„Nicht aus Schuld – auf Befehl!“: Gedenken an 85 Jahre Deportation der Deutschen in der Sowjetunion in Köln
Unter dem Leitgedanken „Nicht aus Schuld – auf Befehl!“ wurde am 12. September 2026 in Köln an die Opfer von Deportation, Leid und Verfolgung erinnert. Anlass war der 85. Jahrestag der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion. Nach einem ökumenischen Gedenkgottesdienst im sehr gut besuchten Kölner Dom wurde das offizielle Programm auf dem Roncalliplatz fortgesetzt.


Eleonora Faust, Vorsitzende der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR), begrüßte die Gäste. Weitere wichtige Wortbeiträge kamen unter anderem von Heiko Hendriks, dem Beauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Heimatvertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler, sowie per Grußvideo von Ministerpräsident Hendrik Wüst. Für die Stadt Köln sprach Bürgermeisterin Derya Karadag. Auch Staatsministerin Serap Güler MdB gehörte zu den Rednern.
Weitere zentrale Beiträge hielten der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR), Norbert Strohmaier, sowie Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten.
Das Kulturprogramm griff die Themen Deportation, Verlust, Heimat, Hoffnung und Erinnerung auf und verlieh dem Gedenken einen würdevollen Rahmen. Besonders eindringlich waren die persönlichen Erinnerungen mehrerer Zeitzeugen, die entweder vor Ort oder per Videobotschaft zu Wort kamen. Ihre Berichte machten die historischen Ereignisse und deren weitreichende Folgen auf persönliche Weise erfahrbar.
Die Veranstaltung verband kirchliches Gedenken, politische Erinnerungskultur, persönliche Zeugnisse und künstlerische Ausdrucksformen. 85 Jahre nach Beginn der Deportationen stand die gemeinsame Verpflichtung im Mittelpunkt, das Schicksal der Deutschen in der Sowjetunion im öffentlichen Bewusstsein zu bewahren und die Erinnerung an die Opfer an kommende Generationen weiterzugeben – Wissensvermittlung auf verschiedenen Ebenen.
Ein besonderer Dank gilt Eleonora Faust sowie den bayerischen Mitgliedern des Orga-Teams Waldemar Hubert und Albina Baumann für die Einladung und die Möglichkeit, an dieser wichtigen Gedenkveranstaltung mit einem umfangreichen Info- und Bücherstand mitwirken zu dürfen. Das große Interesse an Publikationen aus unserem Verlag bestätigt die Notwendigkeit unserer Arbeit in diesem Bereich.
Durch das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten wurde sie zu einem gelungenen und würdevollen Zeichen lebendiger Erinnerungskultur.
Nachstehend einige Eindrücke der gelungenen Veranstaltung.





