„Akademische Viertelstunde“ mit Dr. Lilia Antipow

Heute war Dr. Lilia Antipow [Leitung Sachgebiet „Öffentlichkeits-, Medien- und Pressearbeit, Bibliothek“ im Haus des Deutschen Ostens (HDO) München] beim Kulturzentrum BKDR im Rahmen einer Aufnahme zur Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ in Nürnberg zu Gast.

Auf dem Foto sehen Sie v. l. n. r.: Stanimir Bugar, Lilia Antipow und Viktor Krieger.

Der Videobeitrag wird in absehbarer Zeit auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht werden. Folgen Sie uns auf allen Kanälen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

„100 Jahre Deutsche Diözese der ROKA“ in München

Vom 6. bis 8. Mai 2026 nahm Prof. Dr. Olga Litzenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR, an der internationalen wissenschaftlichen Konferenz „100 Jahre Deutsche Diözese der ROKA“ („ROKA“: Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland) in München teil.

Im Rahmen der Konferenz „Erbe und Berufung“ im Schloss Blutenburg hielt sie einen Vortrag zum Thema „Die ‚Russlanddeutschen‘ in den Gemeinden der Deutschen Diözese: Identität und konfessioneller Wandel“. Die Referenten kamen aus Deutschland sowie aus mehreren europäischen Ländern und den USA.

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Verein für Heimat- und Familienforschung „Taurien“ zu Gast im BKDR

Der gemeinnützige Verein „Taurien“ wurde 2014 gegründet, um gemeinsam Ahnenforschung und historische Heimatkunde, vornehmlich zu den Deutschen aus dem Schwarzmeergebiet, zu betreiben. Die Aktivitäten des Vereins können sich sehen lassen, u. a. durch die Publikation überarbeiteter Kirchenbuchduplikate, von Erinnerungen oder Biographien.

Seit einiger Zeit hat sich eine Zusammenarbeit des Vereins mit unserem Kulturzentrum angebahnt. So fanden am 2. Mai 2026 die diesjährige Mitgliederversammlung sowie die Vorstellung aktueller Projekte des Vereins in den Räumlichkeiten des BKDR statt.

Hier möchten wir auf einige Vorhaben kurz eingehen. In ihrem Vortrag präsentierte die Vorsitzende des Vereins, Elena Logvenov, Ergebnisse einer detaillierten Analyse bislang unbekannter Archivdokumente über den Verlauf der zweiten Ansiedlungswelle an die Molotschna (1808–1810). Bislang wurde in der Literatur meistens nur die erste, zahlenmäßig größere Einwanderung der Jahre 1803–1805 näher untersucht.

Natalja Freudenberg unternahm einen vielversprechenden Versuch, eine Art Konkordanz-Datenbank zu erstellen, die die unterschiedlichen Benennungen deutscher Ortschaften aus beliebigen Zeitperioden miteinander verbinden würde. Bekanntlich erlebten solche Siedlungen seit ihrer Gründung bis zu mehrere Dutzend Umbenennungen, beginnend mit dem Ersten Weltkrieg und Russlands Kampf gegen den „inneren Deutschen“, ganz zu schweigen von Sowjetismen und der Ausradierung alles Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Prof. Dr. Oliver Reisner: „Zur Gegenwart des kulturellen Erbes der schwäbischen Kolonisten in Georgien“

Prof. Dr. Oliver Reisner ist Historiker und Politikwissenschaftler mit den Forschungsschwerpunkten Georgien, Kaukasus und Osteuropa. An der Ilia State University in Tiflis beschäftigt er sich insbesondere mit Fragen der Nationsbildung, Erinnerungskultur sowie der europäischen Integration im Südkaukasus. Darüber hinaus wird er regelmäßig als Experte für politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Georgien und der Kaukasusregion hinzugezogen.

Im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Akademische Viertelstunde“ hielt er einen Vortrag zum Thema „Zur Gegenwart des kulturellen Erbes der schwäbischen Kolonisten in Georgien“:

Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen des Videobeitrags!

„Zwischen Wolga und Pegnitz. Begegnung mit den Deutschen aus dem postsowjetischen Raum“

Unter diesem Motto fand am Samstag, 25. April 2026, in den Räumlichkeiten des Kulturzentrums BKDR ein Studientag des Landesverbandes Bayern der Evangelischen Akademikerschaft (EA) statt. Der Verlauf des Treffens war geprägt von einem intensiven Austausch von Informationen, Ideen und Vorschlägen, an dem zwei wissenschaftliche Mitarbeiter des Kulturzentrums, Dr. Olga Litzenberger und Dr. Viktor Krieger, teilnahmen.

