20-jähriges Jubiläum: Orts- und Kreisgruppe Fürth feiert zwei Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement

Am vergangenen Samstag feierte die Orts- und Kreisgruppe Fürth der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) ihr 20-jähriges Jubiläum des ehrenamtlichen Engagements mit weit mehr als 100 Gästen. Zum feierlichen Anlass dieses ehrwürdigen Meilensteins wurde ein Programm gestaltet, das kulturelle Höhepunkte, historische Rückblicke und das Gefühl gelebter Gemeinschaft eindrucksvoll verband.

Tetyana Schlepp, Regional- und Projektkoordinatorin des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR), hob in ihrem Grußwort die gute Arbeit der vergangenen Jahre hervor: „Mit großem ehrenamtlichen Engagement haben Sie die Geschichte und Kultur der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum sichtbar gemacht und lebendig gehalten. Sie schaffen Raum für einen generationsübergreifenden Dialog, geben Erfahrungen und Traditionen weiter und leisten damit auch einen bedeutenden Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Ihrer Region.“

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Vortrag: „Historische Bildungs-, Familien- und Biographieforschung am Beispiel der russlanddeutschen Akademiker vor 1918“ beim Verein „Taurien“ in Koblenz

Der Verein „Taurien“ wurde im März 2013 von einer Gruppe engagierter Nachkommen der einstigen Schwarzmeerdeutschen gegründet, die ein großes Interesse an der Geschichte einzelner Kolonien sowie an der Ahnenforschung hatten. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Vergangenheit dieser Siedlungen und ihrer Einwohner in all ihren kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prägungen zu erforschen. Ein besonderes Augenmerk legte man dabei auf die Zusammenstellung der Eintragungen in den alten Kirchenbüchern einzelner ev.-luth. Kirchspielgemeinden, um diese Statistiken den an Ahnenforschung Interessierten zugänglich zu machen.

Dr. Viktor Krieger während seines Vortrags in Koblenz.

Am 17. Mai 2025 fand eine ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins in Koblenz statt, an der auch unser wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. Viktor Krieger, teilnahm. Er hielt den Vortrag „Historische Bildungs-, Familien- und Biographieforschung am Beispiel der russlanddeutschen Akademiker vor 1918“. Zu Beginn schilderte Dr. Krieger kurz die Entstehungsgeschichte und den Aufgabenbereich des BKDR und lud den Verein zu einer Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) ein.

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„Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ in Forchheim

Die Präsentation der Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ fand vom 2. bis zum 16. Mai 2025 in der Evangelisch-Lutherischen Christuskirche in Forchheim statt und wurde vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) mit Unterstützung der Ortsgruppe Forchheim der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) veranstaltet.

Die feierliche Vernissage am 2. Mai wurde mit einer Andacht von Pfarrer Cramer und Pfarrer Teuchgräber eröffnet und musikalisch eindrucksvoll vom Chor der LmDR umrahmt. Im Anschluss präsentierte Dr. Olga Litzenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR, einen fundierten Vortrag zur Ausstellung und stand für einen offenen Austausch zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit für interessante Gespräche und einen regen Wissensaustausch über religiöse und kulturelle Themen im Kontext der Russlanddeutschen. Auch die Finissage am vergangenen Freitag bot nach der Andacht von Pfarrer Cramer sowie einem Vortrag von Dr. Sabine Arnold Raum für vertiefende Begegnungen, persönliche Eindrücke und inspirierende Gespräche.

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„Die Wolgadeutschen in Argentinien seit 1878: Vorgestern Deutsche, gestern „Russen“, dann Wolgadeutsche, heute Argentinier. Und morgen?“

Prof. Dr. René Krüger lebt derzeit in Gualeguaychú, in der Provinz Entre Ríos, Argentinien. Er ist ordinierter Pfarrer im Ruhestand der Evangelischen Kirche am La Plata sowie promovierter Theologe und Historiker. Von 1985 bis 2015 war er Professor am Instituto Universitario ISEDET, dessen Rektorat er zwischen 1999 und 2007 innehatte.

