Tag der Begegnung mit Kaukasusdeutschen im Donauschwäbischen Zentralmuseum (DZM) Ulm

Am 8. Juni fand die lang ersehnte Begegnung mit den Kaukasusdeutschen in Ulm statt. Auf Initiative von Walli und Paul Schüle hat das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) die Veranstaltung „Tag der Begegnung mit Kaukasusdeutschen“ organisiert und im Donauschwäbischen Zentralmuseum (DZM) durchgeführt.


Die zahlreichen Gäste starteten mit einem Stehimbiss in die Veranstaltung, dem ein Festakt an der Gedenktafel gewidmet der „Auswanderung in den Südkaukasus“ mit anschließender Kranzniederlegung am Ahnen-Auswanderungsdenkmal der Donauschwaben am naheliegenden Ufer der Donau vorausging.

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Russlanddeutsches Kirchenfest in Kassel

Am 30. Juni 2024 (Sonntag) findet in der Evangelischen Immanuelkirche (Wissmannstr. 66, 34123 Kassel) das russlanddeutsche Kirchenfest mit dem Titel „Leben in zwei Kulturen“ statt.


Beginn der Veranstaltung ist um 10 Uhr mit einem Gottesdienst der Bischöfin Dr. Hofmann, gefolgt von Auftritten der Chöre „Berjoska“ und „Echo“ sowie dem Gesangsensemble „Liederkranz“.

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Wolgadeutsches Liedgut in Lateinamerika: Konzert mit Germán Sack

Am 5. Juli 2024 (Freitag) um 18 Uhr wird der deutsch-argentinische Musiker, Komponist und Sänger Germán Sack ein Konzert im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) spielen und einen tiefen Einblick in das wolgadeutsche Liedgut in Lateinamerika geben. Liedermacher Germán Sack wird auf seinem Hackbrett musizieren und sein Spiel gesanglich gekonnt begleiten.


Beim Hackbrett handelt es sich um ein vielseitiges Saiteninstrument. Die Saiten werden bei diesem eindrucksvollen Instrument über einen trapezförmigen Klangkörper aus Holz gespannt und an den entsprechenden Wirbeln befestigt. Im Zuge dessen hat man die Möglichkeit, sowohl durch Zupfen mit den Fingern als auch mit passenden Schlägeln die klangvollen Saiten zum Schwingen zu bringen.

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BKDR-Bildungsreise 2024: „Auf deutschen Spuren in Georgien“

Vom 24. September bis zum 1. Oktober 2024 führt das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) erneut eine Bildungsreise nach Georgien mit dem Titel „Auf deutschen Spuren in Georgien“ durch.

BKDR-Bildungsreise 2023 nach Georgien.

Im Rahmen dieser Exkursion wird vier Tage lang ein geführtes Programm angeboten. Zwei weitere Tage bieten Raum für eine individuelle Tagesgestaltung. Hinzu kommen noch der An- und Abreisetag.

Mehr Informationen zur BKDR-Bildungsreise nach Georgien finden Sie im Programm, das Ihnen nachfolgend als Download zur Verfügung steht:

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Statistik des Monats „Mai 2024“

Nachdem wir im vergangenen Monat die „Bevölkerung 2018 nach Wohnbesitzverhältnissen und durchschnittlicher Miethöhe in Prozent“ vorgestellt haben, präsentieren wir Ihnen in diesem Monat die „Einschätzung der eigenen Deutschkenntnisse 2020 (nach Migrationshintergrund)“.

Die Ergebnisse des SVR-Integrationsbarometers 2020 bestätigen frühere Erkenntnisse (Köppen 2018: 116; Worbs et al. 2013: 142–145), nach denen (Spät)Aussiedlerinnen und (Spät)Aussiedler ihre Deutschkenntnisse als besser einschätzen, als dies andere Gruppen von Zugewanderten tun (Abb. 5.1). So beurteilen 92 Prozent der selbst zugewanderten (Spät)Aussiedlerinnen und (Spät)Aussiedler ihre Deutschkenntnisse als „gut“ oder „sehr gut“ – gegenüber 80 Prozent bei den anderen Personen mit Migrationserfahrung. Vor allem der Anteil derjenigen, die ihre Deutschkenntnisse als „sehr gut“ bezeichnen, ist bei Letzteren mit 27 Prozent viel geringer als bei (Spät)Aussiedlerinnen und (Spät)Aussiedlern mit 45 Prozent.

