Rudolf Fischer übergibt sein Kunstwerk an das BKDR

Ein besonderes Kunstobjekt bereichert künftig den Bestand materieller Kulturgüter des Kulturzentrums BKDR.

Der Nürnberger Künstler Rudolf Fischer fertigte eine einzigartige Leuchte mit dem künstlerisch gestalteten Motiv „250 Jahre Einladungsmanifest“ an und übergab dieses Unikat nun an das Kulturzentrum BKDR.

Auf dem Foto v. l. n. r.: Georg Reis, Rudolf Fischer.

Rudolf Fischer wurde im März 1945 in Deutschland geboren. Seine Familie wurde in die Sowjetunion repatriiert und lebte bis 1955 im Gebiet Krasnojarsk. Seine weiteren Lebensstationen waren Kasachstan sowie die russische Teilrepublik Tatarstan. 1993 kehrte Familie Fischer in ihre historische Heimat Deutschland zurück.

Der Kontakt mit dem Künstler kam durch Herrn Georg Reis vom Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) zustande.

Weiterlesen

Prof. Dr. Olga Litzenberger im Fachbeirat Kunst–Kultur–Wissenschaft der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland

Mit der Einrichtung eines neuen Fachbeirats für Kunst, Kultur und Wissenschaft erweitert die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland ihr internationales Engagement um einen weiteren wichtigen Schwerpunkt.

Der berufene Beirat hat die Aufgabe, die kulturellen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale deutscher Minderheiten und Gemeinschaften im Ausland stärker sichtbar zu machen und nachhaltig mit Deutschland zu vernetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Themen der Kultur- und Wissenschaftsdiplomatie, internationale Kooperationen im künstlerischen Bereich sowie die Bewahrung und Förderung des kulturellen Erbes deutscher Minderheiten weltweit. Ebenso zählen der Ausbau grenzüberschreitender Netzwerke sowie die gezielte Förderung junger Talente zu den zentralen Anliegen des Gremiums.

Wir gratulieren unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin Prof. Dr. Olga Litzenberger herzlich zu ihrer Berufung in den Fachbeirat Kunst–Kultur–Wissenschaft der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland. Zugleich wünschen wir dem neu berufenen Fachbeirat für seine zukünftige Arbeit viel Erfolg, inspirierende Impulse und ein stets erfolgreiches Wirken bei der Umsetzung seiner Vorhaben.

Internationaler Museumstag 2026

Seit 1978 wird der Internationale Museumstag jedes Jahr am 18. Mai gefeiert. In Deutschland findet er traditionell meist am zweiten oder dritten Sonntag im Mai statt. Der Aktionstag macht auf die vielfältige Museumslandschaft hierzulande aufmerksam und hebt die Bedeutung von Museen als Orte der Erinnerung, Bildung und kulturellen Begegnung hervor.

Zum diesjährigen Internationalen Museumstag präsentiert das Kulturzentrum BKDR sein innovatives Kulturangebot: Inzwischen umfasst das Projekt 29 virtuelle Rundgänge in den fünf Ländern Argentinien, Kasachstan, Russland, Ukraine und Usbekistan. Die interaktiven 360°-Touren eröffnen spannende Einblicke in Museen, Kirchen, Kultur- und Begegnungsstätten sowie weitere Erinnerungsorte der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum.

Die virtuellen Rundgänge machen kulturelles Erbe unabhängig von Zeit und Ort zugänglich und laden Besucher dazu ein, Aspekte der Geschichte und Kultur digital zu entdecken und zu erleben. Gleichzeitig verdeutlichen sie, welchen Beitrag Museen und kulturelle Einrichtungen auch im virtuellen Raum zur historischen Vermittlung und zum internationalen kulturellen Austausch leisten können.

Alle virtuellen Rundgänge des BKDR finden Sie unter folgendem Link:

https://bkdr.de/vrundgang/

Weiterlesen

BKDR-Orchester setzt in Würzburg musikalisches Zeichen für den Frieden

Mit seinem Konzert „Musik für den Frieden“ hat das BKDR-Orchester am Freitagabend beim 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg einen besonderen Akzent gesetzt. Unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ kommen in diesen Tagen Menschen unterschiedlichster Generationen, Hintergründe und Lebenswelten zusammen, um über Glauben, gesellschaftliche Verantwortung, Menschenwürde und Hoffnung ins Gespräch zu kommen, aber auch gemeinsam zu singen und musizieren.

Weiterlesen

„Akademische Viertelstunde“ mit Dr. Lilia Antipow

Heute war Dr. Lilia Antipow [Leitung Sachgebiet „Öffentlichkeits-, Medien- und Pressearbeit, Bibliothek“ im Haus des Deutschen Ostens (HDO) München] beim Kulturzentrum BKDR im Rahmen einer Aufnahme zur Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ in Nürnberg zu Gast.

Auf dem Foto sehen Sie v. l. n. r.: Stanimir Bugar, Lilia Antipow und Viktor Krieger.

Der Videobeitrag wird in absehbarer Zeit auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht werden. Folgen Sie uns auf allen Kanälen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

„100 Jahre Deutsche Diözese der ROKA“ in München

Vom 6. bis 8. Mai 2026 nahm Prof. Dr. Olga Litzenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR, an der internationalen wissenschaftlichen Konferenz „100 Jahre Deutsche Diözese der ROKA“ („ROKA“: Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland) in München teil.