Auch im Ruhestand ist Krüger weiterhin aktiv: Er hält Vorträge und leitet Intensivkurse und Seminare an verschiedenen theologischen Einrichtungen in ganz Lateinamerika, aber auch in Bayern, weshalb er in regelmäßigen Abständen in Deutschland ist. Gemeinsam mit seiner Frau Zully Bauer initiierte er ein Wanderbibelmuseum, mit dem sie zwischen 2014 und 2022 insgesamt 64 Ausstellungen in Argentinien, Paraguay und Uruguay realisierten.

Heute möchten wir Ihnen die Akademische Viertelstunde mit Herrn Krüger zum Thema „Die Wolgadeutschen in Argentinien seit 1878: Vorgestern Deutsche, gestern „Russen“, dann Wolgadeutsche, heute Argentinier. Und morgen?“ präsentieren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Anschauen und freuen uns über ein Abonnement auf YouTube!

Gelungener Abschluss beim Deutscher Evangelischer Kirchentag 2025 in Hannover

Mit dem dritten Messetag ging am Samstagabend der „Markt der Möglichkeiten“ im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2025 erfolgreich zu Ende. Unser Stand war in den vergangenen Tagen ein lebendiger Ort des Austauschs, der Information und persönlichen Begegnung. Das große Interesse an der Geschichte und Kultur der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum hat uns in unserem Wirken erneut bestärkt und inspiriert.

Es entstanden wertvolle Gespräche, die neue Perspektiven eröffneten. Gleichzeitig war es eine große Bereicherung, so viele neue interessierte Menschen willkommen zu heißen. Die Offenheit, mit der über Geschichte, Identität und Zukunft der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum gesprochen wurde, hat uns tief beeindruckt. Das durchweg positive Feedback zeigt uns, dass unser Thema nicht nur berührt, sondern auch aktuelle gesellschaftliche und kirchliche Diskurse sinnvoll ergänzt.

Besonders gefreut haben wir uns am letzten Messetag unter anderem über die Besuche von Marianna Neumann (Vorstandsvorsitzende der Ortsgruppe Hannover der LmDR) und Viktor Fritz (Konvent der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e. V.) sowie Pekka Huokuna (Präsident des Kirchenamtes, Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands, seit dem 1. Januar 2019 Generalsekretär des Evangelisch-Lutherischen Kirchenvorstands) an unserem Stand.

Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf einen erfüllten Kirchentag 2025 in Hannover zurück. Krönender Höhepunkt war am vergangenen Sonntag hierbei der großangelegte Abschlussgottesdienst mit etwa 26.000 Teilnehmern auf dem Platz der Menschenrechte.

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Erfolgreicher Start des Marktes der Möglichkeiten beim Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) 2025 in Hannover

Im Rahmen des diesjährigen Kirchentags nehmen wir erneut am „Markt der Möglichkeiten“ teil und präsentieren dort unsere Arbeitsfelder an einem eigenen Messestand. Die Veranstaltung bietet eine hervorragende Plattform, um mit zahlreichen Besuchern ins Gespräch zu kommen und auf Themen der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum aufmerksam zu machen.

Besonders erfreulich war das Wiedersehen mit vielen Menschen, die wir bereits beim vergangenen Kirchentag in Nürnberg kennengelernt hatten. Diese Begegnungen zeigten, dass unser Engagement nachhaltige Wirkung hinterlässt und Interesse weckt. Darüber hinaus kamen wir mit vielen neuen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch, die ein ausgeprägtes Interesse an der Kultur und Geschichte der Deutschen aus Russland zeigten.

Unser Stand dient dabei nicht nur als Informationspunkt, sondern auch als ein Ort des Austauschs und der persönlichen Begegnung. Das positive Feedback und die interessierten Nachfragen bestätigten die Relevanz unseres Themas im kirchlichen und gesellschaftlichen Kontext.

Besonders gefreut haben wir uns über die Besuche an unserem Stand von Lilli Bischoff (Landesvorsitzende der LmDR Niedersachsen, stellv. Bundesvorsitzende der LmDR) gemeinsam mit Rosa Temkine (Geschäftsführerin der Migrationsberatungsstelle der LmDR in Hannover) sowie von Pfarrer Michael Hübner (Generalsekretär des Martin-Luther-Bundes).

Nachstehend einige Eindrücke des ersten Messetages.