Innerhalb der (Spät)Aussiedlerbevölkerung sind die Deutschkenntnisse der postsowjetischen Zugewanderten – nach eigener Einschätzung – mit 90 Prozent „sehr guten“ und „guten“ Kenntnissen etwas schlechter als diejenigen der Zugewanderten aus anderen Geburtsländern mit 97 Prozent.

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Erster Universitätsprofessor aus dem Umfeld der Siedler-Kolonisten

(Dokument des Monats)

Friedrich Knauer (1849-1917) aus Sarata war eine bemerkenswerte Persönlichkeit unter den ehemaligen deutschen Kolonisten in Bessarabien und weit darüber hinaus, da er der erste Universitätsprofessor aus dem Umfeld der deutschen Siedler im Russischen Reich war. Mit dem folgenden Dokument möchten wir seine handschriftliche Bittschrift aus dem Jahr 1881 vorstellen, in der der zukünftige Professor um ein sogenanntes Professorenstipendium ersuchte. Aus dieser Eingabe erfahren wir wichtige Einzelheiten über seinen bisherigen Bildungs- und Berufsweg.

Fragment der Eingabe von Friedrich Knauer 1881. @ Estnisches Nationalarchiv (das vollständige Dokument sowie seine Transkription siehe die Dateien am Ende des Beitrags):

Die Bittschrift ist ein seltenes zeitgeschichtliches Dokument aus der Feder eines Siedler-Kolonisten in Russland, der aus ärmeren, bäuerlichen Verhältnissen stammte und eine erfolgreiche akademische Laufbahn einschlug, obwohl er die russische Staatsprache erst im Erwachsenenalter erlernte. Eine Besonderheit in Bezug auf den Schreibstil fällt auf: Knauer berichtet von sich selbst in der dritten Person, wie in der damaligen Zeit üblich.

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Literarisches Kulturerbe der Russlanddeutschen

In diesem Buch erwartet Sie eine bunte Mischung literarischer Formen und Blickwinkel...

In einem Lexikon wird Literatur folgendermaßen definiert: Sie ist „Gesamtheit der schriftlich niedergelegten Äußerungen, im engeren Sinn das gesamte schöngeistige Schrifttum“. Da stellen sich unweigerlich solche Fragen wie: Was wissen wir z. B. über das Leben und Werk eines wolga- bzw. schwarzmeer- oder sowjetdeutschen Schriftstellers, Literaten, Redakteurs, Journalisten, Verlagsmitarbeiters, Sprachwissenschaftlers oder Autoren von Schulbüchern? Was ist uns über ihre schöngeistigen Werke und ihr gesamtes Schrifttum bekannt? Wie wurden sie von den gesellschaftspolitischen Entwicklungen ihrer Zeit geprägt und wie haben sie selbst die damaligen kulturellen und literarischen Prozesse beeinflusst?

Die gesamte Thematik des „Literarischen Kulturerbes“ im breiten Sinne des Wortes gehört zu den Kernaufgaben des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR). Neben der Zugänglichmachung von zeithistorischen Werken und Quellen wird das besondere Augenmerk auf einige, bislang kaum erforschte Aspekte der nationalen Literaturgeschichte gelegt.

