„Die Zauberfeder“: Ein Märchen für Groß und Klein von Elly Frey erschienen

Die Zauberfeder. Vier magische Gegenstände. Eine Welt, in der Tiere sprechen.

Als Friedrich eine verletzte Eule rettet, ahnt er nicht, dass ihn geheimnisvolle Reisen und große Herausforderungen erwarten. Zum Dank erhält er ein wundervolles Geschenk – und versteht plötzlich die Sprache der Tiere. Gemeinsam mit seinem treuen Freund, Storch Askania, erlebt Friedrich unglaubliche Abenteuer, begegnet Tieren aus aller Welt und muss eine Entscheidung treffen, von der das Schicksal vieler Tiere abhängt. Wird es ihm gelingen, seine besondere Gabe zu bewahren? Öffne dieses Buch – und vielleicht wird die Zauberfeder eines Tages auch dich finden.

Das Buch „Die Zauberfeder“ setzt die Reihe „Märchen für Große und Kleine“ fort und macht Kinder (und Erwachsene) mit dem Erbe der Schwarzmeerdeutschen bekannt. In literarischer Form wird hier die Biografie von Friedrich Falz-Fein (1863–1920) lebendig – eines Menschen, dessen Liebe zur Natur das einzigartige Schutzgebiet Askania-Nowa entstehen ließ. Das Märchen verbindet Fantasie und Wirklichkeit: Durch magische Bilder und Abenteuer eröffnet es Kindern die wunderbare Welt der Tiere, während es Erwachsenen von realen Ereignissen und Lebenswegen erzählt. Seine zentrale Botschaft ist einfach und zugleich tief: Wahre Verbundenheit mit der Natur braucht weder Wunder noch Magie. Durch die erzählerische Gestaltung werden Themen wie der Schutz bedrohter Tierarten oder die Beringung von Vögeln zu anschaulichen Bildern. Das Märchen zeigt, dass selbst ein Kind, das Gutes tut, die Welt verändern kann. Die künstlerische Imagination wird zum Schlüssel für das Verständnis der Vergangenheit, und reale Menschen und Ereignisse bleiben im kollektiven Gedächtnis bewahrt.

Bestellen können Sie das Buch beim BKDR Verlag oder im regulären Buchhandel. Preis: 16,- EUR (Hardcover, 76 Seiten in Farbe). Tel.: 0911/89219599 oder per E-Mail an kontakt@bkdr.de.

ISBN 978-3-948589-714, Bestellnummer: 9714.

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ENTWURZELT – ENTRECHTET – ENTEIGNET…

Gedenkschrift zum 85. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion von Dr. Viktor Krieger erschienen

Im kollektiven Gedächtnis jeder sozialen, nationalen oder religiösen Gemeinschaft werden nur solche geschichtlichen Ereignisse verankert, die von der Mehrheit des jeweiligen Kollektivs unmittelbar miterlebt wurden und die Existenz und das Bewusstsein der nachfolgenden Generationen entschieden beeinflusst haben. Einen zentralen Platz nimmt hier der sowjetische Regierungserlass vom 28. August 1941 ein. Zum einen bildet er den Höhepunkt einer seit der bolschewistischen Machtergreifung 1917 sich abzeichnenden Entwicklung, die von Hungersnöten, rabiatem Religionsverbot, Enteignungen und blankem Terror gegen breite Schichten der sowjetischen und vor allem der deutschen Bevölkerung geprägt war. Zum anderen stellt dieser Erlass den Auftakt zu einer umfassenden Repressionswelle dar, die diesmal die gesamte nationale Gruppe betraf. Die antideutsche Politik des Sowjetstaates hatte Deportation, Zwangsarbeit und das Leben in Sondersiedlungen zur Folge. Bis zum Ende der kommunistischen Herrschaft galten die Deutschen in der UdSSR als Personen minderen Rechts und mussten zahlreiche Diskriminierungen über sich ergehen lassen. Die unmittelbaren Folgen dieses Regierungserlasses waren gravierend und vielfältig. Zwei davon möchten wir hier hervorheben. Nach der Einwanderung der deutschen Ansiedler im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich in Russland nach und nach ein neues nationales Selbstverständnis, das bis hin in die 1930er-Jahre ausgeprägt regionale Züge trug: man nannte sich Wolgadeutsche, Ukraine- und Krimdeutsche (bzw. Schwarzmeerdeutsche), Wolhyniendeutsche oder Kaukasusdeutsche.