Im Rahmen der Konferenz „Erbe und Berufung“ im Schloss Blutenburg hielt sie einen Vortrag zum Thema „Die ‚Russlanddeutschen‘ in den Gemeinden der Deutschen Diözese: Identität und konfessioneller Wandel“. Die Referenten kamen aus Deutschland sowie aus mehreren europäischen Ländern und den USA.

Weiterlesen

Verein für Heimat- und Familienforschung „Taurien“ zu Gast im BKDR

Der gemeinnützige Verein „Taurien“ wurde 2014 gegründet, um gemeinsam Ahnenforschung und historische Heimatkunde, vornehmlich zu den Deutschen aus dem Schwarzmeergebiet, zu betreiben. Die Aktivitäten des Vereins können sich sehen lassen, u. a. durch die Publikation überarbeiteter Kirchenbuchduplikate, von Erinnerungen oder Biographien.

Seit einiger Zeit hat sich eine Zusammenarbeit des Vereins mit unserem Kulturzentrum angebahnt. So fanden am 2. Mai 2026 die diesjährige Mitgliederversammlung sowie die Vorstellung aktueller Projekte des Vereins in den Räumlichkeiten des BKDR statt.

Hier möchten wir auf einige Vorhaben kurz eingehen. In ihrem Vortrag präsentierte die Vorsitzende des Vereins, Elena Logvenov, Ergebnisse einer detaillierten Analyse bislang unbekannter Archivdokumente über den Verlauf der zweiten Ansiedlungswelle an die Molotschna (1808–1810). Bislang wurde in der Literatur meistens nur die erste, zahlenmäßig größere Einwanderung der Jahre 1803–1805 näher untersucht.

Natalja Freudenberg unternahm einen vielversprechenden Versuch, eine Art Konkordanz-Datenbank zu erstellen, die die unterschiedlichen Benennungen deutscher Ortschaften aus beliebigen Zeitperioden miteinander verbinden würde. Bekanntlich erlebten solche Siedlungen seit ihrer Gründung bis zu mehrere Dutzend Umbenennungen, beginnend mit dem Ersten Weltkrieg und Russlands Kampf gegen den „inneren Deutschen“, ganz zu schweigen von Sowjetismen und der Ausradierung alles Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Weiterlesen

Prof. Dr. Oliver Reisner: „Zur Gegenwart des kulturellen Erbes der schwäbischen Kolonisten in Georgien“

Prof. Dr. Oliver Reisner ist Historiker und Politikwissenschaftler mit den Forschungsschwerpunkten Georgien, Kaukasus und Osteuropa. An der Ilia State University in Tiflis beschäftigt er sich insbesondere mit Fragen der Nationsbildung, Erinnerungskultur sowie der europäischen Integration im Südkaukasus. Darüber hinaus wird er regelmäßig als Experte für politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Georgien und der Kaukasusregion hinzugezogen.

Im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ hielt er einen Vortrag zum Thema „Zur Gegenwart des kulturellen Erbes der schwäbischen Kolonisten in Georgien“:

Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen des Videobeitrags!

BKDR-Orchester beim Katholikentag 2026 in Würzburg

Das BKDR-Orchester nimmt am 104. Deutschen Katholikentag 2026 in Würzburg teil und lädt im Rahmen dieser bundesweiten Großveranstaltung der katholischen Kirche in Deutschland zu einem besonderen Konzert unter dem Titel „Musik für den Frieden“ ein:

Freitag, 15. Mai 2026
20:00–21:00 Uhr
Posthalle, Bahnhofplatz 2, 97070 Würzburg

Unter der Leitung von Ewald Oster und gemeinsam mit der Sängerin und Kulturschaffenden Helena Goldt erwartet Sie ein eindrucksvolles musikalisches Erlebnis.

Der Katholikentag, der sich über fünf Tage erstreckt und rund 700 Veranstaltungen umfasst, bietet Raum für Austausch, Inspiration und gemeinsames Nachdenken über eine zukunftsfähige Gesellschaft – getragen von der Idee der Menschenwürde und christlicher Hoffnung. Das BKDR-Konzert „Musik für den Frieden“ setzt dabei einen besonderen klanglichen Akzent.

Anreise:

Weiterlesen

Gedenkakt zu Ehren von Viktor Diesendorf

Am 3. Mai 2026 gedachten Verwandte und Wegbegleiter des am 28. April 2025 verstorbenen Viktor Diesendorf, eines Historikers und Publizisten wolgadeutscher Herkunft. Auf Einladung der Organisatoren nahm Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums BKDR, am Gedenkakt in Rottenburg am Neckar teil. Die Trauerschleife trug die Inschrift „In würdevoller Erinnerung – Wegbegleiter und BKDR“.

Viktor Diesendorf (russisch: Viktor Friedrichowitsch Diesendorf, 1951–2025) war ein russlanddeutscher Historiker, Sprachforscher und Publizist. Als Nachfahre deutscher Siedler an der Wolga gehörte er zum Personenkreis der Wolgadeutschen. Er forschte und veröffentlichte zur Geschichte, Demographie, Sprache und Kultur der Deutschen in Russland.

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählten die deutschen Siedlungen, die Geschichte der Wolgadeutschen sowie Dialekte und Sprache. Zudem war er Verfasser eines umfangreichen „Deutsch-russischen Wörterbuchs der wolgadeutschen Marxstädter Mundart“. Diesendorf gilt als wichtige Persönlichkeit für die Aufarbeitung der Geschichte der Russlanddeutschen, die Bewahrung der wolgadeutschen Dialekte sowie für die kulturelle Identität der Wolgadeutschen.

Weiterlesen