KUNST AM BAU | Entscheidung für das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR)

Für den Neubau des Kulturzentrums BKDR hat das Staatliche Bauamt Nürnberg einen geladenen, einphasigen Kunst-am-Bau-Wettbewerb für zwei Standorte ausgelobt. Dem Wettbewerb war ein offenes Bewerbungsverfahren vorausgegangen. Aus mehr als 100 Bewerbungen wurden sieben Künstler für die Entwurfsphase ausgewählt.

Am 25. September 2026 kam das Preisgericht zusammen und traf seine Entscheidung: Der Entwurf „WERWIRWARENWERWIRSINDWERWIRWERDEN“ von Erika Hock wird zur Realisierung empfohlen. Für die Umsetzung der Kunst am Bau stehen insgesamt 180.000 Euro zur Verfügung.

Ewald Oster, Vorsitzender des BKDR-Trägervereins, zeigt sich von dem Entwurf Erika Hocks und der darin zum Ausdruck kommenden Botschaft beeindruckt. Die einstimmige Entscheidung des Preisgerichts begrüßt er im Namen des gesamten Vorstandes ausdrücklich.

Alle Interessierten haben die Möglichkeit, die ausgewählten Wettbewerbsbeiträge und die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze im Kulturzentrum BKDR zu besichtigen:

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5. Internationaler BKDR-Fotowettbewerb „Stumme Zeitzeugen“

Gestickte Worte, gelebte Werte
Spruchkultur in russlanddeutschen Lebenswelten


Historische deutschsprachige Spruchzeugnisse

Welche Sprüche begleiteten Ihre Familie? Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) sucht Fotografien historischer deutschsprachiger Spruchzeugnisse aus Familien und Gemeinschaften der Deutschen aus Russland und ihrer Nachkommen. Gesucht werden handgefertigte Objekte wie Stickereien, Haussegen, Spruchbilder sowie bemalte, geschnitzte oder eingebrannte Tafeln. Entscheidend sind die Familien-, Migrations- oder Gemeinschaftsgeschichte und das Wissen, das über den Gegenstand überliefert ist. Eine lückenlose Herkunftsgeschichte ist nicht erforderlich. Bekanntes, Erinnertes, Vermutetes und Unbekanntes soll in der Bildbeschreibung entsprechend kenntlich gemacht
werden.

Gesuchte Motive

1. Weltliche Spruchzeugnisse
Lebensweisheiten, humorvolle oder nachdenkliche Sprüche sowie Aussagen über Familie, Freundschaft, Heimat, Arbeit und Alltag. Beispiel:

„Wo Lieb und Treu die Wache hält, da ist’s im Hause wohl bestellt.“ (Historisches Spruchbild, Jakob-Riffel-Museum, Gualeguaychú, Argentinien.)


2. Religiöse Spruchzeugnisse
Bibelverse, Gebete, Segenswünsche, Haussegen und andere handgefertigte Glaubenszeugnisse. Beispiel:

„Müde bin ich, geh zur Ruh. Schließe meine Augen zu … Vater, lass die Augen dein über meinem Bette sein.“ (Besticktes Tuch, Jakob-Riffel-Museum, Gualeguaychú, Argentinien.)


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Gedenkakt zum Tag der Russlanddeutschen im Kulturzentrum BKDR

+++ Erinnerung an Deportation und Verfolgung – Fachvortrag sowie Gedenkschrift und studentisches Fotoprojekt vorgestellt. +++

Nürnberg, 28. August 2026. Anlässlich des Tages der Russlanddeutschen veranstaltete das Kulturzentrum BKDR am 28. August 2026 einen Gedenkakt. Die Veranstaltung erinnerte an das Schicksal der Deutschen in der Sowjetunion und setzte zugleich ein Zeichen für eine lebendige und generationenübergreifende Erinnerungskultur.

Der 28. August besitzt für die Russlanddeutschen eine besondere historische Bedeutung. Am 28. August 1941 wurde der Erlass über die Zwangsumsiedlung der Deutschen aus der Wolgaregion veröffentlicht. Er leitete die Deportation hunderttausender Sowjetdeutscher ein und steht bis heute symbolisch für Entrechtung, Zwangsumsiedlung, Verfolgung und jahrzehntelange Diskriminierung.

Der Gedenkakt begann mit einer musikalischen Eröffnung. Stanimir Bugar (Eventmanagement Kulturzentrums BKDR) begrüßte die anwesenden Gäste und führte in die Veranstaltung ein.

