Neue Publikation von Dr. Viktor Krieger erschienen

Die neue Abhandlung unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters, Dr. Viktor Krieger, befasst sich mit den rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Konstellationen im Russischen Reich, in der UdSSR und in Deutschland, welche die in ihrer damaligen Wahlheimat Russland fest verwurzelten und loyalen Wolga- oder Schwarzmeerdeutschen quasi gezwungen haben, auszuwandern bzw. in das Land der Urväter zurückzukehren. In dem Aufsatz arbeitet der Verfasser die ausschlaggebende Bedeutung der Kriegsfolgen im Schicksal der Russlanddeutschen heraus und plädiert am Schluss der Darstellung nachdrücklich dafür, die aktuelle gesetzliche Lage für die Aufnahme von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern in Anbetracht des unbestrittenen Kriegsfolgenschicksals anzupassen. Die Publikationen finden Sie im Heimatbuch 2021 (Zu beziehen u. a. über die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland). Siehe auch diesen Link:

Die erzwungene Rückkehr in die historische Heimat: Etappen einer folgenschweren Ablösung, in: Heimatbuch der Deutschen aus Russland 2021. Stuttgart 2021.

2 Jahre BKDR

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland hat seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Am 18. Januar 2019 fand die feierliche Schlüsselübergabe durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder an das neugegründete Kulturzentrum der Deutschen aus Russland statt. Ein geschichtsträchtiger und wegweisender Tag.

Dr. Markus Söder bei der Schlüsselübergabe im Januar 2019.

Das Kulturzentrum hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und in vielen Bereichen zahlreiche Veranstaltungen und Projekte umgesetzt. Aus diesem Grund hat das BKDR ein Video erstellt, das zumindest einige der umgesetzten Maßnahmen veranschaulicht und die vielseitigen Tätigkeitsbereiche beschreibt.

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Aussiedlerbeauftragte Stierstorfer gratuliert zum zweijährigen Bestehen des BKDR

Sylvia Stierstorfer – Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene. (Foto: StMAS)

Wir freuen uns über das Gratulationsschreiben der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, Sylvia Stierstorfer, das uns anlässlich des zweijährigen Bestehens des BKDR erreichte. Gerne teilen wir dieses mit Ihnen:

Sehr geehrter Herr Kulturreferent, lieber Herr Eisenbraun,
liebe deutsche Landsleute aus Russland bei uns in Bayern,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

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Gespräche mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland

Am 15.12.2020 fand über die Grenzen hinweg eine ausführliche Videokonferenz zwischen dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland (ELKR) statt.

BKDR-Leiter Waldemar Eisenbraun sowie die wissenschaftliche Mitarbeiterin Prof. Dr. Olga Litzenberger führten fruchtbare Gespräche mit Dietrich Brauer (Erzbischof der ELKR), Andrei Dzhamgarov (Propst des Wolgagebietes in Saratow) und Viktor Weber (Pastor der evang.-luth. Kathedrale St. Peter und Paul in Moskau) über eine weitere Zusammenarbeit und Perspektiven für gemeinsame Aktivitäten.

Begegnungen mit unserer Geschichte

Am vergangenen Samstag (5. Dezember 2020) veranstaltete die Gesellschaft „Wiedergeburt“, das Vertretungsorgan der deutschen Minderheit in Kasachstan, ihre erste Onlinesendung zum Thema „Begegnungen mit unserer Geschichte ‒ Встречи с нашей историей“. Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. Viktor Krieger, nahm für das BKDR teil. Das interessante Gespräch wurde auf Russisch geführt.

Ziel des Austausches war es, wichtige Aspekte der Vergangenheit der deutschen Minderheit in Kasachstan im 20. Jh. zu erörtern und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Moderiert wurde die Sendung von Dr. Julia Podoprigora, die über die Deutschen in Nordkasachstan geforscht hat und an der Deutsch-Kasachischen Universität Almaty tätig ist.

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Nachtrag zu „Archivbesichtigung und Gespräche über zukünftige Projekte“

Dr. Viktor Krieger war erst Mitte Oktober auf Dienstreise in Stuttgart (hier können Sie den Bericht nachlesen). Dort hielt er am Abend im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg einen Vortrag zum Thema: „Die kurzlebige Wolgadeutsche Republik: Warum sie gegründet, liquidiert und nicht wiederhergestellt wurde.“ 

Aufgrund des großen Interesses an dem o.g. Vortrag hat sich das BKDR dazu entschlossen, eben diesen als erweitertes Lesemanuskript mit eingeflochtenen Tabellen und Illustrationen der breiten Öffentlichkeit bereitzustellen:

