Tag der Begegnung in Ingolstadt: „Brücken der Gemeinschaft“

Kultur – Geschichte – Dialog

Am 18. Oktober 2024 (Freitag) findet von 11 – 15 Uhr der Tag der Begegnung mit Deutschen aus Russland in Ingolstadt unter dem Motto „Brücken der Gemeinschaft“ in der Christoph-Kolumbus-Grundschule (Ungernederstraße 11, 85057 Ingolstadt) statt.

Zum Programm gehört ein Fachvortrag unseres wissenschaftlichen Mitarbeiters Dr. Viktor Krieger zur BKDR-Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“, die ebenfalls vor Ort präsentiert wird. Darüber hinaus findet eine Autorenlesung mit Irene Langemann statt, die aus ihrem Roman „Das Gedächtnis der Töchter“ liest.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den Chören „Singende Herzen“ und „Sehnsucht“.

Der Eintritt zum Tag der Begegnung ist frei – wir laden Sie recht herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen! Leiten Sie diese Einladung gerne an mögliche Interessenten weiter.

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„Entstehung, Wirkungsfelder und Entwicklungsperspektiven des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR)“

Am vergangenen Sonntag hat Stanimir Bugar, verantwortlich für die Bereiche Eventmanagement sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, einen Vortrag zum Thema „Entstehung, Wirkungsfelder und Entwicklungsperspektiven des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR)“ gehalten.

Nach einem geschichtlichen Umriss zur Thematik der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum ging Bugar auf die Entstehungsgeschichte des BKDR ein – von den Bemühungen der LmDR bis hin zur feierlichen Schlüsselübergabe durch den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder am 18. Januar 2019.

Für die Gruppe der LmDR (OG Nürnberg), unter der Leitung von Dorothea Walter, folgte die Vorstellung der Wirkungsbereiche und Schwerpunkte des Kulturzentrums. Vor allem die nachhaltige, zielorientierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern im In- und Ausland und der daraus resultierenden vielfältigen Kultur- und Geschichtsvermittlung der Deutschen aus Russland stand im Mittelpunkt der Betrachtung.

Darüber hinaus wurden einige innovative Vorhaben sowie laufende Projekte des BKDR vorgestellt und damit Entwicklungsperspektiven aufgezeigt, wie qualitative und wertvolle, wissenschaftlich fundierte Inhalte mit russlanddeutschem Themenbezug noch stärker in den Fokus der Gesamtgesellschaft gerückt werden können.

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Tag der Begegnung mit Kaukasusdeutschen

Am 8. Juni 2024 (Samstag) veranstaltet das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) von 12 – 16 Uhr den Tag der Begegnung mit Kaukasusdeutschen im Donauschwäbisches Zentralmuseum in Ulm (Schillerstraße 1, 89077 Ulm).

Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 50 Personen beschränkt. Der Teilnehmerbeitrag liegt bei 10 Euro pro Person ist und beim Betreten des Museums zu entrichten. Namentliche Anmeldungen sind erforderlich.

Das Programm und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Dokument.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
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„Die Wolgadeutschen in Argentinien seit 1878: Vorgestern Deutsche, gestern „Russen“, heute Argentinier. Und morgen?“

Heute war Prof. Dr. René Krüger im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) zu Gast, um einen Vortrag mit dem Titel „Die Wolgadeutschen in Argentinien seit 1878: Vorgestern Deutsche, gestern „Russen“, heute Argentinier. Und morgen?“ zu halten.

Neben der Darstellung der Auswanderungsgeschichte der Wolgadeutschen speziell nach Argentinien wurde ersichtlich, welche weiteren Bevölkerungsgruppen zur damaligen Zeit nach Argentinien ausgewandert sind und aufgrund welcher Push- und Pull-Faktoren diese großräumigen Bewegungen überhaupt zustande gekommen sind. Dabei standen vorwiegend deutsche, englische, aber auch italienische Häfen im Mittelpunkt der Betrachtung, von denen aus sich Segeldampfer (Segelschiffe mit Dampfantrieb) auf den Weg nach Amerika machten. Zusätzlich wurde erörtert, welchen Herausforderungen sich die Wolgadeutschen sowohl damals als auch heute noch stellen müssen.

Im Anschluss an den anschaulichen Vortrag folgte eine lebendige und aufschlussreiche Diskussion mit vielen neuen Erkenntnissen und wertvollen Beiträgen aus dem Auditorium.

