Gedenktafel für die Opfer politischer Repressionen und der Hungersnot in Astana eingeweiht
Am 31. Mai, dem kasachischen Gedenktag für die Opfer politischer Repressionen und Hungersnöte, wurde in Astana eine Gedenktafel feierlich eingeweiht.
Das Kulturzentrum BKDR, die Evangelisch-Lutherische Kirche Kasachstans sowie die regionale Gesellschaft der Kasachstandeutschen „Wiedergeburt“ (Stadt Astana und Gebiet Akmola) realisierten das Projekt gemeinsam. Die dreisprachige Gedenktafel trägt die Inschrift „In Gedenken an die Opfer politischer Repressionen und der Hungersnot“ und erinnert an die Menschen, die Verfolgung, Deportation und die tragischen Ereignisse der Hungersjahre erleiden mussten.

Für die feierliche Atmosphäre in der evangelisch-lutherische Erlöserkirche in Astana sorgten das Orgelspiel sowie der Gesang von Ida Haag aus Ingolstadt. An der Totenehrung wirkten die ehemaligen Schauspieler des Deutschen Theaters Temirtau, Alexander Hahn, Lilia Henzen und Viktoria Gräfenstein mit. In Vertretung des BKDR und der Landsmannschaft beteiligten sich Rudi und Dorothea Walter mit Gedenkbeiträgen.
Nach der Enthüllung der Gedenktafel durch Alexander Kail von der Gesellschaft „Wiedergeburt“ und Rudi Walter vom BKDR wurde diese durch den Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kasachstan, Rostislav Novgorodov, feierlich eingeweiht.


Im Namen der Kasachstandeutschen sprach Albert Rau, stellvertretender Vorsitzender von Majilis des Parlaments der Republik Kasachstan. In seiner Ansprache würdigte er die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer politischer Repressionen und der Hungersnot sowie die Verantwortung, die Erinnerung an diese tragischen Kapitel der Geschichte für kommende Generationen zu bewahren.


Die würdevolle Gestaltung der Veranstaltung unterstrich die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns und setzte zugleich ein Zeichen für Versöhnung, historische Verantwortung und die Bewahrung des kulturellen Erbes.
Den wissenschaftlichen Rahmen bildete die BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“, deren Autorin, Dr. Olga Litzenberger, einen Vortrag hielt.


Die Initiative zur Errichtung der Gedenktafel geht auf den Geschäftsleiter des BKDR, Waldemar Eisenbraun, zurück. Bereits vor einem Jahr stellte er das Vorhaben bei Gesprächen mit den Partnerorganisationen vor Ort vor und konnte diese für eine gemeinsame Umsetzung gewinnen.
Der 31. Mai wird in Kasachstan seit 1997 als „Tag des Gedenkens an die Opfer politischer Repressionen und Hungersnöte“ begangen. Er erinnert an die Opfer der stalinistischen Verfolgungen sowie der verheerenden Hungersnot der 1930er Jahre. Landesweit finden an diesem Tag Gedenkveranstaltungen, Kranzniederlegungen und Erinnerungszeremonien statt.
Nachstehend einige weitere Eindrücke.





