Kalenderblatt des Monats „Juli 2026“ mit Woldemar Ekkert

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „Juli 2026“ präsentieren. Konkret geht es hierbei um Woldemar Ekkert

Woldemar Ekkert: Wegbereiter einer Bibliografie zur russlanddeutschen Literaturgeschichte.

* 29. November 1910 in Köppental an der Wolga.
† 23. März 1991 in Krasnojarsk.

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„Familienforschung in Kasachstan: Archive, Quellen und Recherchemöglichkeiten“

+++ Ahnenforschungsseminar mit Dr. Julia Podoprigora +++

Am 18. Juli 2026 (Samstag) von 10:00 – 13:00 Uhr findet in Zusammenarbeit zwischen dem Kulturzentrum BKDR, der Orts- und Kreisgruppe Nürnberg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) das nächste Ahnenforschungsseminar statt.

Im Haus Heimat Nürnberg wird Dr. Julia Podoprigora einen Vortrag zum Thema „Familienforschung in Kasachstan: Archive, Quellen und Recherchemöglichkeiten“ halten. Moderiert wird die Veranstaltung von Dorothea Walter und Dr. Olga Litzenberger.

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Einladung zur Fachtagung: „Die Kaukasiendeutschen: Kultur, Geschichte und Gegenwart“

Wann? 24. – 26. Juli 2026
Wo?    Der Heiligenhof, Alte Euerdorfer Str. 1, 97688 Bad Kissingen

Der Teilnehmerbeitrag für die dreitägige Veranstaltung incl. Programm, Verpflegung, Kurtaxe und Unterbringung in einem Doppelzimmer liegt bei 94 € pro Person. Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 20 €.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Weitere Informationen, das ausführliche Programm sowie die Möglichkeit zur Onlineanmeldung finden Sie HIER!

Dieses Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. 

BKDR-Bildungsreise 2026 „Auf deutschen Spuren in Georgien“

Werte Damen und Herren,

unsere diesjährige BKDR-Bildungsreise nach Georgien ist ausgebucht. Wir freuen uns sehr über das rege Interesse an unseren Angeboten. Aktuell besteht eine Warteliste.

Vom 23. September (Mittwoch) bis zum 1. Oktober (Donnerstag) 2026 findet heuer erneut eine BKDR-Bildungsreise unter dem Titel „Auf deutschen Spuren in Georgien“ statt. Enthalten sind dabei vier Tage geführtes Programm sowie drei Tage zur individuellen Freizeit.

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Vernissage: „DAS GEBET im Leben der Russlanddeutschen“ in der Kirche St. Pölten in Weilheim in Oberbayern

Gestern durften wir die feierliche Eröffnung der Ausstellung „DAS GEBET im Leben der Russlanddeutschen“ in der Kirche St. Pölten in Weilheim in Oberbayern erleben.

Unser herzlicher Dank gilt allen Organisatoren, Helfern und Mitwirkenden für die gute Vorbereitung, den freundlichen Empfang und die Gastfreundschaft der Gemeinde. Besonders danken wir auch Irma Streck, deren Werke zum Vaterunser einen zentralen Teil der Ausstellung bilden.

Ebenso bedanken wir uns für den gelungenen und ansprechenden Gottesdienst, der den Rahmen für die Vernissage bildete, sowie für die Möglichkeit, diese besondere Ausstellung präsentieren zu dürfen.

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Kalenderblatt des Monats „Juni 2026“ mit Viktor Heinz

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „Mai 2026“ präsentieren. Konkret geht es hierbei um Viktor Heinz.

Viktor Heinz: Der Dramatiker, Lyriker, Romanist und Förderer von jungen Talenten.

* 10. Oktober 1937 in Schöntal (Nowoskatowka) bei Omsk, UdSSR.
† 11. Juni 2013 in Göttingen, Deutschland.