Wir danken dem Referenten und allen interessierten Gästen für den gelungen Vortragsabend.

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„Familien- und Biographieforschung im Kontext der russlanddeutschen Geschichte“

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger nahm am Schreibwerkstatt-Workshop mit dem Titel „Trage die Geschichte deiner Familie in die nächste Generation“ teil, der vom 6. bis zum 7. April 2024 im HdH Nürnberg stattfand. Organisiert und durchgeführt wurde die Veranstaltung von Dorothea Walter. Krieger hielt einen Fachvortrag zum Thema „Familien- und Biographieforschung im Kontext der russlanddeutschen Geschichte“.

Dr. Krieger während seines Vortrags.

Nach einem geschichtlichen Überblick berichtete Dr. Krieger über seine Erfahrungen bei der Erforschung von genealogischen und lebensgeschichtlichen Fragestellungen. Biographieforschung und Familienforschung sind miteinander stark verbunden, „jedoch beschäftigt sich Biographieforschung vorwiegend mit der Erforschung individueller Lebensläufe und weniger mit dem Zusammenhang ganzer Familien als Gruppe und Gemeinschaft“.

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BKDR-Fachtagung: „Deutsches Radio in Kasachstan – Rückblick und Perspektiven“

„Es gab Gott und danach Minna Wagner“, beschrieb Michael Mastel (Karlsruhe) die Beliebtheit der deutschen Sendungen in Kasachstan am Beispiel seiner Mutter und sprach damit zahlreichen Deutschen der Nachkriegszeit, die in Kasachstan, der Altairegion oder Omsk sehnsüchtig dem deutschen Wort aus dem Hörfunkgerät lauschten, geradezu aus der Seele.

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) lud Hermina Wagner und vier weitere ehemalige Mitarbeiter des deutschen Hörfunks in Kasachstan sowie weitere Experten aus den Bereichen „Deutscher Rundfunk“ und „Printmedien“ in der ehemaligen Sowjetunion, im heutigen Kasachstan und Deutschland zur Fachtagung „Deutsches Radio in Kasachstan – Rückblick und Perspektiven“ vom 18.-19. November 2023 in die Räumlichkeiten des BKDR ein. In diesem Jahr feierte das deutsche Programm in Kasachstan seinen 65. Gründungstag.

Die Teilnehmer der BKDR-Fachtagung „Deutsches Radio in Kasachstan – Rückblick und Perspektiven“

Die Teilnehmer wurden von Waldemar Eisenbraun (Leitung BKDR) auch im Namen des Vorsitzenden des BKDR-Trägervereins, Herrn Ewald Oster, herzlich begrüßt. In der Einführung berichtete Eisenbraun über die Aktivitäten des Kulturzentrums und betonte anhand von Videobeiträgen zur Einweihung 2019 sowie zur Veranstaltung „30 Jahre Spätaussiedler in Bayern“ die Bedeutung der Kulturstätte als „Leuchtturmprojekt“, das bundesweit einmalig ist. Anfang 2024 feiert das BKDR sein 5-jähriges Bestehen.

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Internationale Konferenz in Regensburg

Am 6. und 7. Oktober 2023 fand am Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa (WiOS) in Regensburg eine hochkarätig besetzte Konferenz mit dem Titel „Vertreibung und Erinnerung. Forschungsstand und Geschichtspolitik im östlichen Europa“ statt. Führende Wissenschaftler dieses Fachgebiets aus Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Kroatien, Ungarn und Estland waren vertreten. Sie haben zum einen die Ursachen, den Verlauf und die Folgen der Umsiedlung, Deportation oder der Vertreibung der Deutschen aus ihren Ländern geschildert. Zum anderen wurden die Geschichtsschreibung und gesellschaftliche Auseinandersetzungen in der Nachkriegszeit mit dem historischen und kulturellen Erbe der einstigen deutschen Einwohner thematisiert.

Organisiert hat diese Tagung die Forschungsstelle „Kultur und Erinnerung. Heimatvertriebene und Aussiedler in Bayern 1945–2020“, die auf Initiative von Sylvia Stierstorfer, der Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, für den Zeitraum von 2022 bis 2025 gefördert wird. Angesiedelt ist sie beim Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung in Regensburg und wird von Prof. Dr. Katrin Boeckh geleitet.

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger war Teilnehmer der Konferenz und referierte zum Thema: „Die Ausreisebewegung nach Deutschland im Spiegel der sowjetischen und postsowjetischen Historiographie“.

