Elina Penner liest aus „Migrantenmutti“ in Nürnberg

Wann: 19. November 2023, 16:30 Uhr; Wo: In „4und70“, Johannisstr. 74, Nürnberg.

Moderiert von Natalie Keller.

(c) Cover: Aufbau Verlag

In Elina Penners fulminantem Sachbuchdebüt „Migrantenmutti“ geht es um Dinge, die auf den ersten Blick wenig kontrovers anmuten: den Kauf eines Schulranzens, das Sitzenbleiben der Kinder am Tisch nach dem Essen oder Medienkonsum. All das wird von Eltern mit Migrationshintergrund, Alleinerziehenden oder Eltern aus der sogenannten »Arbeiterschicht« oft anders gehandhabt als von ihren »bessergestellten« Pendants. Pointiert zeigt Elina Penner, wie politisch Elternschaft ist.

Zur Autorin:

Elina Penner, 1987 noch gerade so als Sowjet-Bürgerin geboren, erklärt seit über 30 Jahren, wieso sie mennonitisch-plautdietsche bzw. Deutsche und nicht Russin ist. Dank ihres 2022 erschienenen Debütromans »Nachtbeeren« wird das mit dem Erklären weniger. Da sie Gegensätzliches liebt, hat sie sowohl in Bayern als auch in Berlin studiert. Die USA hat sie dann irgendwann ganz verlassen und lebt seit Jahren wieder in der ostwestfälischen Heimat, von wo aus sie höchst erfolgreich das Online-Magazin »Hauptstadtmutti« betreibt. Wie gesagt, Gegensätzliches. Texte von ihr erschienen bei Der Spiegel, Vogue, 11 Freunde.

Bei der Lesung wird es ein paar Häppchen und Getränke geben. Eintritt ist frei.

Außerdem können Sie direkt vor Ort das neue Buch von Elina Penner erwerben und von der Autorin signieren lassen. Wir freuen uns auf Sie!

Veranstaltet und gefördert vom BKDR und dem Nürnberger Kulturbeirat zugewanderter Deutscher (im HdH).

Buchpräsentation mit Irene Langemann: Der Roman „Das Gedächtnis der Töchter“

Gestern Abend fand die vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und dem Haus der Heimat (HdH) organisierte Lesung mit Irene Langemann über ihren neuen Roman „Das Gedächtnis der Töchter“ statt.

Irene Langemann ermöglichte einen tiefen Einblick nicht nur in ihren Roman, sondern ebenfalls in ihre persönliche Familiengeschichte. Mit den ausgewählten Textpassagen kreierte sie eine einzigartige Stimmung, die bei den zahlreichen Zuhörern einen bleibenden Eindruck hinterließ. Ein tiefbewegender Roman über das Suchen nach Identität in der Fremde, über die vielen Facetten von Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.

Eine beeindruckende Lesung mit Irene Langemann über ihren neuen Roman „Das Gedächtnis der Töchter“.

Im Anschluss an die Lesung fand eine lebhafte Diskussion statt, in der einige der Anwesenden zahlreiche Parallelen zu ihren eigenen Familienschicksalen entdeckt hatten. Kaum eine russlanddeutsche Familie war von den schrecklichen Ereignissen verschont geblieben.

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Buchpräsentation mit Irene Langemann: Der Roman „Das Gedächtnis der Töchter“

Am 14. September 2023 (Donnerstag) um 19 Uhr veranstaltet das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Kooperation mit dem Haus der Heimat Nürnberg (HdH) eine Lesung mit Irene Langemann über ihren neuen Roman „Das Gedächtnis der Töchter“. Dieser erscheint am 31. August 2023 im Berliner Verlag Friedenauer Presse.

Vorderseite des Flyers zur Lesung des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) und des Hauses der Heimat (HdH).

Eine Kleinstadt in Sibirien, 1969. Eisige Kälte. Die elfjährige Vera wird von ihren Mitschülern auf einer menschenleeren Straße angegriffen und als Faschistin beschimpft. Tief gedemütigt begibt das Mädchen sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Als ihre Mutter Anna sie in die Familiengeschichte einweiht, beginnt für Vera eine Reise in die Vergangenheit. Ihre Vorfahren, strenggläubige Mennoniten, sind Anfang des 19. Jahrhunderts aus Westpreußen nach Russland ausgewandert, in das Gebiet der heutigen Ostukraine. Vera erfährt die Geschichte ihrer Familie über sechs Generationen, packende Lebenswege, die sich durch die Jahrhunderte bis in die Jetztzeit spiegeln: vom bescheidenen Wohlstand der frommen Kolonisten in der Zarenzeit über unmenschliche Entbehrungen, existenzielle Not und Diskriminierung in der Sowjetdiktatur bis hin zu den idyllischen Sommern an der Küste Georgiens in den Siebzigerjahren.Das Gedächtnis der Töchter ist die mitreißende Chronik einer deutschen Familie, die versucht, im krisengebeutelten Russland Wurzeln zu schlagen. Virtuos erklettert Irene Langemann die Ranken des Stammbaums, folgt wilden Verästelungen und lässt dabei ein eng gewobenes Geflecht aus Vergangenheit und Zukunft entstehen. Ein tiefbewegender Roman über das Suchen nach Identität in der Fremde, über die vielen Facetten von Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.