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„Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ in Forchheim

Am 2. Mai 2025 (Freitag) um 17 Uhr wird die Vernissage der BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ in der Evang.-Luth. Christuskirche (Paul-Keller-Straße 21, 91301 Forchheim) stattfinden. Der Eintritt hierzu ist frei!

Nach der Andacht mit Pfarrer Cramer und Pfarrer Teuchgräber wird unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Olga Litzenberger einen Vortrag zur Ausstellung halten und steht für mögliche Rückfragen gerne zur Verfügung. Die musikalische Umrahmung erfolgt durch den Chor der LmDR.

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Erfolgreiche Teilnahme des BKDR Verlags an der Leipziger Buchmesse 2025

Leipzig. Der Verlag des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland blicken auf eine erfolgreiche Teilnahme an der Leipziger Buchmesse 2025 zurück, die vom 27. bis zum 30. März stattfand. Der Stand des BKDR Verlags in Halle 4 zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und bot eine Plattform für anregende Gespräche, Vernetzung und literarische Entdeckungen. Besonders erfreulich war das große Interesse an den drei Lesungen, die im Rahmen der Messe stattfanden.

Vorstellung des Sammelbands „Unser Schnee von heute“, mit Ira Peter, Artur Rosenstern und Eleonora Hummel (v. l.)

Am Freitag, den 28. März, präsentierte Ira Peter ihr erstes Buch „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ vor einem begeisterten Publikum. Die Lesung fand in der Halle 4, Café Europa, in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa statt und regte zu intensiven Diskussionen unter anderem über die Identität, Traumata und Integration der Deutschen aus den Nachfolgestaaten der ehememaligen UdSSR an. Moderiert wurde die Lesung von Dr. Klaus Harer.

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Spurensuche in Familiengeschichten: „Spezifika der Familienforschung am Beispiel der Kaukasusdeutschen“

Am vergangenen Samstag fand im Haus der Heimat in Nürnberg das zweite praktische Seminar der Reihe „Spurensuche in Familiengeschichten“ statt. Die Veranstaltung, die sich dem Thema „Spezifika der Familienforschung am Beispiel der Kaukasusdeutschen“ widmete, wurde vom Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR, Ortsgruppe Nürnberg) und dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) organisiert. Als Referent führte Dr. Ohngemach durch das Seminar.

Zunächst erörterte Ohngemach die Definitionen sowie Grundlagen der Ahnenforschung, um sowohl den vor Ort anwesenden als auch per Zoom zugeschalteten Personen einen Einstieg in dieses Themengebiet zu ermöglichen. Im Anschluss daran wurden die Spezifika der Familienforschung am Beispiel von Helenendorf präsentiert und anhand von praktischen Übungen durch die Teilnehmer vertieft und gefestigt. Eine lebendige Abschlussdiskussion mit vielen neuen, wertvollen Erkenntnissen für alle Beteiligten rundete das gelungene Tagesseminar ab.

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Veranstaltungen im Rahmen dieser Reihe. Über diese werden Sie auf all unseren Kanälen rechtzeitig informiert!

Lesung auf der LBM 2025

Vergangenen Freitag, am 28. März um 17:30 Uhr, präsentierte Ira Peter auf der Leipziger Buchmesse in der Halle 4 ihr neues Buch „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ und gab dahingehend einen tiefen, persönlichen Einblick in das Leben der Deutschen aus den Ländern der ehemaligen UdSSR vor allem in den 90er-Jahren, aber auch des letzten Jahrzehnts im Kontext der neuen außer- und innenpolitischen Krisen.

Sie sprach über die allgemeinen Integrationsschwierigkeiten, über die Anpassung an die neue fremde Umgebung, über die gängigen Vorurteile gegenüber den Russlanddeutschen seitens der bundesdeutschen Mehrheitsgesellschaft und die totale Geschichtsunkenntnis sowie u. a. auch die teils entwürdigende Nichtanerkennung der früher erworbenen Berufsabschlüsse – eine Tatsache, die die eingewanderten Menschen (zum Teil mit akademischer Bildung) dazu gezwungen hatte, Arbeitsstellen und Jobs anzunehmen, die niemand sonst machen wollte.

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