BKDR-Bildungsreise nach Georgien
Deutsche bzw. schwäbische Spuren prägen Georgien bis heute. Besonders eindrucksvoll lässt sich dieses Kulturerbe in Bolnisi, Asureti und Trialeti entdecken.
Ab 1817 kamen zahlreiche Siedler aus Württemberg in den Südkaukasus. Sie gründeten eigene Gemeinden, bauten Häuser, Kirchen und Schulen und brachten ihre Erfahrungen in Landwirtschaft, Weinbau und Handwerk ein. Noch heute erinnern viele Gebäude und Ortsstrukturen an diese Zeit.
Bolnisi, das frühere Katharinenfeld, entwickelte sich zu einer der bedeutendsten deutschen Siedlungen Georgiens. Im historischen deutschen Viertel sind noch Fachwerkhäuser, alte Straßenstrukturen und weitere Zeugnisse der ehemaligen Gemeinde erhalten.

Assureti, einst Elisabethtal, wurde 1818 von deutschen Siedlern gegründet. Bis heute zeugen historische Wohnhäuser, die ehemalige evangelisch-lutherische Kirche und der deutsche Friedhof von der Geschichte des Ortes.
Auch Trialeti hat deutsche Wurzeln. Der Ort hieß früher Alexandershilf und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Familien gegründet, die aus Elisabethtal kamen. Besonders die Milchwirtschaft und Käseproduktion spielten hier eine wichtige Rolle. Ein weithin sichtbares Zeugnis dieser Vergangenheit ist die 1906 errichtete evangelisch-lutherische Kirche.
1941 endete das deutsch geprägte Leben in diesen Siedlungen abrupt: Die deutsche Bevölkerung wurde von den sowjetischen Behörden nach Sibirien und Zentralasien deportiert. Geblieben sind zahlreiche Spuren einer mehr als hundertjährigen deutsch-georgischen Geschichte.
Nachstehend einige Eindrücke des weiteren Verlaufs der diesjährigen BKDR-Bildungsreise nach Georgien.














