BKDR-Stadtführung: „Russlanddeutsche Spuren in Nürnberg“

Präsenzveranstaltungen kultureller Art nehmen in den letzten Wochen erfreulicherweise wieder stark zu. Aus genau diesem Grund möchten wir auf die vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) konzipierte Stadtführung „Russlanddeutsche Spuren in Nürnberg“ hinweisen.

Sie möchten an der kostenfreien BKDR-Stadtführung
„Russlanddeutsche Spuren in Nürnberg“ teilnehmen?
Melden Sie sich bei uns!

Prof. Dr. Olga Litzenberger (wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR) hat unter anderem aufgrund monatelanger Archivarbeit Zusammenhänge erschlossen, welche die russlanddeutsche Geschichte in Nürnberg spürbar werden lassen und gleichzeitig Lokalkolorit vermitteln.

Welche Spuren haben die Russlanddeutschen in der Geschichte Nürnbergs hinterlassen und wann sind die ersten Deutschen aus Nürnberg nach Russland gegangen? Wie bedeutend war Nürnberg für die Auswanderung der deutschen Kolonisten und welche Rolle spielten der religiöse Glaube sowie die Kirchen für die Deutschen aus Russland hierbei?

Unter Vorbehalt, sofern die geltenden Corona-Verordnungen eine Durchführung dieser Exkursion erlauben, möchten wir Ihnen zwei voraussichtliche Termine (Änderungen vorbehalten) anbieten:

29.07.2022 (Freitag) um 17 Uhr
30.09.2022 (Freitag) um 17 Uhr

Weiterlesen

„Meinung – Mitsprache – Mitwirkung. Deutsche aus Russland in der öffentlichen Wahrnehmung“

Waldemar Eisenbraun gemeinsam mit Natalie Pawlik, der Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten am BKDR-Infostand.

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) nahm mit Herrn Waldemar Eisenbraun (Geschäftsleitung), Artur Böpple (Öffentlichkeitsarbeit/Verlagswesen) und Stanimir Bugar (Eventmanagement/PR) vom 13.06 – 15.06.2022 am Symposium „Meinung – Mitsprache – Mitwirkung. Deutsche aus Russland in der öffentlichen Wahrnehmung“ im Bonifatiushaus Fulda teil. Veranstalter war die Heimvolkshochschule St. Hedwigs-Haus in Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Fulda. Das Modellprojekt und die Veranstaltung wurden von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert.

Beim Expertentreffen waren unter anderem Natalie Pawlik, die Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Margarete Ziegler-Raschdorf, Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler in Hessen sowie Heiko Hendriks, Landesbeauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern in NRW, anwesend. In persönlichen Gesprächen am Informationsstand des BKDR informierten sie sich über die vielfältigen Aufgaben, zahlreichen Aktionen und Initiativen des Kulturzentrums und zeigten sich sichtlich beeindruckt.

Weiterlesen

Runder Tisch über Erinnerungskultur in Nur-Sultan (Kasachstan)

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. Viktor Krieger, nahm am 27. Mai 2022 am runden Tisch „Erinnerungskultur und Zukunftsgedächtnis“ teil. Organisiert wurde die Hybridveranstaltung von der „Wiedergeburt“, der Vereinigung der Deutschen in Kasachstan, in der Hauptstadt Nur-Sultan.

Dort referierte er über die Koexistenz und Wechselwirkungen von Erinnerungskulturen in multikulturellen Gesellschaften. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Kasachstan und anderen postsowjetischen Staaten haben die deutschen Minderheiten gehörige Schwierigkeiten, ihre historischen Schlüsselerfahrungen und die Erinnerungskultur – vor dem Hintergrund der dominierenden Bilder der Vergangenheit – sichtbar zu machen. Umso wichtiger bleiben in diesem Bereich dabei gemeinsame Anstrengungen sowie der gegenseitige Erfahrungsaustausch.

Weiterlesen

Fachtagung „Die Literatur der Wolgadeutschen – Geschichte, Werke, Menschen“ in Dresden

Vom 24. bis 26. März 2022 fand im Goethe-Institut in Dresden eine Fachtagung zum Thema „Die Literatur der Wolgadeutschen – Geschichte, Werke, Menschen“ statt. Die Tagung wurde von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Kooperation mit der TU Chemnitz organisiert und vom Freistaat Sachsen gefördert. Unsere Mitarbeiter, Dr. Viktor Krieger und Artur Böpple, nahmen an der Fachtagung als Redner teil. Darüber hinaus durften wir im Rahmen der Tagung unsere Buchpublikationen und Projekte vorstellen.