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Konzert in der St. Peterskirche/letzter Tag Nürnberger Messe

Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer beim BKDR-Stand auf der Nürnberger Messe im Rahmen des Kirchentages.

Im Rahmen des Kirchentages hat das Orchester des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) erneut ein Konzert gegeben. Dieses Mal trat das hervorragend spielende Ensemble in der St. Peterskirche unter dem Motto „Miteinander statt gegeneinander“ vor das Publikum – eine einzigartige Atmosphäre im Gotteshaus an der Regensburger Straße in Nürnberg.

Darüber hinaus konnten wir heute auf dem Nürnberger Messegelände noch einmal die Kultur und Geschichte der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und zahlreiche Gäste an unserem Stand begrüßen und herzlich willkommen heißen. Zu den Standbesuchern gehörten am letzten Messetag unter anderem der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, Daniel Nevaril vom Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg sowie der Generalsekretär Michael Hübner der Zentralstelle des Martin-Luther-Bundes und Viktor Funk vom Bessarabiendeutschen Verein. Über dieses vorhandene Interesse freuen wir uns sehr.

Nachstehend einige Eindrücke des heutigen Messetages sowie der kulturell-musikalischen Veranstaltung in der St. Peterskirche.


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BKDR beim „Markt der Möglichkeiten“

Waldemar Eisenbraun (links) im Gespräch mit Messebesuchern.

Im Rahmen des Kirchentages war das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) heute mit einem Stand auf dem Nürnberger Messegelände zugegen, um die Geschichte und Kultur der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum zu vermitteln.

Wir freuen uns weiterhin über rege Gespräche und den damit verbundenen Informationsaustausch. Deshalb besuchen Sie uns doch gerne nochmals am Freitag und Samstag (9./10. Juni 2023) von 10:30 bis 18:30 Uhr. Unsere Hallen-/Standnummer ist: 4-B22.

Nachstehend einige Eindrücke des ersten Messetages.


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Die Leipziger Buchmesse (LBM) ist zu Ende gegangen – für uns ein gelungenes Event!

Die Leipziger Buchmesse (LBM 2023) schloss am 30. April ihre Tore – für alle Beteiligten ein großes Fest! Die feierliche Stimmung war nach der dreijährigen, pandemiebedingt erzwungenen Pause nicht nur auf dem Messegelände erlebbar, sondern in der ganzen Stadt. 2.082 Aussteller und Verlage aus 40 Ländern sowie mehr als 3.200 Mitwirkende aus aller Welt gestalteten Ende April die Buchmesse. 274.000 Besucher feierten die Literatur in Leipzig und bei der sehr beliebten Lesereihe „Leipzig liest“, deren Veranstaltungen traditionell während der gesamten Messedauer an verschiedensten Orten der Stadt angeboten werden. 
 

Unsere Autorinnen und Autoren während der Lesung auf der Leipziger Buchmesse.

Nachdem das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland im vergangenen Jahr gemeinsam auf der Frankfurter Buchmesse die Publikationen aus dem hauseigenen BKDR Verlag der Öffentlichkeit präsentiert hatten, folgte nun die Teilnahme mit einem Stand auf der LBM 2023. Im Vergleich zur Frankfurter Buchmesse 2022 zeigte das Publikum ein geradezu überwältigendes Interesse an den Büchern der russlanddeutschen Autoren, Künstler und Historiker. Zahlreiche Leserinnen und Leser suchten den Stand des BKDR Verlags in der Halle 4 auf, um Details über die Geschichte und Kultur der Deutschen aus Russland und anderen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion zu erfahren. Darüber hinaus fanden sehr informative Gespräche mit diversen Medienvertretern, Verlegern und anderen Messebesuchern statt.

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Deutsche Autoren aus Russland und anderen postsowjetischen Staaten präsentieren ihre Bücher auf der Leipziger Buchmesse 2023

Der BKDR Verlag und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland nehmen gemeinsam an der Leipziger Buchmesse (LBM) 2023 teil. Die LBM findet vom 27. bis zum 30. April statt. Am 28. April wird es zudem eine Lesung mit Melitta L. Roth, Artur Rosenstern und Ira Peter unmittelbar auf dem Messegelände geben (Halle 4, Forum Literatur, Stand: B500, Beginn: 16.00 Uhr). Vorgestellt werden aktuelle Lyrikerscheinungen von Autorinnen und Autoren mit russlanddeutschem Hintergrund sowie der Literaturalmanach der deutschen Autoren aus Russland „Hier war ich, dort bin ich …“ (erschienen im Januar 2023).