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+++ Verlängerung der Ausstellungsdauer von „DAS GEBET im Leben der Russlanddeutschen“ in der Kirche St. Pölten in Weilheim in Oberbayern +++

Erfreulicherweise dürfen wir Ihnen mitteilen, dass die Ausstellungsdauer der Ausstellung „DAS GEBET im Leben der Russlanddeutschen“ in der Kirche St. Pölten in Weilheim in Oberbayern in Kooperation mit Irma Streck bis zum 8. August 2026 (Samstag) verlängert werden konnte.

Besonderer Dank ergeht an dieser Stelle an Herrn Pfarrer Paul Igbo und Frau Karin Brüderle für die Möglichkeit zur Präsentation und das entgegengebrachte Vertrauen.

Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an dieser Ausstellung groß ist. Nutzen Sie gerne die Gelegenheit und besuchen Sie die Kirche St. Pölten in Weilheim in Oberbayern.

Die Kirche kann dabei zu den regulären Öffnungszeiten besucht und damit auch die Ausstellung besucht werden.

„DAS GEBET im Leben der Russlanddeutschen“ in Kirche St. Pölten

Vom 21. Juni bis zum 19. Juli 2026 präsentiert das Kulturzentrum BKDR gemeinsam mit der Lichtmalerin, Diplom-Biologin, Coachin und Autorin Irma Streck in der Kirche St. Pölten in Weilheim in Oberbayern die gemeinsame Ausstellung „DAS GEBET im Leben der Russlanddeutschen“.

Die Vernissage findet am 21. Juni 2026 (Sonntag) um 12:00 Uhr direkt im Anschluss an den Gottesdienst statt.

Zur Ausstellung:

Mehr als 2,5 Millionen Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion bringen ein vielfältiges religiöses Leben sowie eine faszinierende und zugleich tragische Geschichte mit. Glaube und Gebet nahmen im Leben der Russlanddeutschen stets eine zentrale Rolle ein und verliehen ihnen Kraft, Halt und Vertrauen. Auch heute können Menschen in Zeiten großer Herausforderungen durch den Glauben, das bewusste Innehalten und das Gebet Trost, Ermutigung und neue Kraft finden.

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Rudolf Fischer übergibt sein Kunstwerk an das BKDR

Ein besonderes Kunstobjekt bereichert künftig den Bestand materieller Kulturgüter des Kulturzentrums BKDR.

Der Nürnberger Künstler Rudolf Fischer fertigte eine einzigartige Leuchte mit dem künstlerisch gestalteten Motiv „250 Jahre Einladungsmanifest“ an und übergab dieses Unikat nun an das Kulturzentrum BKDR.

Auf dem Foto v. l. n. r.: Georg Reis, Rudolf Fischer.

Rudolf Fischer wurde im März 1945 in Deutschland geboren. Seine Familie wurde in die Sowjetunion repatriiert und lebte bis 1955 im Gebiet Krasnojarsk. Seine weiteren Lebensstationen waren Kasachstan sowie die russische Teilrepublik Tatarstan. 1993 kehrte Familie Fischer in ihre historische Heimat Deutschland zurück.

Der Kontakt mit dem Künstler kam durch Herrn Georg Reis vom Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) zustande.

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„Wo die Pappeln wachsen“ – Ausstellung und Buchpräsentation mit Irina Unruh

Am 23. Oktober eröffnet das Haus der Heimat Nürnberg in Kooperation mit dem BKDR die Ausstellung „Where the Poplars Grow“ (Wo die Pappeln wachsen) mit der Fotokünstlerin und Autorin Irina Unruh. Als erfahrene Fotografin hat Irina Unruh zahlreiche Reisen nach Kirgistan unternommen, um das Leben entlang der historischen Seidenstraße festzuhalten. In ihrem neuesten Werk, dem Fotokunstbuch „Where The Poplars Grow“, nimmt uns Irina mit auf eine persönliche Reise in ihre Kindheit. Aufgewachsen in den postsowjetischen Landschaften, porträtiert sie einfühlsam den Wandel der Zeiten, die Suche nach Heimat und Identität. Das Buch wurde im April 2024 bei SHIFT BOOKS in Berlin veröffentlicht und mit der Silbermedaille des Deutschen Fotobuchpreises ausgezeichnet.