Fachtagung zum Thema „Die Literatur der Wolgadeutschen – Geschichte, Werke, Menschen“ im Goethe-Institut in Dresden. Foto: ©Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

 An dieser Stelle danken wir den Veranstaltern, Förderern sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die hervorragende Organisation, angenehme Atmosphäre und den produktiven Austausch. Unser Dank gilt im Besonderen ebenfalls dem Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler des Freistaates Sachsen, Herrn Dr. Jens Baumann, für sein Kommen und die großzügige Unterstützung dieses Projektes!

Weiterlesen

Staatsministerin Ulrike Scharf beim BKDR

Am vergangenen Donnerstag war Ulrike Scharf, seit wenigen Wochen neue Bayerische Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales, gemeinsam mit der Aussiedler- und Vertriebenenbeauftragten Sylvia Stierstorfer beim Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg zu Gast, um aus erster Hand und direkt vor Ort mehr über die vielfältigen Aufgaben und zahlreichen Aktionen und Initiativen des Kulturzentrums zu erfahren.

Die neue Bayerische Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, war in der vergangenen Woche beim Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg zu Gast.

Sowohl Frau Scharf als auch Frau Stierstorfer zeigten großes Interesse und waren besonders von der ergebnisreichen Zusammenarbeit des BKDR mit den Partnern in den Herkunftsländern beeindruckt. Zu den gemeinschaftlichen Projekten in der Ukraine allein im vergangenen Jahr zählen die Teilnahme an der internationalen wissenschaftlichen Konferenz in Kiew, die Einweihung einer Gedenktafel für Opfer von Repressionen und Deportationen in Odessa als auch eine im September durchgeführte Bildungsreise in die ukrainische Großstadt am Schwarzen Meer, deren Entstehung und Entwicklung einen starken russlanddeutschen Bezug hat. Bereits länger besteht ein Kooperationsabkommen mit der regionalen Selbstorganisation der deutschen Minderheit in Odessa.

Die Staatsministerin Scharf findet es lobenswert und zielführend, dass in den Räumen des Kulturzentrums Sprechstunden durch die Landesgruppe Bayern der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland angeboten werden. Dadurch entsteht eine zentrale Anlaufstelle für die in Bayern lebenden Deutschen aus dem postsowjetischen Raum.

Weiterlesen

Unsere Wanderausstellung zurzeit in Stuttgart

Wir präsentieren unsere Wanderausstellung in Stuttgart. Zum Thema „Deutsche in Russland – Russlanddeutsche. Einblicke in Religion und Glaubensleben.“

Ort: Haus der Katholischen Kirche, Königstr. 7, Stuttgart

Eintritt frei!

Evangelische und katholische Kirche waren die größten und prägendsten Religionsgemeinschaften unter den Russlanddeutschen. Es waren vor allem die Geistlichen, die kirchlichen Verwaltungsbezirke und Gemeinden, welche die Basis dafür schufen, dass sich deutsche Siedlungen und städtische Gemeinden entwickeln konnten. Die deutschen Siedler in Russland brachten ihre westliche Religion und Kultur mit, die sie in ihren zahlreichen Siedlungsgebieten und u. a. in Großstädten über Jahrhunderte pflegen und tradieren konnten. Viele deutsche Siedler wurden erst nach der Migration nach Russland fromm, denn vornehmlich die Religionspflege ermöglichte ihnen, eine Bindung zur alten Heimat aufrechtzuerhalten und ihre deutsche Identität zu bewahren.

Ausstellungszeiten: von Sa. 12. Februar bis Sa. 02. März 2022 (täglich 9:00 – 19:00 Uhr; sonntags geschlossen!)

Hörbuch mit ausgewählten Texten von russlanddeutschen Autorinnen und Autoren erschienen