Nach dem Videobeitrag zum siebenjährigen Bestehen des Kulturzentrums leitete Dr. Krieger die Vorstellungsrunde ein. Im Anschluss daran folgten Fragen und Wortmeldungen der anwesenden Gäste zur aktuellen Lage der Russlanddeutschen in Nürnberg und darüber hinaus, auf die die beiden Wissenschaftler fundierte Erklärungen und weiterführende Informationen lieferten.

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Ausstellungspräsentation im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr

Auf Initiative der Ortsgruppe Weiden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR), Waldemar Hock, und seiner Stellvertreterin Maria Becker wird vom 1. April bis 30. Juni 2026 im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr die Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ des Kulturzentrums BKDR präsentiert. Das Vorhaben wurde tatkräftig von Angela Biersack, der 1. Vorsitzenden des Grafenwöhrer Heimatvereins, der als Träger des Museums fungiert, sowie von der Teamassistentin Christine Buchfelder unterstützt.

Das Museum stellt nicht nur Exponate zur Ortsgeschichte aus, sondern beleuchtet auch die historische Entwicklung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr, der nach 1945 von der US-Army genutzt wird und einer der größten seiner Art in Deutschland ist.

Der Vorstand des Heimatvereins äußerte den Wunsch, eine sachkundige Einführung in diese Ausstellung in den Räumlichkeiten des Museums zu veranstalten. Rund 30 Interessenten, darunter auch der Bürgermeister von Grafenwöhr, Edgar Knobloch, versammelten sich am 21. April in den Räumen des Kultur- und Militärmuseums, um dem Vortrag unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters Dr. Viktor Krieger beizuwohnen.

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„Ahnenforschung der Russlanddeutschen in der Praxis – was uns Archivakten über unsere Vorfahren erzählen“

Am 21. März 2026 (Samstag) wird Dr. Tatjana Schell von 10:00 – 13:00 Uhr im Haus der Heimat Nürnberg zum Thema „Ahnenforschung der Russlanddeutschen in der Praxis – was uns Archivakten über unsere Vorfahren erzählen“ referieren.

Moderation: Dr. Olga Litzenberger und Dorothea Walter.

Zur Teilnahme ist eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an walter.dorothea51@gmail.com oder telefonisch unter der 01705771326 notwendig. Darüber hinaus können Sie gerne per Zoom am Ahnenforschungsseminar teilnehmen:

Meeting-ID: 658 649 8026
Kenncode: BKDR2026

Alle weiteren Informationen finden Sie auf dem nachstehenden Flyer.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme – leiten Sie den Flyer gerne an mögliche Interessenten weiter!

Nachstehend für Sie der Flyer mit der Möglichkeit des Downloads:

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„Auf den Spuren der Wolgadeutschen in Argentinien“ im Bürgerhaus Schwabach

Das Bürgermeister- und Presseamt der Stadt Schwabach veranstaltete gemeinsam mit dem Kulturzentrum BKDR am 12. Februar 2026 im Bürgerhaus Schwabach einen vielseitigen Literatur- und Musikabend unter dem Titel „Auf den Spuren der Wolgadeutschen in Argentinien“. Im Fokus standen die Geschichte, das kulturelle Erbe sowie die bis heute lebendige Identität wolgadeutscher Gemeinschaften in Südamerika.

Im Mittelpunkt des Kulturabends stand die Präsentation des Buches „Kultur und Identität: Wolgadeutsche Siedlungen in Argentinien“ durch Prof. Dr. Olga Litzenberger. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR stellte darin die historische Entwicklung der wolgadeutschen Siedlungen dar und widmete sich Fragen der kulturellen Selbstverortung sowie der Pflege von Traditionen.

Zu Beginn begrüßten Oberbürgermeister Peter Reiß und der per Videobotschaft zugeschaltete Bürgermeister der Partnerstadt Coronel Suárez, Ricardo Moccero, die Gäste. Ebenso richtete Waldemar Eisenbraun, Leiter des BKDR, ein Grußwort an das Publikum.

Darüber hinaus erhielten die Besucher digitale Einblicke in historische Siedlungsgebiete in Argentinien. Vorgestellt wurde im Rahmen dessen ein innovativer virtueller Rundgang des BKDR durch das Jakob-Riffel-Museum „Kulturerbe der Wolgadeutschen“ in Gualeguaychú, der online abrufbar ist und multimediale Zugänge zur Kulturgeschichte der wolgadeutschen Gemeinschaft eröffnet.

