Internationale Gedenkinitiative des Kulturzentrums BKDR in North Dakota, USA

Am 28. August 2026 schlossen sich Organisationen der Deutschen aus Russland in North Dakota, USA, der internationalen Gedenkinitiative des Kulturzentrums BKDR an, die den Opfern von Deportationen und politischen Repressionen gegen die Sowjetdeutschen gewidmet ist. Die Gedenkveranstaltungen in North Dakota wurden von Michael M. Miller organisiert und fanden an zwei Orten statt: an der North Dakota State University in Fargo sowie bei der Germans from Russia Heritage Society (GRHS) in Bismarck.

Michael M. Miller ist Gründer der Germans from Russia Heritage Collection an den North Dakota State University Libraries, die 1978 ins Leben gerufen wurde. Über viele Jahre leitete er die Sammlung und widmete einen wesentlichen Teil seiner Arbeit der Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes der Deutschen aus Russland in den Vereinigten Staaten und Kanada.

Die Veranstaltung in Bismarck fand bei der Germans from Russia Heritage Society (GRHS) statt. Die 1970 in Bismarck, North Dakota, gegründete Organisation legt ihren Schwerpunkt auf die Geschichte und das kulturelle Erbe der Schwarzmeer- und Bessarabiendeutschen.

An der Veranstaltung nahm auch der Präsident der GRHS, Curtis Mertz, teil. Dr. Olga Litzenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin, vertrat das BKDR. Gemeinsam gedachten die Teilnehmer der Deutschen, die in der Sowjetunion Deportationen, politischen Repressionen, Zwangsarbeit und anderen Formen der Verfolgung ausgesetzt waren. An der Gedenkaktion beteiligten sich außerdem die Forscher Wayne Garman und Ramona Garman.

Damit schlossen sich Organisationen der Deutschen aus Russland in den Vereinigten Staaten erstmals der internationalen Gedenkinitiative an, die jährlich am 28. August stattfindet. Die Initiative wurde vom Kulturzentrum BKDR ins Leben gerufen und wird von diesem organisiert bzw. durchgeführt. Sie bringt Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion und ihre Organisationen in verschiedenen Ländern zusammen, um gemeinsam der Opfer von Deportation und politischer Repression zu gedenken.

Die Gedenkveranstaltungen in North Dakota stellten einen wichtigen Schritt zur Erweiterung der internationalen Erinnerungskultur und zur Bewahrung des gemeinsamen historischen Gedächtnisses an die Opfer von Deportation und politischer Repression der Deutschen aus Russland dar.