Kalenderblatt des Monats „Juli 2026“ mit Woldemar Ekkert

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „Juli 2026“ präsentieren. Konkret geht es hierbei um Woldemar Ekkert

Woldemar Ekkert: Wegbereiter einer Bibliografie zur russlanddeutschen Literaturgeschichte.

* 29. November 1910 in Köppental an der Wolga.
† 23. März 1991 in Krasnojarsk.

Leben und Werk:

Woldemar Ekkert absolvierte eine Lehrerausbildung am Pädagogischen Technikum in Seelmann (Rownoje), Wolgadeutsche Republik. In den 1920er-Jahren erschienen seine ersten Gedichte und Prosatexte in Zeitungen. Von 1932 bis 1935 studierte er an der Pädagogischen Hochschule in Odessa. Ab 1935 war er Literaturdozent am Pädagogischen Technikum in Chortitza sowie an der Hochschule in Krementschug. 1941 folgte die Verbannung nach Sibirien. Nach dem Krieg und der Aufhebung der Kommandanturaufsicht arbeitete er bis zu seinem Ruhestand (1975) als Lehrer sowie Hochschuldozent für Deutsch und Russisch, u. a. an der Fremdsprachenfakultät der Kalinin-Hochschule in Krasnojarsk. Woldemar Ekkert war auch Literaturhistoriker und -kritiker, veröffentlichte Lehrbücher, Prosa und Lyrik in deutschen Zeitungen der UdSSR und im Almanach Heimatliche Weiten. Er war ein leidenschaftlicher Sammler und trug eine beachtliche Menge an Informationen über russlanddeutsche Literaten sowie ihre Werke zusammen – und bewahrte sie vor dem totalen Vergessen.

Literaturauswahl von und über Woldemar Ekkert:

– Ekkert, Woldemar: Anthologie der sowjetdeutschen Literatur: Bd. I, Alma-Ata: Verlag Kasachstan, 1981.

– Annelore Engel-Braunschmidt: Vom Einsturz eines Brückenpfeilers, in: Annelore Engel-Braunschmidt (Hrsg.): Woldemar Ekkert. Die Taiga ist in Dunkel getaucht. Gedichte und Nachdichtungen (1944-1989). Moskau 1998, S. 23-28.