheinung „Harry Ruff: Mein Leben in 100 Bildern“ wurde eine neue Bücherreihe im BKDR Verlag gestartet, die sich russlanddeutschen Künstlerinnen und Künstlern widmet.

Harry Ruff ist ein verdienter Maler der Ukraine, Mitglied des Nationalen Künstlerverbandes der Ukraine sowie Besitzer der ukrainischen Verdienstorden Dritter Klasse. Im Jahr 2021 ist der Maler 90 Jahre alt geworden.

Ruff wuchs in einer schwarzmeerdeutschen Lehrerfamilie auf und wurde 1941 mit seiner gesamten Familie aufgrund ihrer deutschen Herkunft nach Sibirien deportiert. Hier lebten sie bis 1956 in einer Sondersiedlung und genau hier kam der Kontakt zu ebenfalls deportierten Malern zustande, sodass Ruff während dieser Zeit seinen ersten Malunterricht an der Kunstfachschule in Irkutsk erhielt.

Harry Ruff hat zahlreiche Gemälde gemalt, in denen er die Kultur und Geschichte der Russlanddeutschen zum Hauptmotiv machte. Mit dem vorliegenden Sammelband wird das Lebenswerk dieses prominenten russlanddeutschen Kulturschaffenden gewürdigt.

Stellungnahme zur Auflösung der Gesellschaft „Memorial“ in Russland

Wesentliche Schwerpunkte der Wirkungsbereiche des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) bilden die Erforschung und Popularisierung der russlanddeutschen Geschichte und Kultur. Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen, etwa 2,5 Mio. Personen, lebt inzwischen in der Bundesrepublik Deutschland.

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland ist immer wieder auf Dokumente aus den Archiven der Russischen Föderation angewiesen.
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Kalender 2022

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) begrüßt Sie recht herzlich im neuen Jahr und wünscht Ihnen Gesundheit, Zuversicht und Solidarität!

Titelbild des neuen Kalenders „Russlanddeutsche Architektur im Zeitraffer“

Zum Jahresbeginn möchten wir Ihnen den neuen Kalender 2022 mit russlanddeutschem Themenbezug präsentieren. Dieser erscheint in Kooperation zwischen dem BKDR sowie der LmDR heuer das vierte Jahr in Folge. Der dreisprachige (DE, RU, EN) Kalender trägt den Titel „Russlanddeutsche Architektur im Zeitraffer“ und basiert auf den prämierten Aufnahmen des ersten internationalen BKDR-Fotowettbewerbes „Stumme Zeitzeugen“ mit den nachfolgenden drei Themen:

I. Ehemalige russlanddeutsche Siedlungen
II. Städtische deutsche Architektur
III. Kirchen der Russlanddeutschen

Es werden einige der schönsten architektonischen Meisterwerke deutscher Baukunst und ehemalige Siedlungen mittels faszinierender Fotos vorgestellt. Das einzigartige deutsche architektonische Erbe verschönert auch heute noch die Weiten der Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR und ist ein wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur der Deutschen aus Russland sowohl im In- als auch im Ausland.

Vertriebenenausweis: Ein Meilenstein auf dem Weg zur Wiedergutmachung

Hinter diesem äußerlich so unauffälligen Dokument verbirgt sich eine dramatische Geschichte von Millionen von Menschen – unter ihnen auch die von Hunderttausenden einstigen Einwohnern der UdSSR sowie ihrer Nachfolgestaaten.

Vorderseite des Vertriebenenausweises
Rückseite des Vertriebenenausweises

Emilie Hasert wurde 1925 in einer deutschen Siedlung in Georgien geboren. 1941 wurde sie nach Kasachstan deportiert und musste anschließend Zwangsarbeit leisten. Nach 1955 zog sie nach Südkasachstan und durfte im April 1978 mit ihrem Mann nach Westdeutschland ausreisen. Der Ausweis für Vertriebene und Flüchtlinge diente als Grundlage für die Entscheidung zur Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit. Ausweis A wurde dem als Aussiedler anerkannten Antragsteller ausgehändigt; Ausweis B den andersethnischen Familienangehörigen.

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Aussiedlerfrage, Kriegsfolgenschicksal und historische Verantwortung der Bundesrepublik für die Russlanddeutschen“

Dr. Viktor Krieger wird am 17. Dezember 2021 um 18 Uhr einen Fachvortrag zum Thema „Aussiedlerfrage, Kriegsfolgenschicksal und historische Verantwortung der Bundesrepublik für die Russlanddeutschen“ halten.

Sie können der Zoom-Veranstaltung kostenfrei beiwohnen. Sie müssen lediglich den nachstehenden Link aufrufen und im Bedarfsfall die entsprechende Meeting-ID eingeben:

https://zoom.us/j/97487448362

Meeting-ID: 974 8744 8362

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Vortrag!

