Dr. Harald Roth beim BKDR

Vergangene Woche war Dr. Harald Roth (Direktor des Potsdamer „Deutschen Kulturforums östliches Europa“) beim Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) für ein Kennenlerntreffen in Nürnberg zu Gast.

Kennenlerntreffen beim Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (v. l. n. r.): Waldemar Eisenbraun, Harald Roth und Viktor Krieger.

Neben der gegenseitigen Vorstellung beider Institutionen ging es darum, über Möglichkeiten zu sprechen, die eine beständige Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Kulturforum östliches Europa sowie dem BKDR fördern, was unter anderem die Geschichte und Kultur der deutschen Minderheit in Russland und anderen postsowjetischen Staaten betrifft. Erörtert wurden ebenfalls Fragen der Intensivierung des gegenseitigen Informationsaustausches wie bspw. auf den Seiten des Periodikums des Kulturforums, der „KK – Kulturkorrespondenz östliches Europa“.

Bundesweiter Vorlesetag 2021 – „Freundschaft und Zusammenhalt“

Nehmen Sie Platz und machen Sie es sich kurz gemütlich, lehnen Sie sich zurück.

Vorlesen verbindet in jeglicher Hinsicht. Deshalb lautet das Motto des Aktionstages heuer „Freundschaft und Zusammenhalt“. Dabei ist es vollkommen nebensächlich, ob man jung oder alt ist und vor einem großen Publikum oder doch in einer gemütlichen Atmosphäre vorliest – und zuhört. Denn: Während der vorgetragenen Geschichte verbindet die Vorleser und Zuhörer eine gemeinsame Sache. Man schenkt sich gegenseitige Aufmerksamkeit und teilt außergewöhnliche Momente miteinander, wobei es überhaupt keine Rolle spielt, ob diese lustiger, trauriger oder spannender Natur sind.

Aus genau diesem Grund beteiligen wir vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) uns gerne am 18. Bundesweiten Vorlesetag mit dem Stück „Der Wolf“ von Nelly Wacker aus dem Hörbuch:

„Literarische Nachklänge” – Eine Audioreise durch die russlanddeutsche Literatur.

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Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Charkiw (Ukraine)

Daniel Nevaril vom Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg ist für die Betreuung mehrerer Städtepartnerschaften zuständig. Vor wenigen Tagen erst kam er aus Charkiw in der Ukraine zurück – die Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Charkiw hat bereits seit 1990 Bestand. Weitere Informationen dazu finden Sie HIER.

Auf dem Foto sehen Sie links Waldemar Eisenbraun (Geschäftsleitung des BKDR) sowie Daniel Nevaril (Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg).
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BKDR-Ausstellung bei der Bundesversammlung des Martin-Luther-Bundes

Die Delegierten bei der Bundesversammlung des Martin-Luther-Bundes. Foto: Martin-Luther-Bund (Trieschmann).

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) konnte seine Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ auf der jährlichen Bundesversammlung des Martin-Luther-Bundes am 8. und 9. Oktober 2021 in der Lutherstadt Wittenberg präsentieren.

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Gedenktafel für Opfer von Deportation in Gnadentau (Russland)

Foto: Anatoly Sjakin, Vorsitzender des Kirchenrates der evangelisch-lutherischen Gemeinde Gnadentau.

Mit Unterstützung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) wurde am 26. September 2021 in der ehemaligen deutschen Siedlung „Gnadentau“ (Wolgograder Gebiet) am Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Gemeinde eine Gedenktafel für die Opfer der Deportation angebracht und feierlich eingeweiht. Bei dem Gemeindehaus handelt es sich um ein ehemaliges Pastorat- und Schulgebäude, das jetzt die Funktion einer Kirche erfüllt. Die deutsche Kolonie Gnadentau wurde 1860 gegründet. Die Bevölkerung von Gnadentau wurde 1941 deportiert. Das Dorf selbst wurde am 31. März 1944 umbenannt in Werchnij Jeruslan. Ein Denkmal wurde ebenfalls in der Nähe der evangelisch-lutherischen Kirche auf Kosten von Nachkommen ehemaliger Einwohner von Gnadentau errichtet.

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Eine Tischmedaille: In Erinnerung an eine berühmte deutsche Kolchose in Kasachstan

Für die Septemberausgabe des „Dokument des Monats“ wurde diesmal nicht wie üblich ein Schriftstück, sondern ein aufschlussreicher Gegenstand aus unserer Sammlung gewählt. Es handelt sich um eine sogenannte „Tischmedaille“, die an den berühmten landwirtschaftlichen Betrieb in der einstigen UdSSR, der Kolchose „30 Jahre der Kasachischen Unionsrepublik“, Gebiet Pawlodar (Kasachstan) sowie an ihren legendären Leiter, dem „Held der sozialistischen Arbeit“, Jakob Häring (Gering) erinnert. Die meisten Beschäftigten waren Deutsche, sodass dieser Agrarbetrieb sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch im Selbstverständnis der Betroffenen als „deutsche Kolchose“ fungierte.

