BKDR und LITO stellen gemeinsam Bücher auf der Leipziger Buchmesse 2026 vor

Der BKDR Verlag und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland (LITO) werden erneut auf der Leipziger Buchmesse (LBM) 2026 mit einem gemeinsamen Bücherstand vertreten sein. Die renommierte Buchmesse findet vom 19. bis zum 22. März statt. Am 21. sowie am 22. März werden wir außerdem unmittelbar auf dem Messegelände zwei Lesungen mit Büchern von Nelli Kossko und mit Elli Unruh und Max Schatz organisieren. Artur Rosenstern und Carola Jürchot werden die Lesungen moderieren.

(c) Fotos: Privatarchiv und BKDR.

Bei der ersten Lesung am Samstag, 21. März um 10:30 Uhr, werden Rosenstern und Jürchott das im BKDR Verlag neu aufgelegte Buch „In den Fängen der Zeit“ von Nelli Kossko vorstellen. Und zwar im Forum Globale Perspektiven (Halle 4, E303).

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„Auf den Spuren der Wolgadeutschen in Argentinien“ im Bürgerhaus Schwabach

Das Bürgermeister- und Presseamt der Stadt Schwabach veranstaltete gemeinsam mit dem Kulturzentrum BKDR am 12. Februar 2026 im Bürgerhaus Schwabach einen vielseitigen Literatur- und Musikabend unter dem Titel „Auf den Spuren der Wolgadeutschen in Argentinien“. Im Fokus standen die Geschichte, das kulturelle Erbe sowie die bis heute lebendige Identität wolgadeutscher Gemeinschaften in Südamerika.

Im Mittelpunkt des Kulturabends stand die Präsentation des Buches „Kultur und Identität: Wolgadeutsche Siedlungen in Argentinien“ durch Prof. Dr. Olga Litzenberger. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR stellte darin die historische Entwicklung der wolgadeutschen Siedlungen dar und widmete sich Fragen der kulturellen Selbstverortung sowie der Pflege von Traditionen.

Zu Beginn begrüßten Oberbürgermeister Peter Reiß und der per Videobotschaft zugeschaltete Bürgermeister der Partnerstadt Coronel Suárez, Ricardo Moccero, die Gäste. Ebenso richtete Waldemar Eisenbraun, Leiter des BKDR, ein Grußwort an das Publikum.

Darüber hinaus erhielten die Besucher digitale Einblicke in historische Siedlungsgebiete in Argentinien. Vorgestellt wurde im Rahmen dessen ein innovativer virtueller Rundgang des BKDR durch das Jakob-Riffel-Museum „Kulturerbe der Wolgadeutschen“ in Gualeguaychú, der online abrufbar ist und multimediale Zugänge zur Kulturgeschichte der wolgadeutschen Gemeinschaft eröffnet.

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Buchvorstellung „Mer hän doch so glacht!..“ mit Prof. Dr. René Krüger – Online via ZOOM!

Am 12. März 2026, Donnerstag, 19 Uhr (MEZ), wird Prof. Dr. René Krüger das Buch mit wolgadeutschen Witzen in einer Online-Lesung via ZOOM vorstellen.

Weitere Details sowie den Zugangslink zur Lesung finden Sie weiter unten! Das Buch mit dem Titel „Mer hän doch so glacht! Wolgadaitsche Witze, in Argentinie verzählt“ von Zully Bauer und René Krüger ist erst im Februar 2026 im BKDR Verlag erschienen.

Prof. René Krüger zu Besuch beim BKDR (c) BKDR-Archiv.

Viele wolgadeutsche Siedlerinnen und Siedler wanderten im 19. Jahrhundert aus politischen sowie wirtschaftlichen Gründen aus Russland nach Südamerika bzw. nach Argentinien. Der Großteil ihres Kulturerbes wurde bisher jedoch vor allem mündlich überliefert: Lebensgeschichten, Erfahrungen, Berichte, Gedichte, Legenden, Sprichwörter, Kochrezepte, Volkslieder und religiöse Lieder; außerdem Witze, Anekdoten, Schwänke, Rätsel, Späße usw. Lediglich ein Teil dieser noch lebendigen wolgadeutschen Kultur in Argentinien wurde schriftlich festgehalten. Es gibt noch viele kulturelle Gattungen, die mündlich sowohl im wolgadeutschen Dialekt als auch auf Spanisch in gewissen Kreisen der wolgadeutschen Nachkommen gepflegt werden, vor allem von der älteren Generation. Die Autoren dieses Buches haben viele Jahre Witze, Anekdoten sowie lustige Geschichten dieser Bevölkerungsgruppe in Argentinien gesammelt und damit einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung eines Teils dieses Kulturerbes geleistet.