Russlanddeutsche Literatur ist in Deutschland wenig bekannt. Aus diesem Grund konzipierte die LmDR e. V. im Frühjahr 2021 das Projekt „Russlanddeutsche Literatur online“. In Kooperation mit uns und dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland entstanden nun professionelle Audioaufnahmen von Texten der Autorinnen und Autoren wie z. B. Nora Pfeffer, Johann Warkentin, Viktor Heinz und vielen anderen. Eingelesen von Martina Leon und Michael Helm. Gefördert wurde das Projekt durch das Kulturreferat für Russlanddeutsche (Detmold) und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Vor allem die älteren Texte von sogenannten „Klassikern“ sind hierzulande entweder nur schwer oder gar nicht zu bekommen. Selbst wenn sie zugänglich sind und hier und da (leider selten im regulären Buchhandel) erworben werden können, wissen nur wenige Literaturkenner diese literarischen Raritäten zu schätzen. Um diesen Texten ein Stück an die breite Öffentlichkeit zu verhelfen, wurde das Hörbuch mit dem Titel „Literarische Nachklänge“ (bestehend aus 2 CDs) produziert. Die Textauswahl zu diesen Aufnahmen basiert auf dem Lesebuch „Russlanddeutsche Literatur“, welches der russlanddeutsche Autor und Germanist Dr. Wendelin Mangold bereits 1999 zusammengestellt hatte.

In diesem Buch sind vornehmlich Texte von Literatinnen und Literaten zu finden, die bereits in der Sowjetunion bzw. Russland auf Deutsch geschrieben und einst unter den dort lebenden Deutschen einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hatten. Siehe dazu den ausführlichen Bericht „Gut Ding braucht Weile“ im Volk auf dem Weg (01/2022, S. 34).

Weiterlesen

Heute feiert unser Kulturzentrum sein dreijähriges Bestehen!

(c) BKDR

Am 18. Januar 2019 übergab der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder symbolisch den Schlüssel an den BKDR-Trägerverein. Das war die Geburtsstunde des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland! Aus Anlass des dreijährigen Bestehens lud die Staatsministerin Carolina Trautner eine BKDR-Delegation zum Gespräch und Austausch ins Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales nach München ein. In ihrer Ansprache würdigte sie die vielfältige Arbeit und die hochwertigen Angebote des Kulturzentrums. „Sie können sich sicher sein“, so Trautner, „der Freistaat Bayern und ich als Sozialministerin stehen fest an Ihrer Seite.“

v.l.n.r.: Staatsministerin Carolina Trautner und Ewald Oster, (c) BKDR


Der Vorsitzende des BKDR-Trägervereins, Ewald Oster, bedankte sich für die Einladung und trug vor: „Seit diesem geschichtsträchtigen Ereignis (Schlüsselübergabe) entwickelte sich das BKDR als ein Leuchtturmprojekt kontinuierlich weiter und baute seine Bekanntheit, Reputation und Vernetzung als erste Kultureinrichtung dieser Art deutlich aus… Der anerkennungsvolle Zuspruch und die ermutigenden Zusagen von Schlüsselpersonen aus der Bayerischen Landespolitik bestätigen unseren bisherigen Kurs und geben uns zusätzliche Energie und Motivation für kommende Aufgaben.“

Weiterlesen

Aussiedlerfrage, Kriegsfolgenschicksal und historische Verantwortung der Bundesrepublik für die Russlanddeutschen“

Dr. Viktor Krieger wird am 17. Dezember 2021 um 18 Uhr einen Fachvortrag zum Thema „Aussiedlerfrage, Kriegsfolgenschicksal und historische Verantwortung der Bundesrepublik für die Russlanddeutschen“ halten.

Sie können der Zoom-Veranstaltung kostenfrei beiwohnen. Sie müssen lediglich den nachstehenden Link aufrufen und im Bedarfsfall die entsprechende Meeting-ID eingeben:

https://zoom.us/j/97487448362

Meeting-ID: 974 8744 8362

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Vortrag!

„Historische Erfahrungen und Identitätsbildung der Deutschen aus Russland“

Am 3. Dezember (Freitag) findet um 18.00 Uhr die Online-Veranstaltung „Historische Erfahrungen und Identitätsbildung der Deutschen aus Russland“ mit unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger statt. Lada Starkloff wird Sie am morgigen Abend als Moderatorin durch die Veranstaltung führen.

Dr. Kriegers Beitrag eröffnet eine Vortragsreihe zu den Themengebieten der Erinnerungskultur, Verfolgungspolitik sowie traumatischen Erfahrungen von Russlanddeutschen.

Die Teilnahme erfolgt via Zoom und ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Eine Voranmeldung ist bis zum 03.12.2021 (Freitag) um 13 Uhr erforderlich und unter dem nachfolgenden Link möglich: https://forms.office.com/r/EEYzqSeQQr

Die Veranstaltung findet im Rahmen des LmDR-Projektes „Identitätsfindung in einer heterogenen Gesellschaft“ in Kooperation mit dem Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) statt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!