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„Im Zeichen einer neuen Ordnung“ von Victor Dönningshaus erschienen

Der Kommunistische Jugendverband (Komsomol) und die Russlanddeutschen (1918-1930)

1918 gründete die Kommunistische Partei Russlands (RKP(b)) einen Kommunistischen Jugendverband, auch Komsomol genannt. Die Bolschewiki verfolgten dabei zwei Ziele: Sie wollten den politischen Klassenkampf auch in den jungen Generationen festigen und die Jugend für ihre Zwecke gewinnen.

Diese Monografie untersucht die Tätigkeit des Kommunistischen Jugendverbands (Komsomol) unter deutschen Jugendlichen in der Sowjetunion. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchem Maße sich russlanddeutsche Jugendliche politisieren und durch den Komsomol ideologisch beeinflussen ließen. Analysiert werden zudem die Formen der Leitung und Kontrolle nichtrussischer kommunistischer Jugendorganisationen durch Moskau sowie die Mechanismen, mit denen eine politisch gewollte Abgrenzung der Jugendlichen nach Merkmalen des Klassenkampfes in die Praxis umgesetzt wurde. Der kommunistische Jugendverband trug entscheidend zur Zerstörung der traditionellen patriarchalischen Ordnung in den nationalen Dörfern bei und beteiligte sich an der antireligiösen und internationalistischen Propaganda und Agitation. Aus genau diesem Milieu der jugendlichen Kommunisten kamen später die Führungskader aller Ebenen für die Arbeit in den Partei- und Sowjetorganen. Eine der zentralen Fragen der Studie lautet, welche anderen Mittel außer Disziplinierung und Unterdrückung den Bolschewiki zur Verfügung standen, um ihren „neuen Menschen“ zu erziehen und die junge Generation in „sozialistische“ Arbeits- und Lebensformen einzubinden.

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Historisches Ortslexikon der Wolgadeutschen, Band 4 (J-K), erschienen

Dieses mehrbändige historische Ortslexikon ist einem Phänomen gewidmet, das heute zwar nicht mehr existiert, jedoch tiefe und deutlich erkennbare Spuren in Russlands Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts hinterlassen hat. Es geht um die etwa 300 Siedlungen bzw. Kolonien an der Wolga, die hauptsächlich von deutschen Umsiedlern teils schon im 18. Jahrhundert gegründet wurden. Das vorliegende Lexikon bietet komprimiertes Basiswissen – angereichert mit zahlreichen Illustrationen und Fotografien – zur Geschichte ehemaliger deutscher Kolonien und darüber hinaus der Deutschen, die in großen Städten der Wolga-Region gelebt und gewirkt haben.