Der Autor:

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DAZ veröffentlicht eine Rezension des Buches „In den Fängen der Zeit“ von Nelli Kossko

Das Onlineportal der Deutschen Allgemeinen Zeitung (DAZ) veröffentlichte am 15.02.2026 eine Rezension des vor Kurzem im BKDR Verlag neu aufgelegten Buches „In den Fängen der Zeit“ von Nelli Kossko:

Ich weiß, es ist grausam, ein kleines Mädchen wie dich in all diese schrecklichen Dinge einzuweisen, aber ich habe sonst niemanden, mit dem ich mein Leid teilen könnte. Vergib mir, mein Kind!‘ (…) Wir machten in dieser Nacht kein Auge zu, und als es dann zu dämmern begann, verließ Mama mit einem kleinen Bündel über der Schulter das Dorf. Ich hasste die NKWD-Leute, zu denen sie jetzt ging, den Kommandanten, den Krieg, die Russen und die Deutschen, ich hasste die ganze Welt und mich selbst am meisten, denn schließlich war ich an allem schuld … Aus: „In den Fängen der Zeit“

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3. Nora-Pfeffer-Literaturpreis (2026)

Ausschreibung / Bereich Literatur und Publizistik

Das Kulturzentrum BKDR und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland (LITO) schreiben zum dritten Mal einen Literaturwettbewerb für junge Autorinnen und Autoren aus.        

Einsendeschluss: 15.04.2026

Nora Pfeffer, „Neues Leben“, 80er-Jahre, Moskau.

Ein Literaturwettbewerb für junge Autorinnen und Autoren im Alter bis 40 J. (einschließlich Jahrgang 1986). Eine unabhängige Jury, bestehend aus etablierten Autorinnen und Autoren, wird sich der eingesandten Beiträge annehmen und je einen Preisträger in folgenden drei Kategorien bestimmen: Prosa, Lyrik und publizistische Beiträge/Essays aus dem Bereich Literatur (z. B. Rezensionen, Autorenporträts, Interviews etc.) Es können unveröffentlichte Kurzgeschichten, Lyrik (max. 10 Gedichte) oder Essay in deutscher Sprache eingereicht werden. Die Ausschreibung ist mit insgesamt 900 EUR dotiert, das Preisgeld wird wie folgt aufgeteilt:

  • Kategorie Kurzgeschichte: 300 EUR
  • Kategorie Lyrikbeitrag: 300 EUR
  • Kategorie Essay bzw. Literaturjournalismus: 300 EUR

Die Gewinnertexte sowie weitere sieben Beiträge werden in der nächsten Anthologie bzw. Almanach des BKDR Verlags und LITO veröffentlicht (voraussichtlich 2026) und im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auf medialen Kanälen des BKDR und seiner Projektpartner verwendet.

Nora Pfeffer als Autorin und das Thema der Ausschreibung

Nora Pfeffer gehörte mit ihrer schriftstellerischen Leistung zu den bedeutendsten russlanddeutschen Autorinnen der Nachkriegszeit. Jahrzehntelang hat sie die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur in der ehemaligen Sowjetunion mitgeprägt – als Lyrikerin, Übersetzerin, Nachdichterin, Essayistin und Literatur-kritikerin. Pfeffers Werke sind in mehreren Einzelbänden erschienen, darunter mehrere Bücher für Kinder, Lyriksammlungen und Bücher mit Nachdichtungen. Förderung von jungen Autorinnen und Autoren war stets eines ihrer wichtigsten Anliegen. Um ihre Lebensleistung zu würdigen und die Erinnerung an sie wachzuhalten, wurde 2022 ein ihr gewidmeter Literaturwettbewerb ins Leben gerufen. Mehr über Nora Pfeffer erfahren Sie unter dem Link: https://nora-pfeffer.lmdr.de/

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Der erste Literatursalon im Haus der Heimat Nürnberg stattgefunden

Der erste Literatursalon im Haus der Heimat Nürnberg hat am 12. Dezember stattgefunden. Organisiert wurde der Literaturabend vom Kulturzentrum BKDR, dem Haus der Heimat Nürnberg (HdH) sowie dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland (LITO) in den Räumen des HdH.

Nach dem Literaturabend (v.l.n.r.): A. Rosenstern, M. Schatz, E. Unruh und N. Keller (c) BKDR.

Das neue Format „Literatursalon“ möchte vor allem jungen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit bieten, ihre Neuerscheinung aus dem Bereich der sogenannten „russlanddeutschen“ Literatur vorzustellen und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Unter dem Begriff „Russlanddeutsche Literatur“ versteht man heute üblicherweise die Literatur von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren, die aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion stammen – sei es, weil sie dort geboren wurden oder aufgrund der eigenen Familiengeschichte (durch Eltern, Großeltern etc.) in ihrem Schaffen die Geschichte und Kultur der Deutschen aus ebendiesen Ländern verarbeiten.

Unserer Einladung nach Nürnberg folgten die Autorin Elli Unruh mit ihrem Debütroman „Fische im Trüben“ und Max Schatz mit seinem ersten Erzählband „Sonnen und Kometen“. Die Bücher erschienen Anfang September 2025.