Zuerst wurden die Schicksale der sowjetdeutschen Kulturschaffenden in der Ukrainischen Unionsrepublik der Zwischenkriegszeit beleuchtet. Seit Beginn der 1930er Jahre wurde die überwiegende Mehrheit ihrer Vertreter in einer Reihe von Strafprozessen unter absurden Beschuldigungen verhaftet und zu mehrjähriger Lagerhaft oder zur Erschießung verurteilt [erste Hinweise hierzu finden Sie HIER!]. Die Auswertungen der entsprechenden Untersuchungsakten aus den ukrainischen Archiven der Staatssicherheit (Служба безпеки) erlauben es, neue Erkenntnisse über das literarische und kulturelle Leben der Deutschen in der Ukraine zu gewinnen und Biografien der verfolgten Intellektuellen in wesentlichen Punkten zu vervollständigen. Häufig konnte der Lebenslauf einer Person erst aus den Strafakten erstellt werden, da über sie bislang kaum etwas bekannt war.

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Tag der Begegnung mit Kaukasusdeutschen

Am 8. Juni 2024 (Samstag) veranstaltet das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) von 12 – 16 Uhr den Tag der Begegnung mit Kaukasusdeutschen im Donauschwäbisches Zentralmuseum in Ulm (Schillerstraße 1, 89077 Ulm).

Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 50 Personen beschränkt. Der Teilnehmerbeitrag liegt bei 10 Euro pro Person ist und beim Betreten des Museums zu entrichten. Namentliche Anmeldungen sind erforderlich.

Das Programm und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Dokument.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
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BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ in Ochsenfurt

Die BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ ist noch bis zum 26. Mai 2024 (Sonntag) in Ochsenfurt in der Stadtpfarrkirche St. Andreas (Kirchpl. 1, 97199 Ochsenfurt) zu den regulären Öffnungszeiten zu besichtigen und für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Kostenlose Begleitbroschüren zur Ausstellung sind ebenfalls zum Mitnehmen vor Ort ausgelegt worden.

Die entsprechende Broschüre steht Ihnen zusätzlich in digitaler Form unter dem nachfolgenden Link zur Verfügung:

https://bkdr.de/file/BKDR_Begleitbroschuere_WA_religLeben.pdf

Wir danken Albina Baumann und Pfarrer Possmayer für die Vermittlung des gut frequentierten Ausstellungsortes sowie Pfarrer Sternagel für die Präsentationsmöglichkeit unserer Wanderausstellung in Ochsenfurt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

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Mehr 2,5 Millionen Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion gehören zum Gesellschaftsbild der Bundesrepublik. Viele von ihnen sind Mitglieder in örtlichen evangelischen oder katholischen Kirchengemeinden. Die Russlanddeutschen bringen ein facettenreiches religiöses Leben und eine bewegende Geschichte mit sich, jedoch ist diese in der Gesamtgesellschaft noch nicht hinlänglich bekannt – genau dies möchten wir ändern!

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„Die Wolgadeutschen in Argentinien seit 1878: Vorgestern Deutsche, gestern „Russen“, heute Argentinier. Und morgen?“

Heute war Prof. Dr. René Krüger im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) zu Gast, um einen Vortrag mit dem Titel „Die Wolgadeutschen in Argentinien seit 1878: Vorgestern Deutsche, gestern „Russen“, heute Argentinier. Und morgen?“ zu halten.

Neben der Darstellung der Auswanderungsgeschichte der Wolgadeutschen speziell nach Argentinien wurde ersichtlich, welche weiteren Bevölkerungsgruppen zur damaligen Zeit nach Argentinien ausgewandert sind und aufgrund welcher Push- und Pull-Faktoren diese großräumigen Bewegungen überhaupt zustande gekommen sind. Dabei standen vorwiegend deutsche, englische, aber auch italienische Häfen im Mittelpunkt der Betrachtung, von denen aus sich Segeldampfer (Segelschiffe mit Dampfantrieb) auf den Weg nach Amerika machten. Zusätzlich wurde erörtert, welchen Herausforderungen sich die Wolgadeutschen sowohl damals als auch heute noch stellen müssen.

Im Anschluss an den anschaulichen Vortrag folgte eine lebendige und aufschlussreiche Diskussion mit vielen neuen Erkenntnissen und wertvollen Beiträgen aus dem Auditorium.