Doch was wissen wir über die sogenannten Wolgadeutschen? Wie verlief ihre Geschichte und was machte ihre Kultur aus? Die Gliederung der einzelnen Artikel wurde nach einem bereits in den Bänden 1 bis 3 bestimmten Schema beibehalten. Sie enthält folgende Punkte: Angaben zur administrativ-territorialen Zugehörigkeit einer Siedlung einschließlich der Beschreibung ihrer Lage, die namentliche Ersterwähnung sowie bekannte historisch bedingt Ortsnamenabweichungen, Daten zur Entwicklung einer Siedlung, zu Besonderheiten der örtlichen (Land-)Wirtschaft sowie zur Bevölkerungsstatistik, zur Kirchen- und Schulbildungsgeschichte; Hinweise auf relevante Archivquellen und ortsbezogene historische Literatur. Die übersichtliche Gliederungsstruktur der einzelnen Artikel erlaubt die Verwendung des Lexikons als praktisches Nachschlagewerk, erleichtert auch die Suche nach Informationen für alle Leserinnen und Leser, die sich für die Ahnenforschung interessieren. Der Ausgabe liegen zahlreiche Quellen in erster Linie aus Archiven von Saratow, Engels, Samara und Wolgograd sowie Illustrationen aus diversen Archiven, Museen und Privatsammlungen zugrunde, die ergänzend zur Veranschaulichung des Lexikoninhalts dienen.

Die Autorin:

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„Der fliegende Teppich“ von Elly Frey erschienen

Mit dem Märchen „Der fliegende Teppich“ wird die neue BKDR-Reihe „Märchen für Groß und Klein“ fortgesetzt. Diese Buchreihe zeigt, wie Märchen mit realen Ereignissen und außergewöhnlichen Menschen verbunden sind.

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Viele Märchen, die wir heute lesen, basieren auf wirklichen Begebenheiten, die über Jahrhunderte erzählt, mit neuen Bildern bereichert und von verschiedenen Erzählern lebendig gemacht wurden und so weiterleben. In unserer Kindheit wurden uns allen wunderbare Geschichten, Mythen und Legenden erzählt. Mythen sind von Geheimnissen umhüllt, Märchen voller Zauber, epische Geschichten bewahren die Heldentaten ganzer Völker und verweben sie mit den Ereignissen der Vergangenheit. Mit der Zeit können sich epische Geschichten zu magischen Märchen entwickeln. Solange Märchen von Generation zu Generation weitergegeben werden, leben sie in unserer Erinnerung und Fantasie weiter und damit auch im kollektiven Gedächtnis des Volkes. Mit einem wissenschaftlichen Kommentar von Dr. Olga Litzenberger. Zum Inhalt:

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„Mer hän doch so glacht!“ – wolgadeutsche Witze aus Argentinien …

Das Buch mit dem Titel „Mer hän doch so glacht! Wolgadaitsche Witze, in Argentinie verzählt“ von Zully Bauer und René Krüger ist am 16. Februar im BKDR Verlag erschienen!

Viele wolgadeutsche Siedlerinnen und Siedler wanderten im 19. Jahrhundert aus politischen sowie wirtschaftlichen Gründen aus Russland nach Südamerika bzw. nach Argentinien. Der Großteil ihres Kulturerbes wurde bisher jedoch vor allem mündlich überliefert: Lebensgeschichten, Erfahrungen, Berichte, Gedichte, Legenden, Sprichwörter, Kochrezepte, Volkslieder und religiöse Lieder; außerdem Witze, Anekdoten, Schwänke, Rätsel, Späße usw. Lediglich ein Teil dieser noch lebendigen wolgadeutschen Kultur in Argentinien wurde schriftlich festgehalten. Es gibt noch viele kulturelle Gattungen, die mündlich sowohl im wolgadeutschen Dialekt als auch auf Spanisch in gewissen Kreisen der wolgadeutschen Nachkommen gepflegt werden, vor allem von der älteren Generation. Die Autoren dieses Buches haben viele Jahre Witze, Anekdoten sowie lustige Geschichten dieser Bevölkerungsgruppe in Argentinien gesammelt und damit einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung eines Teils dieses Kulturerbes geleistet. Was sie dabei angetrieben hat, haben sie wie folgt zusammengefasst:

„Die geschichtliche und kulturelle Aufarbeitung ist eine Aufgabe, die niemals endet, weil die Vergangenheit ein unerschöpflicher Steinbruch ist, in dem unendlich viele Erfahrungen und Werte darauf warten, entdeckt, gerettet und den heutigen und künftigen Generationen zur Verfügung gestellt zu werden …“

Zully Bauer und René Krüger

Die Autoren

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„In den Fängen der Zeit“ von Nelli Kossko neu aufgelegt!