Das Buch
Wie kommt ein deutsches Dorf nach Kirgistan? Im Spätsommer 1988 verlässt die damals neunjährige Irina Unruh mit ihrer Familie Kirgistan, das zu dieser Zeit Teil der Sowjetunion ist. Zwei Jahrzehnte später kehrt sie erstmals nach Telman zurück. Ihr Heimatdorf liegt im Tal des Flusses Tschüi und wird von den älteren Einwohnern Grünfeld genannt. Denn wie auch die umliegenden Dörfer wurde es in den 1920er Jahren von geflüchteten deutschen Mennoniten gegründet.

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Gelungener Start auf der Leipziger Buchmesse

Im Zuge der gestrigen Eröffnung der diesjährigen Leipziger Buchmesse blicken wir gemeinsam mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland auf einen erfolgreichen und erkenntnisreichen ersten Messetag zurück.

Das Thema der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum und damit verbunden unsere zahlreichen Publikationen wurden von den Besuchern gut angenommen und fanden großen Anklang. Darüber hinaus haben wir uns über den interessanten und wichtigen Wissensaustausch gefreut und schätzen es sehr, dass viele Messebesucher aus ganz Deutschland jedes Jahr seit unserer Präsenz auf der LBM regelmäßig zu uns an den Stand kommen, um sich über aktuelle Projekte zu informieren und die neuesten Publikationen zu begutachten.

Unseren Stand finden Sie hier:

Halle 4, Stand E102

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Kalenderblatt des Monats „Januar 2025“

Heute möchten wir Ihnen das erste „Kalenderblatt des Monats“ für das Jahr 2025 präsentieren. Auch in diesem Jahr hat das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR e.V.) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) einen Jahreskalender mit russlanddeutschem Themenbezug unter dem Titel „Russlanddeutsche Künstlerinnen und Künstler“ herausgegeben.

Im Januar werden Ihnen die Künstler Nataliia Englert, Dr. Eugen Wagner und Viktor Hurr vorgestellt. Die in diesem Kalender insgesamt vorgestellten Künstler stammen aus verschiedenen Regionen der ehemaligen Sowjetunion, was sowohl mit der Ansiedlungsgeschichte der Russlanddeutschen seit dem späten 18. Jahrhundert als auch mit den Deportationen und Zwangsumsiedlungen unter Stalin zusammenhängt.

Bestellungen sind nach wie vor möglich per E-Mail an kontakt@bkdr.de oder telefonisch unter der 0911-89219599.

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„Ein Regenbogen über der Steppe. Wladimir Eifert“

Kürzlich fand die Übergabe der Monografie „Ein Regenbogen über der Steppe. Wladimir Eifert“ an den glücklichen Autoren Amir Dschadaibajew sowie das Staatliche A.-Kastejew-Kunstmuseum Almaty (Kasachstan), das 1988 Bilder von Eifert entgegennahm, statt.

Mittels unseres virtuellen Rundgangs können Sie sich gerne durch die zahlreichen Ausstellungen des Museums bewegen. Die ersten Ankäufe deutscher Kunst wurden 1936 getätigt, darunter Stiche von Bause, Schreier, Pichler, Weger und Gemälde von Schulz, Sulzer und Winterhalter. 1965 erhielt die Galerie Stiche von Dürer, Refler und Schön aus der Eremitage in St. Petersburg sowie aus einer Privatsammlung:

https://bkdr.de/VRundgang/AlmatyKunstmuseum/

Die Monografie „Regenbogen über der Steppe. Wladimir Eifert“ ist dem bekannten sowjetdeutschen Künstler Wladimir Eifert (1884-1960) anlässlich seines 140. Geburtstags gewidmet. Es ist das erste Buch, in dem auf der Basis des vom Verfasser zusammengetragenen umfangreichen künstlerischen und historischen Archivmaterials über den Lebensweg und die berufliche Laufbahn des hervorragenden Malers, ausgezeichneten Museumsfachmanns und Pädagogen berichtet wird.

Die deutsche Herkunft Wladimir Eiferts war der Grund, weshalb es ihn 1941 nach Zentralasien verschlug: Er wurde wie alle Sowjetdeutschen nach dem faschistischen Überfall auf die UdSSR deportiert. Von dieser Zeit an waren sein gesamtes weiteres Schicksal und seine Kunst mit Kasachstan verbunden.

Zum Inhaltsverzeichnis, dem Vorwort und zur Einleitung des Autors gelangen Sie HIER auf unserer Homepage – mit Downloadfunktion.

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