Webinar zu genealogischen Forschungen in Zentralasien

Am 3. Dezember 2025 hat unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger im Rahmen eines von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) organisierten Webinars, moderiert von Eugen Eichelberg, einen Vortrag über die Deutschen aus Zentralasien (ZA) gehalten. Ziel war es, neue Zugänge zur Familien- und Biographieforschung zu präsentieren. Dies ist umso aktueller, weil durch den russisch-ukrainischen Krieg die wichtigsten Archiv- und anderen Quellen in diesen beiden Staaten zu den Schwarzmeer-, Wolga-, Wolhynien- und weiteren Gruppen der Deutschen kaum noch zugänglich sind.

Daher ist die Bedeutung der übrigen, sozusagen peripheren Quellen umso größer geworden. Dr. Krieger sprach über die Bedeutung von Sondersiedlerakten und archivierten Untersuchungsakten, über Deportationslisten und Verzeichnisse der zur Zwangsarbeit Mobilisierten (sog. „Trudarmisten“) speziell in Kasachstan. Trotz aller vorhandenen Unzulänglichkeiten und Einschränkungen ist die Situation in dieser Republik in dieser Hinsicht dennoch wesentlich günstiger als in den anderen ZA-Staaten Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan oder Turkmenistan.

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„Der Dialekt der Wolgadeutschen in Argentinien: Herkünfte, Bestandteile, Entwicklungen – Ende?“

Akademische Viertelstunde mit Prof. Dr. René Krüger

Prof. Dr. René Krüger lebt derzeit in Gualeguaychú in der argentinischen Provinz Entre Ríos. Der ordinierte Pfarrer im Ruhestand der Evangelischen Kirche am La Plata ist sowohl promovierter Theologe als auch Historiker. Von 1985 bis 2015 lehrte er am Instituto Universitario ISEDET, dessen Rektor er von 1999 bis 2007 war.

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„Deutsche in Kasachstan: Eine wechselvolle Geschichte“

Am 28. und 29. November 2025 fand in den Räumlichkeiten des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin das wissenschaftliche Symposium der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Kooperation mit dem Göttinger Arbeitskreis und in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Kasachstan statt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Deutsche in Kasachstan: Eine wechselvolle Geschichte“.

Während der zweitägigen Tagung diskutierten namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Kasachstan schwerpunktmäßig unterschiedliche Aspekte der politischen, sozioökonomischen und kulturellen Entwicklung der deutschen Minderheit in der zentralasiatischen Republik. Der Fokus lag auf der sowjetischen und postsowjetischen Epoche – beginnend mit dem Großen Terror der Jahre 1937/38 über die Deportationen und Zwangsarbeit während des Deutsch-Sowjetischen Krieges bis hin zur Perestroika sowie den gegenwärtigen Aktivitäten der gesellschaftlichen Organisationen dieser nationalen Gruppe.

Zum Programm des Symposiums gelangen Sie hier:

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BKDR-Kalenderblatt des Monats „Dezember 2025“

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „Dezember 2025“ präsentieren.

Auch heuer hat das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR e.V.) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) einen Jahreskalender mit russlanddeutschem Themenbezug unter dem Titel „Russlanddeutsche Künstlerinnen und Künstler“ herausgegeben.

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Mitgliederversammlung des BKDR-Trägervereins

Am 28. November 2025 fand die jährliche Mitgliederversammlung des BKDR-Trägervereins statt. Nach einer Amtszeit von drei Jahren waren die Vereinsorgane neu zu wählen.

Ewald Oster, Gründungsmitglied und bisheriger Vorsitzender, wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Dem neugewählten Vorstand gehören an: Frau E. Albrandt, Herr R. Walter, Frau N. Geger, Herr H. Kratz sowie Herr E. Maul.

Ewald Oster nach seiner Wiederwahl am vergangenen Freitag.

Herr Oster bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder und äußerte seine Freude darüber, weitere drei Jahre die Erfolgsgeschichte des Kulturzentrum mitgestalten zu können.

Die vielfältigen Leistungen der Geschäftsleitung und der gesamten Belegschaft bezeichnete Herr Oster als vorbildlich, nachhaltig und ergebnisorientiert. Die kommenden drei Jahre werden v. a. durch das Vorhaben „Neubau“ geprägt sein, so Herr Oster.

Statistik des Monats „November 2025“

Nachdem wir im vergangenen Monat auf die „Politische Selbstwirksamkeit 2018 (nach Migrationshintergrund)“ präsentiert haben, erörtern wir in diesem Monat die „Parteipräferenz 2018 (nach Migrationshintergrund)“.