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Buchvorstellung „Mer hän doch so glacht!..“ mit Prof. Dr. René Krüger – Online via ZOOM!

Am 12. März 2026, Donnerstag, 19 Uhr (MEZ), wird Prof. Dr. René Krüger das Buch mit wolgadeutschen Witzen in einer Online-Lesung via ZOOM vorstellen.

Weitere Details sowie den Zugangslink zur Lesung finden Sie weiter unten! Das Buch mit dem Titel „Mer hän doch so glacht! Wolgadaitsche Witze, in Argentinie verzählt“ von Zully Bauer und René Krüger ist erst im Februar 2026 im BKDR Verlag erschienen.

Prof. René Krüger zu Besuch beim BKDR (c) BKDR-Archiv.

Viele wolgadeutsche Siedlerinnen und Siedler wanderten im 19. Jahrhundert aus politischen sowie wirtschaftlichen Gründen aus Russland nach Südamerika bzw. nach Argentinien. Der Großteil ihres Kulturerbes wurde bisher jedoch vor allem mündlich überliefert: Lebensgeschichten, Erfahrungen, Berichte, Gedichte, Legenden, Sprichwörter, Kochrezepte, Volkslieder und religiöse Lieder; außerdem Witze, Anekdoten, Schwänke, Rätsel, Späße usw. Lediglich ein Teil dieser noch lebendigen wolgadeutschen Kultur in Argentinien wurde schriftlich festgehalten. Es gibt noch viele kulturelle Gattungen, die mündlich sowohl im wolgadeutschen Dialekt als auch auf Spanisch in gewissen Kreisen der wolgadeutschen Nachkommen gepflegt werden, vor allem von der älteren Generation. Die Autoren dieses Buches haben viele Jahre Witze, Anekdoten sowie lustige Geschichten dieser Bevölkerungsgruppe in Argentinien gesammelt und damit einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung eines Teils dieses Kulturerbes geleistet.

Der Autor:

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Vortrag am Seminar des Goethe-Instituts

Das Goethe-Institut mit Sitz in München ist die bekannteste und angesehenste Institution für die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur weltweit. Eine seiner vielen Aufgaben ist die Sprachunterstützung für die deutschen Minderheiten in den neuen Staaten, die nach dem Zerfall der einstigen UdSSR im Jahr 1991 entstanden sind. Im Rahmen eines Online-Einführungsseminars für Sprachassistenten zur Vorbereitung auf deren Einsatz in Russland, der Ukraine und in Zentralasien hielt unser wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dr. Viktor Krieger, am 29. Januar 2026 einen breit angelegten Vortrag.

Dabei handelte es sich um historische und kulturelle Tendenzen unter den deutschen Ansiedlern und ihren Nachkommen seit der Einwanderung nach Russland Ende des 18. Jh. bis heute. Besonders ausführlich ging der Referent auf die soziokulturelle und sprachliche Entwicklung der nationalen Gruppe ab 1941 ein, nach der gewaltsamen Auflösung der traditionellen Siedlungsgebiete in der Ukraine, an der Wolga und anderswo im europäischen Teil der UdSSR. Die totale Deportation, Entrechtung und absichtliche Zerstreuung über Millionen Quadratkilometer in Sibirien, im Ural und in Kasachstan hatte die Liquidierung aller nationalen Kultureinrichtungen, die Vernichtung ihres kulturellen Erbes, eine intellektuelle Rückentwicklung sowie den Verlust der deutschen Muttersprache zur Folge. Aus einer Reihe von präsentierten Bildern und Tabellen haben wir eines dafür ausgewählt.

Angesichts des faktisch vollständigen Verlustes des Nationalidioms und einer umfassenden Akkulturation in die nach wie vor dominierende russische Kultur und Sprache stellt sich indes die Frage, ob die bisherigen Formen der Zusammenarbeit noch sinnvoll seien. Krieger plädierte in diesem Zusammenhang für den Aufbau von zwei- bzw. dreisprachigen Anfangs- und Mittelschulen mit deutscher, russischer und ggf. auch kasachischer/ukrainischer/kirgisischer etc. Unterrichtssprache sowie mit angeschlossenen Internaten und Kulturzentren. Positive Erfahrungen der deutschen Minderheiten mit solchen nationalen Bildungszentren in Ländern wie Ungarn, Rumänien oder Dänemark – obwohl sie dort zahlenmäßig wesentlich kleiner sind als in Russland oder Kasachstan – sprechen für sich.