Während des gesamten Zeitraumes finden Sie den Stand des BKDR Verlags und des Literaturkreises der Deutschen aus Russland in der Halle 4, Stand C215.  Schauen Sie vorbei und kommen Sie mit uns ins Gespräch.

Weitere Informationen zu Beteiligten:

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Lesungen mit dem BKDR in München und Würzburg

Nach der äußerst erfolgreichen Lesung von Gusel Jachina in Kooperation mit dem Inter-Kultur-Büro der Stadt Nürnberg in der Stadtbibliothek, fanden am vergangenen Wochenende zwei weitere Lesungen mit der international bekannten Autorin statt: In München in Kooperation mit dem Haus des Deutschen Ostens (HDO) und in Würzburg mit dem Kunsthaus Michel.

Gusel Jachina nahm sich im Anschluss an die Lesungen immer Zeit, um Interessierten Bücher zu signieren und mit ihnen ein Foto aufzunehmen – hier im Haus des Deutschen Ostens (HDO) in München. Foto: Lilia Antipow.

Die sehr spannende Lesereihe mit der tatarisch-russischen Autorin war für alle Beteiligten ein bereichernder Austausch. Neben der Vorstellung der Werke „Wolgakinder“ und „Wo vielleicht das Leben wartet“ konnten ebenfalls zahlreiche geschichtliche Hintergründe unter anderem der Wolgadeutschen Republik diskutiert und erwähnenswerte Erkenntnisse gewonnen werden.

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Gusel Jachina in Nürnberg

Am vergangenen Freitag fand in der Stadtbibliothek Nürnberg im Rahmen der Lesereihe „Literatur ohne Grenzen“ eine Lesung mit der international bekannten Schriftstellerin Gusel Jachina statt. Durchgeführt wurde die Veranstaltung vom Inter-Kultur-Büro der Stadt Nürnberg gemeinsam mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR).

Zahlreiche Zuhörer waren bei der Lesung von Gusel Jachina in der Stadtbibliothek Nürnberg zugegen. Ein toller Literaturabend.

Die 1977 in Kasan (Tatarstan) geborene russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung stellte dabei zwei ihrer drei Romane vor, die alle internationale Erfolge feiern konnten. Ihr erster Roman „Suleika öffnet die Augen“ wurde in 31 Sprachen übersetzt – der Folgeroman „Wolgakinder“ war ebenso ein internationaler Erfolg. Der aktuelle Roman, „Wo vielleicht das Leben wartet“, erschien in 19 Sprachen und ist wie alle ihre Bücher ein Bestseller.

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Lesungen mit Autorin Gusel Jachina

(am 24.03.2023 in Nürnberg, am 25.03.2023 in München, am 26.03.2023 in Würzburg: Details siehe unten).

Foto (c) George Kardava

Die international bekannte Schriftstellerin Gusel Jachina gastiert im März 2023 in Bayern und stellt ihre beiden Erfolgsromane „Wolgakinder“ und „Wo vielleicht das Leben wartet“ in Nürnberg, München und Würzburg vor (beide Bücher im Aufbau Verlag bereits auch auf Deutsch erschienen). Das BKDR ist an der Organisation der Lesungen in Kooperation mit verschiedenen Partnern aktiv beteiligt.

Der Roman „Wolgakinder“ erzählt die Geschichte eines Dorflehrers in der Autonomen Wolgarepublik nach dem Ersten Weltkrieg. Das Werk ist reich an historischen Fakten und kehrt zurück in die Anfänge der Sowjetunion und die Zeit davor. Der allgegenwärtige zeitgeschichtliche Hintergrund sind die Jahre 1916 bis 1938, als der Erste Weltkrieg, die Oktoberrevolution, der nachfolgende Bürgerkrieg, Hungersnöte, Zwangskollektivierung und der sogenannte Große Terror Millionen Menschen das Leben kostet.

Gusel Jachinas dritter Roman „Wo vielleicht das Leben wartet“ beschreibt die Geschichte von Dejew, einem ehemaligen Soldat auf der Seite der Roten. Er soll fünfhundert elternlose Kinder mit einem Zug nach Samarkand schaffen, um sie vor dem sicheren Hungertod zu retten. Aber es fehlt an allem für den Transport: Proviant, Kleidung, Heizmaterial für die Lokomotive, Medikamente. Ein Roadmovie durch ein total zerrüttetes Land beginnt, in dem in weiten Teilen immer noch der Bürgerkrieg wütet. Dejew, der selbst ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt, scheut kein Wagnis und keine Gefahr, um die Kinder ins Land des Brotes und der Wunderbeere Weintraube zu bringen.

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