Wir danken dem Referenten und allen interessierten Gästen für den gelungen Vortragsabend.

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Tagung und Workshop für junge Autorinnen und Autoren

(u. a. mit Eleonora Hummel und Artur Rosenstern)

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland veranstalten eine Tagung für junge und junggebliebene Autorinnen und Autoren in Nürnberg, die vom 14.06. bis zum 16.06.2024 stattfindet.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt!

Zielgruppe: junge und „junggebliebene“ Autorinnen und Autoren. Die Voraussetzung ist: gute bis stilsichere Beherrschung der deutschen Sprache. 

Bild (c) Depositphotos

Ziel des Workshops: Professionalisierung von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR, Vernetzung und Erfahrungsaustausch. Auch sollen u. a. Themen wie Herausforderungen bei der Realisierung von Publikationsprojekten, bei deren Vermarktung und Präsenz von Autorinnen und Autoren in den deutschen Medien diskutiert werden. Von dieser Zielsetzung ausgehend werden folgende theoretische Blöcke angeboten, denen praktische Teile und die gemeinsame Diskussion folgen sollen:

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BKDR-Kalenderblatt des Monats

Beim BKDR-Kalenderblatt des Monats „Mai 2024“ geht es um das BKDR-Videoprojekt „Deutsche Siedlungen im Porträt“. Bei der großangelegten BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ werden frühere deutsche Siedlungen auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion mittels Videobeiträgen vorgestellt – bisher in deutscher und russischer Sprache.

Zu den Beiträgen gelangen Sie auf unserem YouTube-Kanal in der entsprechenden Playlist oder dem QR-Code auf dem Kalenderblatt [unten als Download verfügbar].

Das einzigartige deutsche Kulturerbe verschönert auch heute noch die Weiten der Nachfolgestaaten der einstigen UdSSR und ist ein wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum – sowohl im In- als auch im Ausland. In den Videos geht es um die Entstehungsgeschichte sowie den Werdegang der etwaigen Siedlungen. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Situation der Deutschen aus den Herkunftsgebieten im Spiegel der damaligen politischen Machtverhältnisse, den geographischen Gegebenheiten und die Ausübung ihrer Religion.

Begeben Sie sich auf eine spannende und ereignisreiche Reise in die Vergangenheit, um mehr über das damalige Leben der Deutschen aus Russland zu erfahren.

Viel Spaß beim Anschauen der einzigartigen Videobeiträge – über ein Abonnement auf YouTube freuen wir uns sehr!

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Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) beim BKDR

Heute war Frau Dr. Nino Aivazishvili-Gehne vom Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg für ein Informationsaustausch beim BKDR zu Gast. Seit März 2024 ist Dr. Aivazishvili-Gehne Projektmitarbeiterin an der Forschungsstelle „Kultur und Erinnerung. Heimatvertriebene und Aussiedler in Bayern“, die von der anerkannten und qualifizierten Osteuropaforscherin Prof. Dr. Katrin Boeckh geleitet wird.

Frau Aivazishvili-Gehne informierte sich über die vielseitigen und innovativen Aktivitäten des Bayerischen Kulturzentrums und wurde dabei von unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger durch das Zentrum geführt. Hervorgehoben wurden die kulturellen, publizistischen und wissenschaftlichen Wirkungsfelder. Ferner hat Aivazishvili-Gehne ihr aktuelles Projekt zu den Prozessen der politisierten Identitätsbildung bei den Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion vorgestellt.

In einem intensiven und konstruktiven Austausch wurden neue Projektanregungen und etwaige Ideen besprochen sowie gleichermaßen Bereiche einer künftigen Zusammenarbeit ins Auge gefasst.

Geschichte Für Alle e.V.- Institut für Regionalgeschichte zur Weiterbildung beim BKDR

Im Rahmen einer Weiterbildung war eine mehr als 20-köpfige Delegation von Geschichte Für Alle e.V.- Institut für Regionalgeschichte in den Räumlichkeiten des Bayerisches Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR).