Die „Odyssee“: Wege und Irrwege der Autorin in einer aus den Fugen geratenen Welt …

Der lange Weg der Protagonistin Emma Wagner beginnt 1944 in Marienheim in der Ukraine und verläuft weiter über Bessarabien, Rumänien, Ungarn, Polen bis nach Dresden, dann macht er einen Knick, schlängelt sich über Polen nach Russland zurück und zieht sich von Kostroma über den Ural, West- und Ostsibirien bis hin zum Ochotskischen Meer, strebt dann gen Norden über Magadan Richtung Kolyma. Erst 1956 kehrt etwas Ruhe ein, der Weg bringt die Protagonistin langsam und schrittweise zurück in den Westen – zunächst in den Ural, dann nach Moldawien, in die Nähe der ukrainischen Heimat ihrer Eltern, und schließlich nach Deutschland, den Endpunkt ihrer Irrungen. Hier hat sie Wurzeln geschlagen, und ihre Wege führen sie nur noch in die vielen Urlaubsländer, aus denen sie immer wieder gerne heimkehrt. Dieses Buch ist eine bearbeitete und verbesserte Ausgabe der Trilogie von „Die geraubte Kindheit“, „Am anderen Ende der Welt“ und „Wo ist das Land …“, die bereits 2018 im Ratio-books erschienen ist und schnell über die Grenzen hinaus bekannt und vergriffen wurde.

Der BKDR Verlag nahm sich nun in Kooperation mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland (LITO) der Neuauflage an, weil das Buch „In den Fängen der Zeit“ von Nelli Kossko eines der wichtigsten Werke darstellt, die nach 2000 über das Schicksal der Deutschen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion in Deutschland erschienen sind. Die neue Ausgabe ist ab dem 23. Januar 2026 im deutschen Buchhandel verfügbar.

Die Autorin:

Nelli Kossko (c) Privatarchiv.

Nelli Kossko wurde 1937 in einer deutschen Siedlung in der Ukraine am Schwarzen Meer geboren. Ihr Vater, Oskar Maser, war Deutschlehrer. 1937 war er den stalinistischen Säuberungen zum Opfer gefallen. Nach Kriegsausbruch mit der Sowjetunion und dem Vormarsch der Wehrmacht wurde Nelli Kossko zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland ausgesiedelt, jedoch nach Kriegsende in die UdSSR zurück verschleppt. Die Sowjets verbannten die Familie in den Norden des europäischen Teils Russlands und anschließend auf die Kolyma im Fernen Osten. Erst nach Stalins Tod durfte Nelli Kossko 1956 den Verbannungsort an der Behring-Straße verlassen und ein Germanistik- und Anglistikstudium an der Pädagogischen Hochschule in Swerdlowsk/Ural aufnehmen. Nach Abschluss des Studiums unterrichtete sie Deutsch und deutsche Literatur an verschiedenen Pädagogischen Hochschulen der UdSSR. 1975 gelang es Nelli Kossko (nach mehreren abgelehnten Ausreiseanträgen) mit ihrer Familie, nach Deutschland auszuwandern.

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Kalender 2026: Russlanddeutsche Autorinnen und Autoren

Wie jedes Jahr veröffentlicht das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR e.V.) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) einen Jahreskalender. Für das kommende Jahr konnte darüber hinaus mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland ein weiterer langjähriger und fachkundiger Kooperationspartner dazu gewonnen werden, zumal der Titel des kommenden Kalenders 2026 „Russlanddeutsche Autorinnen und Autoren“ lautet.

