Neue Publikation zu Absolventen der Universität Dorpat erschienen (Teil 1)

Im Jahrbuch des Bessarabiendeutschen Vereins 2022 (73. Jahrgang) ist ein ausführlicher Aufsatz von unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter, Dr. Viktor Krieger, über die ersten bessarabiendeutschen Absolventen der Universität Dorpat erschienen. Der Titel des Aufsatzes lautet: „Siedler-Kolonisten aus Bessarabien an der Universität Dorpat, Teil I“. Darin werden 33 von den insgesamt 47 geplanten Absolventenbiografien – mit Illustrationen, Literatur- und Archivquellenverweisen – vorgestellt.

Die restlichen Biografien, die u. a. ausführliche Analysen der Lebensläufe der bessarabiendeutschen Akademiker enthalten wird, sollen im nächsten Jahrbuch veröffentlicht werden. Der Verfasser und das BKDR danken dem Bessarabiendeutschen Verein für die vielfältige Unterstützung bei der Beschaffung der für den Aufsatz relevanten Informationen. Somit setzen wir die enge Zusammenarbeit mit dieser Organisation fort.

Der Autor wäre für weiterführende Informationen zu den in seinem Artikel erfassten Personen sehr dankbar. Bitte melden Sie sich bei ihm unter der E-Mail: V.Krieger [at] bkdr.de

Krieger, Viktor, „Siedler-Kolonisten aus Bessarabien an der Universität Dorpat, Teil I“, aus: Jahrbuch der Detschen aus Bessarabien, Heimatkalender 2022.

Lyrikband „Findlinge“ von Wendelin Mangold erschienen

Geboren 1940 auf einem Bauernhof bei Odessa am Schwarzen Meer, geriet Wendelin Mangold als Kleinkind aufgrund der Kriegsereignisse zuerst in den Westen. 1945 wurde er zurück in die Sowjetunion verschleppt. Er besuchte die Schule im Ural, arbeitete und studierte in Sibirien, lehrte später in Kasachstan die deutsche Sprache an der Pädagogischen Hochschule in Kökschetau und lebt seit 1990 in Deutschland. Nach der Umsiedlung war er viele Jahre Sozialarbeiter bei der Seelsorge, seit 2007 ist er Rentner und wohnt in Königstein im Taunus. Er schreibt bereits seit seiner Studienzeit und hat diverse Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften, Almanachen und Anthologien vorzuweisen sowie ein Dutzend eigenständige Bände herausgebracht.

Aus seiner Feder stammen Gedichte, Kurzprosa und dramatische Werke. Darüber hinaus übersetzt er teils bedeutende Autorinnen und Autoren aus dem Russischen ins Deutsche (z. B. Texte von Elena Seifert). 2013 bekam er für sein Engagement und seine Lebensleistung den Hessischen Integrationspreis „Flucht, Vertreibung, Eingliederung“. 2017 wurde er zum außerordentlichen Ehrenmitglied des Literaturkreises der Deutschen aus Russland ernannt. 2020 wurde ihm die Ehrengabe des Russlanddeutschen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg in der Sparte „Literatur“ zuerkannt. Er schreibt pointiert, wortwitzig und originell, was wiederum den Reiz seiner Gedichte ausmacht. Mit dem Lyrikband „Findlinge“ legt der Autor eine Sammlung seiner in den letzten dreißig Jahren entstandenen lyrischen Skizzen und Kurzgedichten vor.

ISBN 978-3-948589-18-9, Hardcover, 100 S., Preis: 14,- EUR (D), Art.-Nr.: 9189

Bestellen können Sie das Buch unter der E-Mail kontakt@bkdr.de oder telefonisch unter 0911-89219599.

Unseren aktuellen Bestellkatalog finden Sie unter BKDR-Bestellkatalog.

