Landesweites Forum der Kasachstandeutschen in Astana
Heute, am 3. November 2025, findet in Astana das landesweite Forum der Kasachstandeutschen statt. Hierzu werden zahlreiche Gäste sowie Delegierte der regionalen Gesellschaften „Wiedergeburt“ erwartet.
Im Vorfeld des Großereignisses kamen im Kasachisch-Deutschen Zentrum Dmitriy Redler, Geschäftsführer der Stiftung „Wiedergeburt“, Alexander Kail, Vorsitzender der regionalen Gesellschaft der Deutschen „Wiedergeburt“ Stadt Astana und Gebiet Akmola, sowie Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums BKDR, zu einem Arbeitstreffen zusammen.

Die Gesprächspartner waren sich darüber einig, dass im Jahr 2025 eine Vielzahl an Projekten mit Bezug zu Kasachstandeutschen organisiert und zum erfolgreichen Abschluss gebracht wurden, darunter unter anderem drei Kurzfilme über die Orte Konstantinowka und Kamenka sowie den Agrarbetrieb „Rodina“ von der Drehbuchautorin und Regisseurin Marina Angaldt unter Mitwirkung von Robert Gerlitz, Direktor der Deutschen Allgemeinen Zeitung (DAZ).
Die Beteiligung des BKDR am Gedenkakt mit Kranzniederlegung Ende August in Almaty war Dank der Unterstützung von Robert Gerlitz und seines Teams ein weiteres Mal möglich.
Die regionale Gesellschaft Wiedergeburt Almaty unter der Leitung von Ludmila Nabokova lud am 27. September zum Fachvortrag von Dr. Viktor Krieger, wissenschaftlicher Mitarbeiter des BKDR, ins Deutsche Haus ein. Der Vortrag über die politische, gesellschaftliche und kulturelle Lage der „Sowjetdeutschen“ nach 1945 führe zu einer regen Diskussion mit dem Publikum.


Zeitgleich fand in Pawlodar eine große Veranstaltung statt, bei der die BKDR-Wanderausstellung „Einblicke in das religiöse Leben […]“ präsentiert wurde. Die Initiative hierfür kam von Olga Litnewskaja, stellvertretende Vorsitzende der regionalen Gesellschaft „Wiedergeburt“ Pawlodar.
Die BKDR-Wanderausstellung machte für mehrere Wochen Station in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Astana, unterstützt und begleitet durch Rostislaw Nowgorodow, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Kasachstan.
Im Jahr 2025 veröffentlichte das BKDR zudem virtuelle Rundgänge von zwei Objekten in Kasachstan. Es handelt sich um das Kunstmuseum Leonid Brümmer in Taras sowie das Regionale Newsorow-Museum für bildende Kunst in Semei. Beide Projekte wurden durch Julia Podoprigora, promovierte Historikerin, geleitet und umgesetzt.
Auf Initiative und unter fachlicher Begleitung von Dr. Julia Podoprigora erschien das Buch „Ein Regenbogen über der Steppe. Wladimir Eifert – ein Künstlerporträt“ des Autors Amir Dschadaibajew im BKDR-Verlag. Yevgeniy Bolgert, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stiftung Wiedergeburt, setzte sich persönlich dafür ein, dass das Buch über Wladimir Eifert und seine Werke auch in russischsprachiger Fassung erscheint. Die Erstpräsentation dieser Publikation unter Mitwirkung des Autors Amir Dschadaibajew und des BKDR-Geschäftsleiters Waldemar Eisenbraun soll im Rahmen des Forums der Kasachstandeutschen stattfinden.
Ein Novum für das BKDR war die siebentätige Bildungsreise nach Kasachstan, die Ende Mai 2025 eine 20 Personen starke Gruppe nach Astana und Karaganda brachte. Die Bildungsreise wurde von Dr. Olga Litzenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BKDR, und Dr. Julia Podoprigora konzipiert und durchgeführt. Die Wiedergeburt Astana unter der Leitung von Alexander Kail bereicherte das Bildungsprogramm durch Begegnungen mit den Jugendlichen, Senioren und Kulturschaffenden. Das der Deportation der Deutschen gewidmete Theaterstück des deutschen Jugendclubs „Diamant“, geleitet von Igor Liskov, bot viele emotionale Momente für die Zuschauer. In Karaganda präsentierte die dortige deutsche Jugend ihre Arbeit, darunter die eigenkonzipierte Stadtführung mit deutschem Bezug.
Der Videobeitrag über die Bildungsreise nach Kasachstan ist auf unserem YouTube-Kanal unter dem nachfolgenden Link zu finden:
Es wurde zu einer guten Tradition, dass die Neuerscheinungen aus dem BKDR-Verlag an die Bibliothek des Kasachisch-Deutschen Zentrums übergeben werden. „Die vielseitige Zusammenarbeit zwischen dem Kulturzentrum BKDR und den Gesellschaften der Kasachstandeutschen ist vorbildlich und sollte weiter ausgebaut werden“, so Olga Stein, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung „Wiedergeburt“.
Anlässlich des diesjährigen Forums der Kasachstandeutschen brachte das Kulturzentrum BKDR eine dreisprachige Broschüre in Deutsch, Kasachisch und Russisch heraus. Mehr dazu erfahren Sie in den kommenden Tagen.