Neues Liederheft mit Texten und Noten

Pünktlich zu Weihnachten ist beim BKDR Verlag ein neues Liederheft mit Texten und Noten erschienen. Zum Repertoire zählen geistliche Lieder sowie Lieder zur Advents-, Weihnachts- und Neujahrszeit. Die Liederauswahl basiert auf der Buchausgabe „Es war einmal… – Das Liedgut der Deutschen aus Russland“, hrsg. von Eduard Isaak und Robert Korn im Jahre 2011.

Diese Sammlung zeichnet vor allem die Tatsache aus, dass die Lieder von deutschen Kolonisten und Siedlern in Russland gesungen, für andere Texte und Besetzungen arrangiert und über Generationen hinweg tradiert wurden. Diese Kulturgutpflege war eines der wichtigsten Indizien „für die Zugehörigkeit zur deutschen Kulturnation“ (so der Komponist Ernst Muntaniol im Vorwort der Sammlung) und spielte somit eine identitätsstiftende Rolle bei den Deutschen im Ausland bzw. in der Sowjetunion. Ein weiteres und sehr wichtiges Merkmal der Liedersammlung von Isaak und Korn ist, dass die Sammlung eine ganze Reihe von Liedern enthält, denen lyrische Texte von versierten und einst in der Sowjetunion bekannten russlanddeutschen Autoren Viktor Heinz und Robert Weber zugrundeliegen. Vertont wurden diese Texte von Eduard Isaak.

Falls Sie noch auf der Suche nach einem geeigneten Weihnachtsgeschenk sind oder gerne gemeinsame Familienabende mit Gesang verbringen möchten, dann zögern Sie nicht lange und erwerben Sie umgehend dieses Liederheft!

ISBN: 978-3-948589-10-3, Preis: 5 Euro

Bestellungen können Sie gerne unter der E-Mail kontakt@bkdr.de oder telefonisch unter 0911-89219599 aufgeben. Unseren aktuellen Bestellkatalog finden Sie unter: https://bkdr.de/file/BKDR_Bestellkatalog.pdf

„Historische Erfahrungen und Identitätsbildung der Deutschen aus Russland“

Am 3. Dezember (Freitag) findet um 18.00 Uhr die Online-Veranstaltung „Historische Erfahrungen und Identitätsbildung der Deutschen aus Russland“ mit unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger statt. Lada Starkloff wird Sie am morgigen Abend als Moderatorin durch die Veranstaltung führen.

Dr. Kriegers Beitrag eröffnet eine Vortragsreihe zu den Themengebieten der Erinnerungskultur, Verfolgungspolitik sowie traumatischen Erfahrungen von Russlanddeutschen.

Die Teilnahme erfolgt via Zoom und ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Eine Voranmeldung ist bis zum 03.12.2021 (Freitag) um 13 Uhr erforderlich und unter dem nachfolgenden Link möglich: https://forms.office.com/r/EEYzqSeQQr

Die Veranstaltung findet im Rahmen des LmDR-Projektes „Identitätsfindung in einer heterogenen Gesellschaft“ in Kooperation mit dem Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) statt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Politische Strafprozesse in der „liberalen“ Chruschtschow-Ära: Der Fall Wladimir Hoffmann (1957)

Das Dokument des Monats November 2021 spiegelt eines der wichtigsten Kapitel der Nachkriegsgeschichte der deutschen Minderheit in der UdSSR wider: Die Bewegung zur Ausreise in der Bundesrepublik Deutschland zum Zwecke einer „ständigen Wohnsitznahme“ (vyesd na postojannoje mesto shitelstwa), so im sperrigen Amtsrussisch.

Erste Seite des Beschlusses der Staatsanwaltschaft der RSFSR, Abteilung für Aufsicht, über Ermittlungen in den Organen der Staatssicherheit in der Strafsache von Wladimir Hoffmann, 12. Juni 1958.
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CSU-Stadträte beim BKDR

Andreas Krieglstein, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Nürnberger Stadtrat, sowie sein Fraktionskollege Werner Henning waren beim BKDR zu Gast, um aus erster Hand mehr über die vielfältigen Aufgaben und zahlreichen Aktionen und Initiativen des Kulturzentrums zu erfahren.

V. l. n. r.: Werner Henning, Andreas Krieglstein und Waldemar Eisenbraun.

Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des BKDR, informierte ausführlich über die zurückliegenden und geplanten Projekte. „Wir wollen Ihre Arbeit und Angebote gerne unterstützen, um die Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland innerhalb der Nürnberger Gesellschaft sichtbarer zu machen.“, so Krieglstein. Demnach wolle er die BKDR-Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ an Schulen vermitteln und halte die BKDR-Stadtführung „Russlanddeutsche Spuren in Nürnberg“ ebenfalls für gut geeignet im Bildungssektor.

Werner Henning berichtete dahingehend über seine eigenen Diktaturerfahrungen in Siebenbürgen, wodurch er große Empathie für die Deutschen aus Russland empfinde. Gerne kommt er weiterhin persönlich zu Veranstaltungen des BKDR.