„Historisches Ortslexikon der Wolgadeutschen – Band 1. A-B“ von Olga Litzenberger erschienen

Dieses mehrbändige historische Ortslexikon ist einem Phänomen gewidmet, das heute zwar nicht mehr existiert, jedoch tiefe und deutlich erkennbare Spuren in Russlands Geschichte des 19.–20. Jahrhunderts hinterlassen hat. Es geht um die etwa 300 Siedlungen bzw. Kolonien an der Wolga, die schon im 18. Jahrhundert gegründet wurden. Doch was wissen wir über die sogenannten „Wolgadeutschen“? Aus welchen Gegenden stammten ihre Vorfahren? Wie verlief ihre Geschichte und was machte ihre Kultur aus?

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„Die Republik der Wolgadeutschen“ von Arkadi German erschienen

Aus dem Russischen von Christine Hengevoß

Anlässlich des 80. Jahrestags der Deportation der Russlanddeutschen in der UdSSR

In der vorliegenden Publikation beleuchtet der renommierte Historiker Arkadi German detailreich die Geschichte der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (ASSR der WD). German war der erste Historiker, der in den 1990er-Jahren eine derart umfangreiche und in wissenschaftlichen Kreisen viel beachtete Monografie unter dem Titel „Respublika nemcev povolžja“ auf Russisch vorgelegt hatte. Auf der Grundlage von Archivmaterialien und weiteren Quellen untersucht German jene Faktoren, die zur Bildung der territorialen Autonomie geführt haben, zeigt die Rolle der Wolgadeutschen in den Zeiten des Bürgerkriegs und des Kriegskommunismus auf, analysiert die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Besonderheiten der Entwicklung während der einzelnen historischen Phasen: in den Jahren der sogenannten „Neuen ökonomischen Politik“ (NÖP), der ersten zwei Fünfjahrespläne, am Vorabend und in den ersten Monaten des deutsch-sowjetischen Krieges. Besonderes Augenmerk legt German auf die Thematik der Liquidierung der ASSR der WD und der Deportation der deutschen Bevölkerung nach Sibirien und Kasachstan im Jahr 1941. Das Buch richtet sich ebenso an das Fachpublikum wie an einen breiten Kreis von Leserinnen und Lesern.

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VERFOLGT-ENTRECHTET-ENTEIGNET – Eine Gedenkschrift anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation

Am 28. August 2021 jährt sich zum 80. Mal der berüchtigte Erlass der obersten Staatsgewalt der UdSSR, der die Auflösung der Autonomen Republik der Wolgadeutschen und die Deportation der Deutschen in der Sowjetunion zur Folge hatte.
Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) gab aus diesem Anlass eine Gedenkschrift heraus. Anhand von aussagekräftigen und teils bisher noch nicht veröffentlichten zeitgenössischen Dokumenten wie z. B. Zeitungsartikeln, Archivzeugnissen, geheimen Staatsverordnungen, Behördenkorrespondenz oder privaten Briefen wird der Weg der Verfolgung, Entrechtung, Enteignung und Diskriminierung der sowjetischen bzw. russischen „Bürger deutscher Nationalität“ von 1941 bis heute detailliert nachgezeichnet.

Zu den darin abgedruckten russischsprachigen Originalschriftstücken bieten wir jeweils eine deutsche Textfassung an. Diese dokumentarische Gedenkschrift wurde von unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter, Dr. Viktor Krieger, konzipiert und dient der weiteren Aufarbeitung des Schicksals bzw. der Geschichte der Bundesbürger mit russlanddeutschem Hintergrund. Somit setzt sich das BKDR konsequent für eine sachkundige Geschichtsvermittlung ein.

Wir würden uns freuen, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, diese Schrift weiterempfehlen würden. Für Fragen stehen wir Ihnen, vor allem unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger, selbstverständlich zur Verfügung. Gegen eine geringfügige Versandpauschale in Höhe von 3,- EUR können Sie ab sofort eine gedruckte Fassung dieser Broschüre erhalten.