Vorderseite der Tischmedaille „30 Jahre der Kasachischen Unionsrepublik“
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Einst streitbarer und nun geläuterter atheistischer Propagandist

David Penner (1904–1993) war Ende der 1920er bis Anfang der 1930er Jahre einer der aktivsten atheistischen Propagandisten in der UdSSR, der v. a. die mennonitische Glaubensgemeinschaft stark unter Beschuss nahm. Seinen Lebenslauf finden Sie HIER.

Allein oder auch gemeinsam mit dem Biologen Heinrich Friesen, der später zum bekannten Wissenschaftler und Professor am Institut für experimentelle Biologie in Moskau aufsteigen sollte, verfasste Penner in den Dreißigern zahlreiche Pamphlete und antireligiöse Propagandaschriften. Beide stammten bezeichnenderweise selbst aus den mennonitischen Siedlungen in der Südukraine.

Diese unzweifelhaften Verdienste um den „Aufbau des Sozialismus“ schützten allerdings nicht vor Verfolgungen und Repressionen: Heinrich Friesen wurde im März 1938 vom NKWD verhaftet und einige Monate später erschossen. Penner erlebte Deportationen und musste Zwangsarbeit in den Kohlegruben in Kusbass (Westsibirien) in der Stadt Prokopjewsk leisten. In den Nachkriegsjahren unterrichtete er an verschiedenen Schulen und Hochschulen Physik; ab 1965 wirkte David Penner mehr als 30 Jahre lang als Leiter und Professor des Lehrstuhls für theoretische Physik an der Pädagogischen Hochschule in Wladimir, Zentralrussland.

Durch diese Lebenserfahrungen sichtlich geläutert und eines Besseren belehrt, äußerte sich der Wissenschaftler von nun an sehr kritisch über die aggressive und plumpe antireligiöse Propaganda der Nachkriegsjahre. Hierzu sein bemerkenswerter Brief vom 2. April 1967 an den Chefredakteur der Tageszeitung „Freundschaft“, Alexej Schmelew. Die Zeitung wurde seit Januar 1966 in der Stadt Zelinograd/Kasachstan (danach Astana, heute Nur-Sultan genannt), in deutscher Sprache herausgegeben.

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Gedenkakt anlässlich 80 Jahre Deportation der Russlanddeutschen in der Sowjetunion

Im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) fand heute (coronabedingt mit behördlich begrenzter Teilnehmerzahl) ein Gedenkakt zu Ehren der unzähligen russlanddeutschen Opfer von Deportation und Zwangsarbeit statt.

V. l. n. r.: Hörst Göbbel, Viktor Krieger, Ewald Oster, Sabrina Frank, Natalie Keller, Michael Frieser, Werner Henning, Rudi Walter.

Unter den hochkarätigen Gästen fanden sich neben Ewald Oster (Vorstandsvorsitzender des BKDR und der LmDR Bayern) sowie Rudi Walter (stellv. Vorstandsvorsitzender des BKDR und stellv. Landesvorsitzender der LmDR) unter anderem Michael Frieser (Mitglied des Deutschen Bundestages, CSU), Natalie Keller (Mitglied der Stadtratsfraktion Nürnberg, Bündnis 90/Die Grünen), Werner Henning (Mitglied der Stadtratsfraktion Nürnberg, CSU), Horst Göbbel (Vorsitzender des HdH) sowie Nina Paulsen (Journalistin und Redakteurin, „Volk auf dem Weg“) wieder.

Dr. Krieger, wissenschaftlicher Mitarbeiter des BKDR, hielt einen Fachvortrag über den Erlass des Obersten Sowjets vom 28. August 1941. Dieser Erlass – auf den Tag genau vor 80 Jahren – sollte den Auftakt zu einer umfassenden Repressionswelle darstellen. Was folgte, war unermessliches Leid. Das Kriegsfolgenschicksal hat noch heute gravierende Auswirkungen auf die Deutschen aus Russland.

Für die musikalische Begleitung am E-Piano sorgte Veronika Wittmer.

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BKDR beim „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen in Berlin

Am 28. August 2021 fand im Humboldt-Saal der Urania Berlin die Auftaktveranstaltung zum diesjährigen „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen statt. Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) nahm aktiv daran teil und war mit einem eigenen Info- und Bücherstand in der Berliner Urania vertreten.

Die Veranstaltung stand unter dem Leitwort: „Vertreibungen und Deportation ächten – Völkerverständigung fördern“. Sie wurde durch BdV-Präsidenten Dr. Bernd Fabritius (MdB) mit einer Ansprache eröffnet. Darauf folgte die Festrede des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder sowie eine Gedenkrede des Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge.

Nach der Veranstaltung fand die traditionelle Kranzniederlegung am zentralen Mahnmal der deutschen Heimatvertriebenen, der Ewigen Flamme auf dem Theodor-Heuss-Platz in Berlin, statt. Anbei einige Impressionen. Auf dem YouTube-Kanal des BdV können Sie sich die Veranstaltung gerne nochmals ansehen unter:

BdV – Tag der Heimat 2021
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