Russlanddeutsche Autorinnen und Autoren spielen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung geschichtlicher und kultureller Aspekte der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum. Durch ihre literarischen Werke, Essays oder auch autobiografischen Texte bewahren sie Erinnerungen an Vertreibung, Deportation, Zwangsarbeit und Migration, die sonst leicht in Vergessenheit geraten könnten oder in der Mehrheitsgesellschaft ohnehin noch nicht hinlänglich bekannt sind.

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„Sonnen und Kometen“: Erzählungen von Max Schatz erschienen

NEU im BKDR Verlag!

„Sie war wie eine Sonne, strahlend und lebensfroh, von Anbeginn ihres Lebens an einem zentralen, festen, begehrten Ort. Und er – ewig am Rand. Nur ein kleiner Komet, zur ewigen Wanderung durch die Finsternis des Alls, auf der Suche nach einer Heimat verdammt …“ (aus: „Sonnen und Kometen“ von M. Schatz)

Die in diesem Band gesammelten Erzählungen und Kurzgeschichten von Max Schatz geben Einblicke sowohl in das moderne Leben von Menschen mit russlanddeutschem Hintergrund als auch in die tragische Vergangenheit der Deutschen aus den Ländern der ehemaligen UdSSR. Vor allem sind es aber Geschichten über Gewinner und Verlierer, ob in Liebesbeziehungen oder in der Arbeitswelt, ebenso voller Romantik wie Melancholie, aber auch Satire.

(c) mockups-design.com

Der Erzählband „Sonnen und Kometen“ von Max Schatz ist ab dem 1. September in allen deutschen Buchhandlungen sowie direkt über den BKDR Verlag bestellbar. E-Mail:  kontakt@bkdr.de oder via Tel.: 0911.89219599.

Weitere Details: ISBN 978-3-948589-54-7, Hardcover, 220 Seiten. Art.-Nr.: 9547, Preis: 16,- EUR.

Anm.: An Pressevertreter senden wir bei ernsthaftem Interesse kostenlose Rezensionsexemplare zu.

(Umschlagbild von Katharina Fondis)

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Kultur und Identität: „Wolgadeutsche Siedlungen in Argentinien“

Neuerscheinung im BKDR Verlag – Ein Buch von Olga Litzenberger und Sergey Terekhin

Die Entfernung zwischen den Flüssen Wolga und Paraná beträgt in der Luftlinie etwa 14.000 km. Würde man diese Strecke zu Fuß zurücklegen, könnte man sie innerhalb von vier Monaten bewältigen. Doch das ist reine Mathematik; in Wirklichkeit dauert es Jahre oder sogar Jahrzehnte. Die Autoren dieses Bandes, Olga Litzenberger und Sergey Terekhin, sind an der Wolga aufgewachsen und haben schon immer eine Faszination für ferne Länder, auch für Argentinien, gehegt. Als Experten für die Geschichte und Kultur der Wolgadeutschen erfuhren sie, dass viele von ihnen im 19. Jahrhundert nach Argentinien ausgewandert sind. Das kindliche Interesse der beiden wurde zu einem beruflichen Anliegen: Sie wollten genau herausfinden, wie die Nachkommen der Wolgadeutschen heute leben. In den Jahren 2023 und 2025 besuchten sie die Dörfer und Städte in den Provinzen Entre Ríos, Buenos Aires und La Pampa, die von den einstigen wolgadeutschen Siedlern gegründet wurden. Die Nachkommen der Wolgadeutschen prägen bis heute diese Umgebung auf typisch deutsche Weise: die Straßen, Schulen und Kirchen – alles Bauwerke, die in alter Tradition ihrer wolgadeutschen Vorfahren errichtet wurden. Sie bewahren und pflegen ihr kulturelles Erbe.

„Es war wie ein Wunder“, sagen beide Autoren, „die Vergangenheit wurde lebendig, und die Umgebung, die wir jahrelang nur aus Büchern und Archiven kannten, wurde real erlebbar.“ Diese inspirierende Erfahrung bildete die Grundlage für dieses Buch.

Weitere Details:

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