Leben und Werk

Geboren in der Familie eines Lehrers, der politisch verfolgt wurde. Ab 1959 studierte Heinz Germanistik an der Pädagogischen Hochschule in Nowosibirsk. Ab 1963 arbeitete er als Dozent an der Pädagogischen Hochschule in Omsk und promovierte 1971 zu oberhessischen Mundarten im Gebiet Omsk. Von 1974 bis 1984 war Heinz Lehrstuhlinhaber für Fremdsprachen an der Hochschule in Petropawlowsk (Kasachstan), ab 1984 in der Literaturredaktion der Zeitung Freundschaft (Alma-Ata), die er bis zu seiner Ausreise nach Deutschland (1992) leitete. Für das Deutsche Theater in Kasachstan verfasste er das bekannte Stück Auf den Wogen der Jahrhunderte, in dem er das tragische Schicksal der Russlanddeutschen zum Thema machte. Damit brach er ein Tabu. 1995 war Heinz Mitbegründer des Literaturkreises der Deutschen aus Russland. Für sein Engagement sowie seine Werke wurde er 2002 mit der Ehrengabe des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

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Kulturerbe der Russlanddeutschen digital

Mit der Digitalisierung und Zugänglichmachung der sowjetdeutschen Literaturzeitschrift „Der Sturmschritt“ eröffnet das Kulturzentrum BKDR eine neue Rubrik, in der wir regelmäßig über die Digitalisierung alter Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Archivalien und anderer schriftlicher Zeugnisse des kulturellen Erbes der Deutschen aus den Nachfolgestaaten der UdSSR berichten möchten. Dazu zählen nicht nur Digitalisate aus unseren eigenen Beständen, sondern auch digitale Bestände unserer Partnerorganisationen. Diese Rubrik wird von unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger betreut.

Als ersten Beitrag dieser neuen Rubrik stellen wir die sowjetdeutsche Literaturzeitschrift „Der Sturmschritt“ vor, ein „Litorgan“ bzw. Literaturmedium der deutschsprachigen und deutsch schreibenden Literaten der Ukraine in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Als Herausgeberin fungierte anfangs die „Deutsche Sektion des Allukrainischen Verbandes proletarischer Bauernschriftsteller ,PFLUG‘“; nach mehreren Umbenennungen hieß die Organisation zuletzt „Präsidium des Allukrainischen Verbandes der Sowjetschriftsteller“. Die Zeitschrift erschien im ukrainischen Staatsverlag für nationale Minderheiten (ukr.: Derschnazmenwydaw), die Auflage schwankte zwischen 500 und 2.100 Exemplaren.

Diese „Zeitschrift für Literatur und Kunst“ erschien in den Jahren 1930 bis 1935 in Charkiw (russ.: Charkow). Die Metropole fungierte bis 1934 als Hauptstadt der Ukrainischen Sowjetrepublik und war unter anderem Sitz verschiedener Institutionen für die deutsche Minderheit, die laut der Volkszählung von 1926 mit 394.000 Menschen 1,7 % der Republikbevölkerung ausmachte. In einigen Regionen war der Anteil der Deutschen wesentlich höher, so etwa in den Kreisen Odessa (8,3 %) oder Wolhynien (7,3 %). Zu den Herausgebern und Redakteuren der Zeitschrift zählten unter anderem damals bedeutende Vertreter der neuen sowjetdeutschen Literatur wie Georg Luft (alias Georg Flut bzw. Graubart), David Schellenberg und Gottlieb Fichtner (alias Max Stürmer).

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Tag der offenen Tür der LmDR Weiden

Anlässlich des bundesweiten Ehrentags „Für dich. Für uns. Für alle“ beteiligte sich auch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) Weiden mit einem Tag der offenen Tür an den Feierlichkeiten und feierte zugleich die offizielle Eröffnung ihrer neuen Räumlichkeiten. Rund 70 Gäste nutzten die Gelegenheit, sich über die Arbeit der LmDR zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und das vielfältige ehrenamtliche Engagement kennenzulernen.