Nach der Begrüßung der Gäste und einer thematischen Einführung durch Waldemar Eisenbraun (Geschäftsleitung) sowie der Vorstellung der Wirkungsbereiche und Schwerpunkte des Kulturzentrums anhand einiger Beispiele durch Stanimir Bugar (Eventmanagement), präsentierte Dr. Viktor Krieger (wissenschaftlicher Mitarbeiter) mittels eines Fachvortrages eine der BKDR-Wanderausstellungen „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“. Es entwickelte sich eine lebhafte und konstruktive Diskussion mit interessanten Fragestellungen und Erkenntnissen.

Im Anschluss an die Weiterbildung nahmen die Teilnehmer an der BKDR-Stadtführung „Russlanddeutsche Spuren in Nürnberg“ teil.

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Rechtschreibreform in der wolgadeutschen Republik

Dokument des Monats

Ausschnitt, Vollständiges Dokument s. unten Bild 1.

Im Deutschen Reich und in anderen deutschsprachigen Ländern hatte es eine lange Tradition und aktive Vorstöße gegeben, die zur Reform der deutschen Rechtschreibung, vor allem im 19. Jahrhundert, führten. Die Idee der Vereinfachung der deutschen Sprache blieb auch im 20. Jahrhundert präsent und mündete zuletzt in der allbekannten und bis  heute umstrittenen Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996.

Ähnliche Bestrebungen und Versuche hatte es ebenfalls in der UdSSR in den deutschen Siedlungsgebieten in der Zwischenkriegszeit, etwa in der Ukrainischen Sowjetrepublik gegeben, doch vielmehr noch in der autonomen Republik der Wolgadeutschen. Auf den ersten Blick mag es überraschend erscheinen, weil in der wolgadeutschen Republik weniger als ein Prozent der weltweiten deutschsprachigen Bevölkerung lebte. Andererseits darf man den welthistorischen Anspruch der marxistisch-leninistischen Ideologie nicht unterschätzen: Man verstand sich quasi als erster und einziger deutscher sozialistischer Staat der Welt, der sich den Weg zur höchsten Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung bahnte, nämlich zum Kommunismus. Daher sahen sich die Partei- und Staatsspitze der autonomen Republik befugt, jegliche Frage und jegliches Problem der Welt anzugehen und Lösungen zu präsentieren.

Als Anlass diente die allgemeine Feststellung, dass „unsere deutschen Schulen in Bezug auf die Erfolge der Rechtschreibung weit hinter den russischen zurückbleiben“, weil „in der russischen Sprache die Rechtschreibung bedeutend vereinfacht, während in der deutschen die alte deutsche Rechtschreibung, die bekanntlich noch hinter der alten russischen zurücksteht, beibehalten wird.“ (Zur Reform der russ. Sprache von 1918 siehe den ausführlichen Bericht hier …)

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Akademische Viertelstunde mit Hermina Wagner

Hermina „Minna“ Wagner (Aschaffenburg), die als Stimme des deutschen Hörfunks in Kasachstan sehr bekannt war, kam Mitte der 1960er Jahre zum Deutschen Radio Alma-Ata und war bis 1990 als Ansagerin und Redakteurin tätig. Auch als Sängerin machte sie die deutschen Sendungen zu einem einzigartigen Erlebnis. Besonders beliebt waren dabei ihre Wunschkonzerte.

Im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ spricht sie über „Die 25-jährige persönliche Geschichte beim Deutschen Rundfunk in Alma-Ata (Kasachstan)“ und gibt einen tiefen Einblick in ihren damaligen Arbeitsbereich.

Nachstehend der Videobeitrag auf unserem YouTube-Kanal:

Viel Spaß beim Anschauen – vergessen Sie nicht unseren YouTube-Kanal zu abonnieren!