Besuch aus Hessen

Das Bundesland Hessen ist Patenland der Wolgadeutschen und fördert seit vielen Jahren Aktivitäten im Bereich der Deutschen aus Russland.Seit 1999 beruft die Hessische Landesregierung einen Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, seit 2009 hat Margarete Ziegler-Raschdorf (MdL) dieses Amt inne.Vertreter der IDRH Hessen, Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland, waren heute zum Erfahrungsaustausch und zur Klärung von Kooperationsmöglichkeiten in Nürnberg. Nach einer Führung durch das Kulturzentrum und gegenseitigen Berichten über die zurückliegenden Maßnahmen, stellte IDRH eine größere Projektidee für das Jahr 2021 vor. Die Beteiligten waren sich darüber einig, dass eine engere Zusammenarbeit länderübergreifende Synergien erzeugen kann. Nun geht es darum, die besprochenen Vorhaben zu konkretisieren und die jeweiligen Möglichkeiten und Ressourcen zu prüfen.Waldemar Eisenbraun, BKDR-Geschäftsleiter, sicherte Unterstützung im Bereich der wissenschaftlichen Expertise zu. Albina Nazarenus-Vetter, Geschäftsführerin der IDRH Hessen, nannte das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland ein großes Vorbild für die Bestrebungen in Hessen.

28. August – Tag der Russlanddeutschen

Das BKDR und die LmDR (Ortsgruppe Nürnberg) legten vergangenen Freitag gemeinsam einen Kranz am zentralen Denkmal „Flucht und Vertreibung“ in Nürnberg nieder. Am 28. August 1941 veröffentlichte die Sowjetregierung den Erlass „Über die Übersiedlung der Deutschen, die in den Wolgarayons wohnen“, in dem die Deutschen der Sowjetunion pauschal beschuldigt worden waren, Feinde des Volkes und Spione zu sein. In den Wochen darauf folgten Verbannungen und Deportation von Hunderttausenden der UdSSR-Deutschen nach Sibirien und Kasachstan, wo sie Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen leisten sowie Kälte, Hunger und Tod erfahren mussten. Im Beisein von bekannten Gästen wie z. B. des 1. Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags Karl Freller, der CSU-Stadträtin Helmine Buchsbaum, die als Vertretung des Nürnberger Oberbürgermeisters Marcus König (Schirmherr der Veranstaltung) bewegende Worte an die Teilnehmer richtete, sowie einigen weiteren wichtigen Vertretern aus den Reihen der SPD und der Grünen, gedachte das Kulturzentrum und die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (Nürnberg) der Opfer der Deportationen in der Sowjetunion vor 79 Jahren.

(c) Bilder: BKDR / Tatyana Hof im Auftrag der Ortsgruppe Nürnberg.

Der Bayerische Rundfunk hat die gesamte Gedenkveranstaltung begleitet und einen Videobeitrag erstellt. Diesen finden Sie bis zum 04.09.2020 unter: https://www.br.de/mediathek/video/franken-kompakt-die-meldungen-vom-28-august-av:5f493bce5e382b0014a630f2?fbclid=IwAR0VfcSTb-WF21xgs4stcyT_vO04g6J8t-7xCkPNqZCizGOn_7ch5232fqs.

„Spaziergänge entlang des Wolgaufers“

1979 beendete Frau Cunnar die Realschule in Pegnitz. Nach einem Schüleraustauschprogramm in New York sowie einer zweijährigen Ausbildung an der Nürnberger Fremdsprachenschule ging ihre schulische Laufbahn weiter. Über den zweiten Bildungsweg erlangte sie die Hochschulberechtigung. An der University of Wyoming sollte sie danach erst den Bachelor of Arts im Studienfach der International Studies und später den Master of Arts in der Anthropologie/Archäologie absolvieren. Während ihres Studiums arbeitete sie unter anderem als Verwaltungsangestellte in der Fakultät für Geologie, war Lehr- und Forschungsassistentin an der Fakultät für Anthropologie und Feldarchäologin bei Ausgrabungsprojekten in den USA, China und Sibirien. Sie war erste Ansprechpartnerin für Bibliothekare, Dozenten und Studenten, Forschende in der Benutzung der ethnografischen eHRAF World Cultures und der eHRAF Archaeology Datenbank, verfasste Tutorien und Lehrmaterial, half beim Aufbau von Teaching eHRAF und repräsentierte den HRAF Verein bei anthropologischen, archäologischen und bibliothekarischen Tagungen und Konferenzen. Zudem baute sie sich, bevor sie Teil des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland wurde, sowohl mit der „Stone Boat Farm Bed and Breakfast“ als auch mit dem „East Rock Apartment Rental“ zwei Kleinunternehmen in Connecticut (U.S.A) auf. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie sehr glücklich, dass sie beim BKDR Fuß fassen konnte.

(c) BKDR

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Arbeitstreffen im Regensburger Rathaus

Von Beginn an begleitete Dr. Astrid Freudenstein, ehemaliges Mitglied des Bundestages und aktuell Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, mit großem Interesse die Entwicklungen des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland.

Beim heutigen Arbeitstreffen im Regensburger Rathaus berichtete BKDR-Leiter Hr. Eisenbraun über die aktuellen Schwerpunkte der Aktivitäten und überreichte hauseigene Publikationen an Dr. Freudenstein.

Ein besonderes Interesse weckte die beim BKDR in der Entstehung befindlichen Stadtführung mit dem Titel „Russlanddeutsche Spuren in Regensburg“. Diese soll ab Herbst 2020 angeboten werden.