Zu den Ehrengästen zählten unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt Weiden i. d. OPf., Benjamin Zeitler, Altoberbürgermeister Kurt Seggewiß sowie die Stadträtinnen Gaby Laurich und Sabine Zeidler. Ebenfalls anwesend waren Rainer Sindersberger, Vorsitzender der Tafel Weiden-Neustadt und Stadtrat, sowie Tanja Fichtner, Pädagogische Leitung der Volkshochschule Weiden-Neustadt.

Auf Einladung der Ortsgruppe Weiden war auch das Kulturzentrum BKDR vertreten. Mit einem Informationsstand sowie Schautafeln zur Geschichte und Kultur der Wolga-, Kaukasus- und Schwarzmeerdeutschen bot das BKDR interessante Einblicke in das vielfältige kulturelle Erbe der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum.

Die gelungene Veranstaltung unterstrich die Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die kulturelle Vielfalt und eine lebendige Erinnerungskultur in Weiden.

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Exkursionsgruppe des BKDR in Kasachstan

Am dritten Programmtag der BKDR-Bildungsreise führte die Route von Astana nach Karaganda in die fünftgrößte Stadt Kasachstans, die für die Geschichte der Deutschen in Kasachstan von besonderer Bedeutung ist, denn Karaganda stellt eines der wichtigsten Zentren der deutschen Minderheit im Land dar.

Dort besuchten die Exkursionsteilnehmer zunächst die katholische Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria von Fatima. Die Kirche gilt als bedeutender religiöser und kultureller Treffpunkt der katholischen Gemeinschaft in der Region. Im Anschluss stand ein Rundgang durch das deutsche Stadtviertel „Maikuduk“ auf dem Programm. Dabei erhielten die Reiseteilnehmer Einblicke in die Geschichte und das Leben der Deutschen, die sich hier nach den Deportationen während der Sowjetzeit angesiedelt hatten.

Danach setzte die Reisegruppe ihre Exkursion nach Temirtau fort. Hier wurde das ehemalige Deutsche Theater besucht, das über viele Jahre hinweg ein wichtiger Ort für die Pflege deutscher Sprache und Kultur in Kasachstan war. Im Rahmen eines Treffens mit Vertretern der Gesellschaft „Wiedergeburt“ Temirtau sowie weiteren Kasachstandeutschen fand ein intensiver Austausch über die aktuelle Situation der deutschen Minderheit, ihre kulturelle Arbeit und die Bewahrung ihres historischen Erbes statt. Ein besonderer Dank ergeht an dieser Stelle an die Wiedergeburt Temirtau für den sehr gut organisierten und herzlichen Empfang.

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Kalenderblatt des Monats „Mai 2026“ mit Nora Pfeffer

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „Mai 2026“ präsentieren. Konkret geht es hierbei um Nora Pfeffer.

Ab 1936 studierte Nora Pfeffer Anglistik und Germanistik in Tbilissi, wurde jedoch 1937 wegen ihres Vaters zwangsexmatrikuliert (er war 1935 wegen „systemfeindlicher Aktivitäten“ verurteilt worden). Später studierte sie im Fernstudium an der 1. Moskauer Staatlichen Pädagogischen Hochschule für Fremdsprachen und arbeitete bis 1943 als Dozentin für Deutsch in Tbilissi. Sie heiratete 1940, doch nach dem Ausbruch des Krieges 1941 wurde ihr Mann eingezogen.

1943 wurde Nora Pfeffer aus politischen Gründen zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt und von ihrem einzigen Kind, dem zweijährigen Sohn Reso, getrennt. Von 1956 bis 1981 arbeitete Pfeffer als Dozentin an der Universität in Alma-Ata und später als Moderatorin der deutschen Redaktion bei Radio Kasachstan. In den 1970er-Jahren gelang ihr der Durchbruch als Kinderbuchautorin. 1974 wurde sie Mitglied des Schriftstellerverbands der UdSSR, der sie 1981 mit dem Verbandsliteraturpreis auszeichnete. 1990 erhielt sie den begehrten Dulatow-Preis.

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