Gedenktafel für die Opfer politischer Repressionen und der Hungersnot in Astana eingeweiht

Am 31. Mai, dem kasachischen Gedenktag für die Opfer politischer Repressionen und Hungersnöte, wurde in Astana eine Gedenktafel feierlich eingeweiht.

Das Kulturzentrum BKDR, die Evangelisch-Lutherische Kirche Kasachstans sowie die regionale Gesellschaft der Kasachstandeutschen „Wiedergeburt“ (Stadt Astana und Gebiet Akmola) realisierten das Projekt gemeinsam. Die dreisprachige Gedenktafel trägt die Inschrift „In Gedenken an die Opfer politischer Repressionen und der Hungersnot“ und erinnert an die Menschen, die Verfolgung, Deportation und die tragischen Ereignisse der Hungersjahre erleiden mussten.

Für die feierliche Atmosphäre in der evangelisch-lutherische Erlöserkirche in Astana sorgten das Orgelspiel sowie der Gesang von Ida Haag aus Ingolstadt. An der Totenehrung wirkten die ehemaligen Schauspieler des Deutschen Theaters Temirtau, Alexander Hahn, Lilia Henzen und Viktoria Gräfenstein mit. In Vertretung des BKDR und der Landsmannschaft beteiligten sich Rudi und Dorothea Walter mit Gedenkbeiträgen.

Nach der Enthüllung der Gedenktafel durch Alexander Kail von der Gesellschaft „Wiedergeburt“ und Rudi Walter vom BKDR wurde diese durch den Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kasachstan, Rostislav Novgorodov, feierlich eingeweiht.

Weiterlesen

BKDR-Bildungsreise nach Kasachstan 2026

Am vergangenen Samstag hat die diesjährige BKDR-Bildungsreise nach Kasachstan begonnen. Nach später Ankunft in Astana startete das Programm am frühen Sonntagmorgen mit einer offiziellen Begrüßung sowie organisatorischen Gesprächen.

Im Anschluss erhielten die Teilnehmer bei einer Stadtrundfahrt erste Eindrücke von der kasachischen Hauptstadt und ihrer Entwicklung.

Ein besonderer Schwerpunkt des ersten Programmtages lag dahingehend auf der historischen Erinnerungsarbeit. Die Reisegruppe besuchte den Museumsgedenkkomplex „ALZHIR“ im heutigen Akmol, einem ehemaligen sowjetischen Frauenlager, das zu den bedeutenden Erinnerungsorten der politischen Repressionen in der Sowjetzeit zählt. Bei einem Gedenkakt am Denkmal für Iwan Scharf wurde der Opfer von Verfolgung und Deportation gedacht. Darüber hinaus fand ein Austausch mit dem CEO der Holdinggesellschaft „Schanyrak“ statt.

Weiterlesen

Gedenkakt zu Ehren von Viktor Diesendorf

Am 3. Mai 2026 gedachten Verwandte und Wegbegleiter des am 28. April 2025 verstorbenen Viktor Diesendorf, eines Historikers und Publizisten wolgadeutscher Herkunft. Auf Einladung der Organisatoren nahm Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums BKDR, am Gedenkakt in Rottenburg am Neckar teil. Die Trauerschleife trug die Inschrift „In würdevoller Erinnerung – Wegbegleiter und BKDR“.

Viktor Diesendorf (russisch: Viktor Friedrichowitsch Diesendorf, 1951–2025) war ein russlanddeutscher Historiker, Sprachforscher und Publizist. Als Nachfahre deutscher Siedler an der Wolga gehörte er zum Personenkreis der Wolgadeutschen. Er forschte und veröffentlichte zur Geschichte, Demographie, Sprache und Kultur der Deutschen in Russland.

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählten die deutschen Siedlungen, die Geschichte der Wolgadeutschen sowie Dialekte und Sprache. Zudem war er Verfasser eines umfangreichen „Deutsch-russischen Wörterbuchs der wolgadeutschen Marxstädter Mundart“. Diesendorf gilt als wichtige Persönlichkeit für die Aufarbeitung der Geschichte der Russlanddeutschen, die Bewahrung der wolgadeutschen Dialekte sowie für die kulturelle Identität der Wolgadeutschen.

Weiterlesen

BKDR-Bildungsreise nach Georgien 2025

Die diesjährige Bildungsreise nach Georgien begann mit einer Stadtrundfahrt „Auf deutschen Spuren in Tiflis“ mit dem Besuch der ehemaligen deutschen Siedlungen „Neu-Tiflis“ und „Alexandersdorf“ unter fachkundiger Führung durch Prof. Dr. Oliver Reisner. Seinen Ausführungen nach gibt es in der georgischen Hauptstadt Tiflis leider immer weniger Objekte, die die ursprüngliche deutsche Architektur darstellen würden.

Das Treffen mit den Vertretern der deutschen Minderheit fand im Hauptsitz der Assoziation der Deutschen Georgiens “Einung” statt.

Der amtierende Präsident Alexander Feldmaier gab einen Überblick über die zahlreichen Tätigkeit der Vereinigung seit ihrer Gründung im Jahr 1991 bis heute. Es fand ein reger Austausch zwischen unser Reisegruppe und den Vorstandsmitgliedern sowie Gruppen- und Projektleitern statt. Ein reichhaltiger kulinarischer Ausklang mit regionalen Köstlichkeiten rundete den herzlichen Empfang ab. Dafür danken wir herzlich!