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Bundesweiter Vorlesetag 2025 – „Vorlesen spricht Deine Sprache“

Nehmen Sie Platz, machen Sie es sich gemütlich und lehnen Sie sich einen Moment zurück. Wir lassen den berührenden Text „Das Haus für dich“ von Hugo Wormsbecher vorlesen – einem Autor, der die russlanddeutsche Literatur geprägt hat. Gelesen von Michael Helm.

Vorlesen verbindet – über Generationen, Sprache und Lebensgeschichten hinweg. Deshalb steht der Bundesweite Vorlesetag heuer unter dem Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“. Dabei spielt es keine Rolle, ob jung oder alt, ob großes Publikum oder in einer kleinen, gemütlichen Runde: Während einer vorgelesenen Geschichte jeglicher Art entsteht ein gemeinsamer Raum. Man schenkt sich Aufmerksamkeit und teilt besondere Momente miteinander. Ob heiter, bewegend oder spannend, ist für den Moment erst einmal zweitrangig.

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Literatursalon im Haus der Heimat: mit Elli Unruh und Max Schatz

Ankündigung! Datum: 12. Dezember, 19. Uhr, im Haus der Heimat Nürnberg.

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und das Haus der Heimat Nürnberg laden in Kooperation mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland zu einem vorweihnachtlichen Literatursalon ein. Das neue Format „Literatursalon“ möchte vor allem jungen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit bieten, ihre Neuerscheinungen aus der Sparte der sogenannten „russlanddeutschen“ Literatur vorzustellen und darüber mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.  

Unter dem Begriff „Russlanddeutsche Literatur“ versteht man heutzutage für gewöhnlich die Literatur von deutschen Autorinnen und Autoren, die aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion stammen, entweder dort geboren oder aufgrund der eigenen Familiengeschichte (durch Eltern, Großeltern etc.) in ihrem Schaffen eine gewisse Vorliebe für Geschichte und Kultur der Deutschen aus ebendiesen Ländern hegen.    

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Lesung in Hannover: „Unser Schnee von heute“

Mit Melitta L. Roth, Jürgen Hafner und Artur Rosenstern

Hannover. Am 9. November, Sonntag, stellten Autorinnen und Autoren Melitta Roth, Jürgen Hafner und Artur Rosenstern bei der LmDR/Ortsgruppe Hannover den Jubiläumsalmanach des Literaturkreises der Deutschen aus Russland (LITO) sowie einige aktuelle Texte vor. Die Ausgabe des Almanachs mit dem Titel „Unser Schnee von heute“ war anlässlich des 30. Jubiläums des Literaturkreises der Deutschen aus Russland zur Leipziger Buchmesse 2025 im BKDR Verlag erschienen und wurde im Rahmen dieser Buchmesse bereits von Autorinnen Ira Peter, Eleonora Hummel sowie dem Autor Artur Rosenstern vorgestellt.

V.l.n.r.: Jürgen Hafner, Melitta L. Roth, Marianna Neumann und Artur Rosenstern (c) BKDR.

Der Literaturkreis wurde im Oktober 1995 gegründet. Heute wie damals, bei den ersten Ausgaben der Literaturblätter, dient diese Buchreihe primär der Vernetzung, dem Austausch, dem Dialog sowie der Integration und Förderung der aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zugewanderten deutschen Autorinnen und Autoren. Ihre Themen möchten wir ins Gespräch bringen und auch junge Autorinnen und Autoren entdecken und ihnen eine Chance der ersten Publikation bieten.

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Buch über Herold Belger in der Botschaft von Kasachstan vorgestellt

Berlin. Am 5. November fand die fünfte Veranstaltung der Reihe „Stammtisch unterm Schanyrak“ in der Botschaft Kasachstans in Berlin statt, die dem Thema „Deutsche Geschichte in Kasachstan“ gewidmet war.

Nach der Begrüßungsrede des kasachischen Botschafters Nurlan Onzhanov, der die Bedeutung der Erforschung der langjährigen Geschichte der Deutschen in Kasachstan als integralen Bestandteil des kulturellen Erbes des Landes hervorhob, kamen diverse bekannte Redner wie Hartmut Koschyk, Walter Gauks, Afina Heinert, Thomas Helm sowie Artur Böpple zu Wort und beleuchteten dabei die Aspekte des deutschen Erbes in Kasachstan aus historischer, gesellschaftlicher und kultureller Sicht.

V. l. n. r.: Artur Böpple, Kasachischer Botschafter Nurlan Onzhanov und Hartmut Koschyk (Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland). Bildquelle: Botschaft Kasachstans.

In den kasachisch-deutschen Beziehungen spielen die deutsche Minderheit in Kasachstan (ca. 200.000 Personen) und die bereits in Deutschland lebenden Kasachstandeutschen (ca. 1 Mio. Menschen) eine zentrale Rolle. Sie treten oft als aktive Kulturvermittler, Wirtschaftsförderer, Wissenschaftler usw. auf und stellen damit das verbindende Glied in den Wechselbeziehungen zwischen den beiden Ländern dar.

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