Die Ergebnisse des SVR-Integrationsbarometers 2018 zur Parteipräferenz entsprechen in vielen Punkten den angeführten Forschungsresultaten (Abb. 8.7). Im Vergleich zur Bevölkerung mit Migrationserfahrung bzw. ohne Migrationshintergrund favorisieren (Spät-)Aussiedler eher die Parteien CDU/CSU, Die Linke sowie die AfD. Mit etwa 36 Prozent präferieren sie die Unionsparteien aber nur wenig mehr als andere Zuwanderinnen und Zuwanderer (34 %). Eventuell war für diese Präferenz auch die Flüchtlingspolitik von CDU/CSU und SPD förderlich (Jacobsen/Kroh 2021: 498). Die Neigung zur Linkspartei ist bei (Spät-)Aussiedlern mit etwa 12 Prozent gegenüber anderen Zugewanderten (5 %) und der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (7 %) deutlich stärker ausgeprägt. In Bezug auf die Neigung zur AfD setzen sie sich vor allem von der Bevölkerung mit sonstiger Migrationserfahrung ab, die diese Partei so gut wie gar nicht wählt; die Werte sind jedoch auch höher als diejenigen der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.

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BKDR-Kalenderblatt des Monats „November 2025“

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „November 2025“ präsentieren.

Auch heuer hat das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR e.V.) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) einen Jahreskalender mit russlanddeutschem Themenbezug unter dem Titel „Russlanddeutsche Künstlerinnen und Künstler“ herausgegeben.

In diesem Monat stellen wir Ihnen die Künstler Nikolaus Rode, Maria Weiss und Sofia Stroh mit einem Auszug ihrer Werke sowie einigen persönlichen Informationen näher vor. Die gesamten Werke der etwaigen Künstlerinnen und Künstler finden Sie im Sammelband „Russlanddeutsche Malerinnen und Maler der Gegenwart“, erschienen im BKDR Verlag, auf dem der vorliegende Kalender 2025 basiert.

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30 Jahre Projektleiter der Wanderausstellung „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart.“

Jakob Fischer zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten der russlanddeutschen Gemeinschaft in Deutschland. Für sein Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Geboren im Jahr 1955 in Tobolino, dem heutigen Kasachstan, absolvierte Fischer ein Studium der Geschichte und Pädagogik. Zwischen 1977 und 1982 war er als stellvertretender Schulleiter in Leninskoje – heute Aktjubinsk – tätig. Doch seine wahre Leidenschaft galt stets der Musik und der Bewahrung der russlanddeutschen Kultur und damit verbunden seinem vielseitigem ehrenamtlichen Engagement. Mit Unterstützung des Deutschen Theaters initiierte er 1988 in Almaty das erste Festival der deutschen Kultur.

Im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ referiert Jakob Fischer zum Thema 30 Jahre Projektleiter der Wanderausstellung „Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart.“ und gibt tiefe Einblicke in seine damalige kulturelle Arbeit und Wissensvermittlung.

Viel Spaß bei dem Video!

Bundesweiter Vorlesetag 2025 – „Vorlesen spricht Deine Sprache“

Nehmen Sie Platz, machen Sie es sich gemütlich und lehnen Sie sich einen Moment zurück. Wir lassen den berührenden Text „Das Haus für dich“ von Hugo Wormsbecher vorlesen – einem Autor, der die russlanddeutsche Literatur geprägt hat. Gelesen von Michael Helm.

Vorlesen verbindet – über Generationen, Sprache und Lebensgeschichten hinweg. Deshalb steht der Bundesweite Vorlesetag heuer unter dem Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“. Dabei spielt es keine Rolle, ob jung oder alt, ob großes Publikum oder in einer kleinen, gemütlichen Runde: Während einer vorgelesenen Geschichte jeglicher Art entsteht ein gemeinsamer Raum. Man schenkt sich Aufmerksamkeit und teilt besondere Momente miteinander. Ob heiter, bewegend oder spannend, ist für den Moment erst einmal zweitrangig.

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„Deutsche Akteure in der imperialen Durchdringung Zentralasiens 1867 – 1917“

Dr. Lilija Wedel, Osteuropahistorikerin an der Universität Bielefeld, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, spricht im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ in ihrem Vortrag über „Deutsche Akteure in der imperialen Durchdringung Zentralasiens 1867 – 1917“:

Dahingehend gibt sie einen tiefen Einblick in die Kultur und Geschichte der Deutschen im späten Zarenreich, was gleichermaßen einen ihrer Forschungsschwerpunkte darstellt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Anschauen des Videobeitrags!