Weiterlesen

Zentrale Gedenkveranstaltung des Bundesverbandes der LmDR in Friedland

Unter dem Leitgedanken „Zukunft braucht Vergangenheit“ fand am 6. September 2025 um 14 Uhr im Grenzdurchgangslager Friedland die traditionelle Gedenkfeier der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) anlässlich des 84. Jahrestags der Deportation der Sowjetdeutschen statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der LmDR-Landesgruppe Niedersachsen unter der bewährten Federführung von Lilli Bischoff.

Die Veranstaltung begann mit einem ergreifenden Klavierstück von Anna Borodina, gefolgt vom Eröffnungsgebet durch Pastor Thorsten-Wilhelm Wiegmann. Im Anschluss richtete Lilli Bischoff, Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen, ihre begrüßenden Worte an die Anwesenden und stimmte die Gäste auf die Bedeutung des Gedenkens ein.

Weiterlesen

Gedenkveranstaltung in Taschkent (Usbekistan)

Am 28. August fand in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner „Wiedergeburt Taschkent“ eine Gedenkveranstaltung samt Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung und Kulturprogramm in der evangelisch-lutherischen Kirche in Taschkent statt, um an die Deportation der deutschen Minderheit in der Sowjetunion im Jahr 1941 zu erinnern.

(Zu unserem virtuellen Rundgang zu dieser Kirche gelangen Sie HIER!)

Nachstehend einige Eindrücke der sechsten Gedenkveranstaltung mit BKDR-Beteiligung in diesem Jahr, nachdem heuer weitere Veranstaltungen in Nürnberg, Gualeguaychú (Argentinien), Almaty (Kasachstan), Engels (Russland) und Odessa (Ukraine) durchgeführt wurden, die die lebendige Erinnerungskultur verdeutlichen.

Kranzniederlegung im Rahmen der BKDR-Bildungsreise nach Argentinien

Beim Auftakt der BKDR-Bildungsreise „Auf wolgadeutschen Spuren in Argentinien“ ging es für die Reisegruppe nach Gualeguaychú, einer Stadt im Südosten der Provinz Entre Ríos.

Hier gibt es eine exponierte Stelle, die auf Initiative der Nachkommen der Wolgadeutschen erst vor Kurzem zum „Platz der Wolgadeutschen“ umbenannt wurde.

Die entsprechende Urkunde der Stadtverwaltung wurde im Rahmen der vom BKDR initiierten Gedenkveranstaltung, an der auch der Bürgermeister Mauricio Davico persönlich teilnahm, an die regionale Gesellschaft der Wolgadeutschen unter der Leitung von Leandro Hildt übergeben.

Weiterlesen

Gedenkveranstaltung in Odessa (Ukraine)

Am 28. August wurde mit Unterstützung unseres Kooperationspartners „Wiedergeburt Odessa“ eine Kranzniederlegung mit einem Gedenkgottesdienst abgehalten.

Im Innenhof der evangelisch-lutherischen St.-Paul-Kirche, deren Orgel ursprünglich aus der Nürnberger Kreuzkirche stammt, wurde nach einer Andacht ein Kranz an der Gedenktafel für die „Opfer von Repressionen und Deportationen“ niedergelegt. Diese Tafel war bereits vor etwa vier Jahren im September 2021 auf Initiative des BKDR angebracht worden.

Weiterlesen

Gedenkveranstaltung in Engels (Russland)

Am 28. August 2025 wurde in Engels eine Kranzniederlegung am Denkmal für die russlanddeutschen Opfer der Repressionen in der ehemaligen Sowjetunion durchgeführt. Anlass war der 84. Jahrestag der Deportation der Deutschen.

Auch das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) beteiligte sich mit einem Kranz an der Zeremonie. Die Organisation und Durchführung der Veranstaltung lag in den Händen von Elena Geydt, Leiterin der Nationalen Kulturautonomie der Russlanddeutschen (NKA) in Marx. Unser Dank gilt allen Mitwirkenden und Unterstützern, die zum Gelingen dieses Gedenkaktes beigetragen haben.

Nachfolgend möchten wir einige Eindrücke teilen, die die lebendige Erinnerungskultur der Deutschen im postsowjetischen Raum verdeutlichen.

Weiterlesen

Gedenkveranstaltung in Almaty (Kasachstan)

Im Rahmen der diesjährigen Erinnerungsfeier, organisiert von der regionalen Gebietsgliederung „Wiedergeburt Almaty“ in Zusammenarbeit mit der DAZ – Deutsche Allgemeine Zeitung und mit Unterstützung des BKDR, fand eine Kranzniederlegung am Gedenkstein in Almaty statt.

Der dort errichtete Gedenkstein ist „den Deutschen gewidmet, die Krieg, Vertreibung und Not zum Opfer fielen“ und macht deutlich, wie bedeutend die Pflege der Erinnerungskultur – sowohl im Inland als auch im Ausland – für die Betroffenen weiterhin bleibt.

Unser herzlicher Dank für ihr vielfältiges Engagement gilt Robert Gerlitz und Olesja Klimenko sowie allen weiteren Mitwirkenden, die durch ihre Arbeit zu einer würdevollen und bedeutungsvollen Gestaltung des Gedenkakts beigetragen haben.

Weiterlesen