„Verfolgt-Entrechtet-Enteignet. Zum 80. Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen in der UdSSR. Eine dokumentarische Gedenkschrift.“

ISBN 978-3-948589-30-1

E-Mail: kontakt@bkdr.de; Tel.: 0911-89219599

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Neues Buch von Sergey Terekhin im BKDR Verlag erschienen

Reihe „Deutsches Architekturerbe im Ausland“, Band 1, „Das deutsche Architekturerbe in den Städten Russlands“

Der vorliegende zweisprachige Bildband (Deutsch und Russisch) von Sergey Terekhin eröffnet eine neue Reihe von Publikationen des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) mit dem Titel „Deutsches Architekturerbe im Ausland.“ Diese Reihe stellt die markantesten Baudenkmäler der deutschen materiellen Kultur außerhalb Deutschlands vor. Das erste Buch zeigt einige typische Beispiele des in russischen Städten vorzufindenden deutschen Architekturerbes. Dieses Kulturerbe ist äußerst vielfältig. Anhand einer Auswahl typischer Beispiele werden die Konturen dieser zahlreichen Zeugnisse widergespiegelt.

Sergey Terekhin, ISBN 978-3-948589-16-5, 64 S., Hardcover, Querformat: 17 x 24 cm, Preis: 17,- € (D)

Sämtliche vom BKDR herausgegebenen Bücher finden Sie in unserem Bestellkatalog: www.bkdr.de/link/bestellkatalog   

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Neue Publikation von Dr. Viktor Krieger erschienen

Die neue Abhandlung unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters, Dr. Viktor Krieger, befasst sich mit den rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Konstellationen im Russischen Reich, in der UdSSR und in Deutschland, welche die in ihrer damaligen Wahlheimat Russland fest verwurzelten und loyalen Wolga- oder Schwarzmeerdeutschen quasi gezwungen haben, auszuwandern bzw. in das Land der Urväter zurückzukehren. In dem Aufsatz arbeitet der Verfasser die ausschlaggebende Bedeutung der Kriegsfolgen im Schicksal der Russlanddeutschen heraus und plädiert am Schluss der Darstellung nachdrücklich dafür, die aktuelle gesetzliche Lage für die Aufnahme von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern in Anbetracht des unbestrittenen Kriegsfolgenschicksals anzupassen. Die Publikationen finden Sie im Heimatbuch 2021 (Zu beziehen u. a. über die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland). Siehe auch diesen Link:

Die erzwungene Rückkehr in die historische Heimat: Etappen einer folgenschweren Ablösung, in: Heimatbuch der Deutschen aus Russland 2021. Stuttgart 2021.

Buch „BEGEGNUNGEN: Russlanddeutsche Autoren im Gespräch und Porträt“ (Bd. I) erschienen

Mehr als zwei Jahrzehnte lang interviewten Nina Paulsen und Agnes Gossen russland-deutsche Autorinnen und Autoren. Eine Auswahl dieser Interviews wird in zwei Bänden unter dem Titel „Begegnungen. Russlanddeutsche Autoren im Gespräch und Porträt“ im BKDR Verlag veröffentlicht. Band I ist im Januar 2021 erschienen und beinhaltet Gespräche mit Literaturwissenschaftlern, Literaturkritikern und Autoren, die bereits in der UdSSR literarisch bzw. publizistisch aktiv waren. Dazu gehören Johann Warkentin, Hugo Wormsbecher, Waldemar Weber, Herold Belger, Konstantin Ehrlich, Elena Seifert, Viktor Heinz, Rose Steinmark, Nora Pfeffer, Waldemar Spaar, Alexander Beck, Nelly Wacker, Rosa Pflug, Eugen Warkentin, Wendelin Mangold und Lore Reimer.