Das Programm zur Konferenz finden Sie hier:

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Ausstellungseröffnung und Vortrag im Altvaterturm

Am 5. August 2023 hielt Dr. Viktor Krieger einen Fachvortrag zur Eröffnung der BKDR-Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ im Altvaterturm in Lehesten (Thüringen).

Der Altvaterturm: Begegnungsstätte und gleichzeitig als Mahnmal der Vertreibung gekennzeichnet. Foto: Klaus Gromer.

Der mehr als 35 Meter hohe Altvaterturm ist die Nachbildung einer Habsburgwarte, die 1912 auf der höchsten Erhebung der Gebirge in Schlesien und Nordmähren namens Altvater (heute „Praded“ in Tschechien) errichtet wurde. Die vertriebenen Sudetendeutschen und ihre Nachkommen haben in der Erinnerung an ihre alte Heimat diesen Turm nachgebaut (Einweihung 2004). Auf mehreren Stockwerken befinden sich verschiedene Heimatstuben mit Exponaten und Tafeln zu historischen ostdeutschen Gebieten, Büroräume des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Landsmannschaften sowie Begegnungsflächen. Dieses Bauwerk bietet daher eine ideale Kulisse für die Präsentation der Ausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“, die dort seit dem 5. August ausgestellt ist und auch noch in den kommenden Wochen öffentlich besichtigt werden kann.

Dr. Kriegers Vortrag berichtete dahingehend vom historischen Werdegang der deutschen Minderheit im Russischen Reich, in der einstigen UdSSR und ihrer Nachfolgestaaten. Unter den erschienenen Gästen befanden sich Vertreter des Bundes der Vertriebenen wie bspw. Horst Jüngling (stellvertretender BdV- Landesvorsitzender und Landesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Thüringen), Lilli Schäfer (Vorstandsmitglied der Orts- und Kreisgruppe Erfurt der LmDR, Willi Rimpl (ehemaliger Bürgermeister von Lehesten und z. Zt. Ehrenbürgermeister der Stadt). Der Vortrag wurde mit einem Grußwort von René Steinbach (Stadtrat Lehesten) eröffnet.

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BKDR-Fachvortrag im Altvaterturm in Lehesten (Thüringen)

Am 5. August 2023 um 14:30 Uhr wird unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger einen Fachvortrag im ehrwürdigen Altvaterturm in Lehesten halten und die mobile BKDR-Wanderausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ präsentieren. Im Anschluss an den Vortrag besteht darüber hinaus über mehrere Wochen hinweg die Möglichkeit, dass Sie sich die Ausstellung anschauen.

Offizieller Flyer zur Veranstaltung.
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Das Kulturerbe der Deutschen in der Ukraine

Die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen setzt sich weiter konsequent mit der Geschichte und Kultur der deutschen Minderheit in der ehem. UdSSR auseinander. Auf der in Berlin vom 19. bis zum 21. Juni 2023 stattgefundenen Tagung ging es schwerpunktmäßig um das deutsche Kulturerbe in der Ukraine sowie um die gegenwärtige Lage der Minderheit angesichts des Krieges, in dem sich das Land nach dem russischen Angriff befindet.

Historische Entwicklungen in der Ukraine und die Geschichte ihrer Staatlichkeit beleuchteten in ihren Vorträgen die zwei ausgewiesene Experten Prof. Dr. Katrin Boeckh (Uni München) und Prof. Dr. Guido Hausmann (Uni Regensburg). Vor diesem Hintergrund erfolgten sowohl Beiträge zur geschichtlichen Entwicklung als auch zum kulturellen Erbe verschiedener regionalen Gruppen der Minderheiten der Galizien-, Bukowina-, Wolhynien-, Krim- und anderen Deutschen.

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger referierte im Zuge dessen über die größte Gruppe unter ihnen, nämlich die der Schwarzmeerdeutschen. Aufgrund von zwei Weltkriegen, einem blutigen Bürgerkrieg, stalinistischen Verfolgungen und angesichts Deportationen und Flucht in den Westen, wurden Objekte der materiellen und geistigen Kultur der Schwarzmeer- und insgesamt der Deutschen in der Ukraine fast vollständig vernichtet. Der fast anderthalb Jahre andauernde russische Angriffskrieg zerstört unwiederbringlich auch die letzten Reste des Erbes, da die Frontlinie mitunter gerade durch die einstigen Siedlungsgebiete der nationalen Gruppe verläuft.

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