„Familien- und Biographieforschung im Kontext der russlanddeutschen Geschichte“

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger nahm am Schreibwerkstatt-Workshop mit dem Titel „Trage die Geschichte deiner Familie in die nächste Generation“ teil, der vom 6. bis zum 7. April 2024 im HdH Nürnberg stattfand. Organisiert und durchgeführt wurde die Veranstaltung von Dorothea Walter. Krieger hielt einen Fachvortrag zum Thema „Familien- und Biographieforschung im Kontext der russlanddeutschen Geschichte“.

Dr. Krieger während seines Vortrags.

Nach einem geschichtlichen Überblick berichtete Dr. Krieger über seine Erfahrungen bei der Erforschung von genealogischen und lebensgeschichtlichen Fragestellungen. Biographieforschung und Familienforschung sind miteinander stark verbunden, „jedoch beschäftigt sich Biographieforschung vorwiegend mit der Erforschung individueller Lebensläufe und weniger mit dem Zusammenhang ganzer Familien als Gruppe und Gemeinschaft“.

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BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ beim Verband der Nachfahren der Wolgadeutschen von Gualeguaychú (ADAVG) in Argentinien

Am 14. April 2024 fand in den Räumlichkeiten des ADAVG ein Vortrag von Dr. René Krüger zum Thema „Die Religiosität der Wolgadeutschen“ statt. Im Zuge dessen wurde die BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ in spanischer Sprache ausgestellt sowie unter anderem Publikationen aus dem BKDR Verlag präsentiert. Zusätzlich hatte man Einsicht auf historische Bücher und Fotos über die Religion der Einwanderer aus dem Museumsraum „Jakob Riffel“ und konnte Forschungsbücher aus der örtlichen Bibliothek einsehen. Mehr als 50 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.

Der Präsident des Verbandes der Nachfahren der Wolgadeutschen von Gualeguaychú, Leandro Hildt, machte vor dem wissenschaftlichen Vortrag in seinem Grußwort auf den „Tag des wolgadeutschen Einwanderers“ in Argentinien aufmerksam und lud zum Gedenken und Erinnern ein. Im Anschluss an den sehr informativen Vortrag seitens Dr. Krügers blieb ausreichend Zeit für eine ausgiebige und konstruktive Diskussion zwischen dem Referenten sowie den zahlreichen Zuhörern.

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Deutsches Kulturforum östliches Europa – Ein Blick hinter die Kulissen

BKDR-Geschäftsleiter Waldemar Eisenbraun war am 10. April 2024 anlässlich eines Arbeitstreffens mit dem Direktor des Deutsches Kulturforum östliches Europa, Herrn Dr. Harald Roth, in Potsdam vor Ort.

Eisenbraun wurde die etablierte Einrichtung gezeigt und bekam zahlreiche Fragen zu organisatorischen Abläufen, Personaleinsatz, technischer Ausstattung u. v. m. beantwortet. Es ging jedoch gleichermaßen um Preise und Stipendien, die das Kulturforum turnusmäßig verleiht. Informationen diesbezüglich finden Sie HIER!


Auf dem Foto sehen Sie Waldemar Eisenbraun und Dr. Harald Roth.

Als Geschenk überreichte Herr Eisenbraun unser illustriertes Kinderbuch „Von der Donau an die Wolga… und zurück“, das vor wenigen Wochen im BKDR-Verlag erschienen ist. In den Bücherregalen des Kulturforums lassen sich unter anderem die Ortslexika der Wolgadeutschen finden, die ebenfalls aus dem BKDR Verlag stammen.

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BdV-Jahresempfang

9. April 2024, Berlin

Gerne folgte das BKDR der Einladung des BdV – Bund der Vertriebenen zum traditionellen Jahresempfang nach Berlin. BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius hielt eine überzeugende Rede mit Bezug zu vielen aktuellen Themen.


Auf dem Foto sehen Sie Waldemar Eisenbraun und Dr. Bernd Fabritius.

Die Fotos dokumentieren die zentralen Aspekte einer solchen Veranstaltung:

– Wiedersehen und Austausch mit fachkundigen Persönlichkeiten

– gelebte Vernetzung und gegenseitige Wertschätzung

– Entstehen von neuen Kontakten und Projektideen

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