Deutsche Siedlungen im Porträt: Alexandershilf in Georgien (heute Trialeti)

Trialeti, früher Alexandershilf, wurde 1860 von 38 deutschen Familien aus Elisabethtal gegründet. Die Kolonie entwickelte sich insbesondere durch ihre erfolgreiche Milchwirtschaft und Käseproduktion. Die Kirche und Schulen bildeten die Zentren des religiösen und kulturellen Lebens.

1941 wurden die Bewohner von den sowjetischen Behörden aufgrund ihrer deutschen Herkunft und des pauschalen Verdachts einer möglichen Zusammenarbeit mit dem nationalsozialistischen Deutschland in entlegene Gebiete der Sowjetunion deportiert – ohne individuelle Schuldnachweise. Die erhaltene Kirche, zahlreiche historische Häuser und vor allen Dingen die alte Straßenstruktur erinnern heute an das deutsche Kulturerbe in Trialeti.

Zum Film gelangen Sie auf unserem YouTube-Kanal unter dem folgenden Link:

https://youtu.be/A4g660J0Ri0

Das „Bestrafte Volk“ – 85 Jahre der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion (1941–2026)

Der animierte Videobeitrag über das „Bestrafte Volk“ zeichnet die Chronologie der Deportation der Russlanddeutschen nach und veranschaulicht das Ausmaß der staatlichen Repressionen. Zahlen, Erlasse und persönliche Schicksale erinnern eindringlich an das erlittene Unrecht und dessen bis heute nachwirkende Folgen.

Die kompakte Geschichtsdokumentation entstand unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Olga Litzenberger als Kooperationsprojekt des Kulturzentrums BKDR und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). Dieses Video erschien ebenfalls in Englisch, Spanisch und Russisch. Klicke hier unten auf die gewünschte Sprache:

Gefördert wurde das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

Prof. Dr. Oliver Reisner: „Zur Gegenwart des kulturellen Erbes der schwäbischen Kolonisten in Georgien“

Prof. Dr. Oliver Reisner ist Historiker und Politikwissenschaftler mit den Forschungsschwerpunkten Georgien, Kaukasus und Osteuropa. An der Ilia State University in Tiflis beschäftigt er sich insbesondere mit Fragen der Nationsbildung, Erinnerungskultur sowie der europäischen Integration im Südkaukasus. Darüber hinaus wird er regelmäßig als Experte für politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Georgien und der Kaukasusregion hinzugezogen.

Im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ hielt er einen Vortrag zum Thema „Zur Gegenwart des kulturellen Erbes der schwäbischen Kolonisten in Georgien“:

Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen des Videobeitrags!

Neuer Videobeitrag: „Auf deutschen Spuren in Kasachstan“

Im Rahmen der diesjährigen BKDR-Bildungsreise nach Kasachstan unter dem Titel „Auf deutschen Spuren in Kasachstan“ ist ein ansehnlicher Videobeitrag entstanden:

Neben Stadtrundfahrten, Besuchen bedeutender Museen und Institutionen sowie Gedenkveranstaltungen und dergleichen, standen während der Reise auch zahlreiche Begegnungen mit namhaften Vertretern der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum in Kasachstan im Mittelpunkt. Dabei bot sich uns die Gelegenheit, tiefe Einblicke in die bewegte Geschichte und Kultur dieser Gemeinschaft zu gewinnen. Die Gespräche und Begegnungen ermöglichten es, die lebendige Tradition, die Sprache und das reiche kulturelle Erbe der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum aus nächster Nähe besser kennenzulernen und ihre Bedeutung für die Geschichte zu würdigen.

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Vorzeige-Agrarbetrieb „Rodina“ – Sauers Oase

Eine Station der diesjährigen BKDR-Bildungsreise nach Kasachstan führte die Reisegruppe zur Agrarfirma „Rodina“, einem Vorzeigebetrieb für ganz Kasachstan. Über diesen Leitbetrieb, der die gesamte Region mit Nahrungsmitteln versorgt und Arbeitsplätze schafft, ist ein Kurzfilm in russischer Sprache entstanden:

Autorin/Regisseurin: Marina Angaldt
Sprecher: Maksim Filimonow

Musik: Tina Wedel

Wir bedanken uns herzlich bei Ivan Adamowitsch Sauer für den freundlichen Empfang und die bleibenden Eindrücke. Auch der Deutsche Allgemeine Zeitung (DAZ) gilt unser Dank für die vielfältige Zusammenarbeit.

BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ – Schäfer (heute Lipowka)

Heute stellen wir Ihnen den nächsten Beitrag aus unserer BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage in englischer Sprache vor.

https://youtu.be/o2E5cT0iOLg

Das Videoporträt widmet sich der ehemaligen deutschen Siedlung „Schäfer“ (heute Lipowka) im Gebiet Saratow, Russland. Dieser historisch bedeutsame Ort beherbergt im örtlichen Gotteshaus die letzte noch erhaltene Originalglocke einer evangelischen Kirche im Wolgagebiet.

Foto: Anikin 2020.

Zudem erklärte Boris Jelzin, der erste Präsident der Russischen Föderation, nach dem Zerfall der Sowjetunion, im Jahr 1992 in einer nahegelegenen Sowchose (ein landwirtschaftlicher Großbetrieb der Sowjetzeit), dass die Autonome Republik der Wolgadeutschen nicht wiederhergestellt werde.

Viel Spaß beim Anschauen des Videobeitrags – über ein Abonnement auf YouTube freuen wir uns sehr!

Zur deutschsprachigen Version gelangen Sie hier:

https://youtu.be/Lf-3dyEQYzQ

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„Dafür stehe ich mit meinem Namen“ – Deutsche Unternehmer im späten Zarenreich im Prisma der Marketingpolitik

Dr. Lilija Wedel, Osteuropahistorikerin an der Universität Bielefeld, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, hält im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ einen Vortrag zum Thema „Dafür stehe ich mit meinem Namen“ – Deutsche Unternehmer im späten Zarenreich im Prisma der Marketingpolitik“:

Dahingehend gewährt sie tiefe Einblicke sowohl in die Geschichte als auch Kultur der Deutschen im späten Zarenreich, was gleichermaßen einen ihrer unbestrittenen Forschungsschwerpunkte darstellt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Anschauen des Videobeitrags!

Akademische Viertelstunde mit Jakob Fischer: „Streiflichter aus der Geschichte des Deutschen Theaters Temirtau/Alma-Ata (Kasachstan)“

Jakob Fischer zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten der russlanddeutschen Gemeinschaft in Deutschland. Für sein Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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„100 Jahre seit der Ausrufung der Wolgadeutschen Sowjetrepublik“

Heute möchten wir Ihnen unseren Videobeitrag zur vergangenen Fachtagung „100 Jahre seit der Ausrufung der Wolgadeutschen Sowjetrepublik“ präsentieren:

Die Fachtagung wurde vom Heiligenhof veranstaltet in produktiver und ergebnisorientierter Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und stand unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder.

Viel Spaß beim Anschauen!

BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“

Engels, die damalige Hauptstadt der autonomen Wolgadeutschen Republik, liegt am Ufer der Wolga gegenüber von Saratow und bringt eine prägende deutsche Geschichte mit sich.

Zum eindrucksvollen Videoporträt von Engels gelangen Sie auf unserem YouTube-Kanal unter:

Beitrag auf Deutsch:

HIER finden Sie den Beitrag auf Russisch.

1747 wurde die Siedlung unter dem Namen „Pokrowsk“ gegründet, als das damalige Russische Kaiserreich Deutsche aus verschiedenen Regionen einlud, sich an der Wolga anzusiedeln. Diese sogenannten „Wolgadeutschen“ prägten die Stadt mit ihrer Kultur, Sprache und Religion. Zahlreiche deutsche Kirchen, Schulen, Theater, Vereine und sogar das Deutsche Pädagogische Institut waren Teil des Alltags und machten Engels zu einem Zentrum der deutschen Identität und Bildung im Russischen Reich. 1931 wurde die Stadt zu Ehren von Friedrich Engels umbenannt.

Die Wolgadeutschen trugen nicht nur zur Landwirtschaft bei, sondern schufen auch eine eigene deutsche Gemeinschaft, die ihre Traditionen und Werte pflegte. Doch nach den schrecklichen Deportationen 1941 – und dem damit verbundenen tragischen Schicksal dieser Bevölkerungsgruppe – verloren ihre kulturellen Lebensspuren ihre Sichtbarkeit, wodurch die deutsche Identität zunehmend in den Hintergrund trat.

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