Dem Interviewteil wurden literaturgeschichtliche Aufsätze von Nina Paulsen und Agnes Gossen vorangestellt, sodass der interessierte Leser (bzw. die Leserin) einen ersten Einblick in die Geschichte der russlanddeutschen Literatur in der Sowjetunion und in Deutschland bekommt. Die Titel dieser Aufsätze lauten: „Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart der russlanddeutschen Literatur“ (Nina Paulsen) und „Literaturkreis und seine Aktivitäten, die Zusammenarbeit mit Verlegern und die Förderung junger Autoren“ (Agnes Gossen). Im geplanten Band II werden Paulsen und Gossen ausführlich auf das Schaffen von Autorinnen und Autoren eingehen, die erst in Deutschland literarisch aktiv geworden sind.

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„In Würde ertragen – Russlanddeutsche Zwangsarbeiter des TagilLag“ – Gedenkbuch erschienen

(c) Coverbild: J. Sachwatajew

Im historischen Gedächtnis der russlanddeutschen Bundesbürger nimmt die massenhafte Aushebung zur Zwangsarbeit in den Jahren 1941‒1946 in der UdSSR einen besonderen Stellenwert ein. Die „Sowjetbürger deutscher Nationalität“, so der Amtsjargon, gehörten zu der einzigen nationalen Minderheit, bei der nicht nur Männer, sondern auch Frauen, Jugendliche und Mädchen zum Zwangsarbeitseinsatz herangezogen wurden. Etwa 350.000 Personen mussten fern ihrer Wohnorte, Eltern oder Kinder im Ural und hohen Norden, in Sibirien und Kasachstan schwere körperliche Arbeit unter elenden Bedingungen leisten. Diese im tiefsten Hinterland abgelaufene repressive Aktion, von den Behörden verschleiert und als „Arbeitsmobilisierung“ deklariert, von den Betroffenen selbst als „Trudarmee“ (Arbeitsarmee) bezeichnet, kostete nicht weniger als 70.000 Menschenleben. Jede deutsche Familie war faktisch davon betroffen.

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„Deutsche Siedlerarchitektur im Ausland“ von Sergey Terekhin erschienen

Im BKDR Verlag erschien kürzlich das Buch „Deutsche Siedlerarchitektur im Ausland“ von Sergey Terekhin. Die deutsche Siedlerarchitektur, größtenteils unprofessionell, erlangte eine eigene Ausdrucksprache, die sich von der ursprünglichen Quelle unterschied und in einem neuen Kontext hervortrat; dennoch blieb sie kaum noch Subkultur – deutsche, russische, ukrainische oder irgendeine andere. Der Versuch, mit der ethnischen Architektur bei null anzufangen, war von Erfolg gekrönt. Die Transfers wurden jedoch im späten 19. und frühen 20. Jh. fortgesetzt; jetzt zählen sie zu den „sekundären“ Siedlungen, die während der neuen Migrationsphase der Russland- und Ukrainedeutschen in den asiatischen Teil des Imperiums und die Länder Nord- und Südamerikas gegründet wurden. Ihre materielle Umgebung war fast identisch mit den Originalen aus den Wolgagebieten oder denen vom Schwarzen Meer.

Der Autor des Buches geht davon aus, dass der Begriff „Siedlerarchitektur“ das dynamische Ganze charakterisiert – einen bedeutenden Zweig der „exterritorialen“ deutschen materiellen Kultur, die direkt oder indirekt im Zusammenhang mit Russland, der Ukraine und einigen anderen Ländern beschrieben wird. Die Monografie stellt den ganzheitlichen Prozess des Transfers der ethnischen architektonisch-kulturellen Tradition dar, ausgedrückt in der Raumordnung, der Planung und der Bebauung deutscher Siedlungen in den relevanten russischen bzw. ukrainischen Gebieten sowie in den „ursprünglichen“ (deutschen) und den (in- und ausländischen) Arealen, die diese Tradition gewissermaßen „geerbt“ hatten.

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