Wissenschaftliche Konferenz anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation der UdSSR-Deutschen

Vom 18. bis 20. September 2026 fand im Dokumentationszentrum „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin eine Fachtagung unter dem Titel „Vor 85 Jahren: Deportation der Deutschen in der Sowjetunion 1941“ statt.

Veranstaltet wurde die Fachtagung von der Wissenschaftlichen Kommission für die Deutschen in und aus Osteuropa, Sibirien, Zentralasien und Kaukasien (WKDO) in Kooperation mit dem Nordost-Institut (IKGN), Lüneburg, dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte sowie dem Kulturreferat für Russlanddeutsche, Detmold, und dem Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin. Die Schirmherrschaft und finanzielle Unterstützung gewährleistete der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius.

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BKDR-Orchester beim Gedenk- und Begegnungstag in Berlin

Der zentrale Gedenk- und Begegnungstag verbindet die Erinnerung an Deportation, Zwangsarbeit, Flucht und Vertreibung mit lebendiger Kultur. Chorgesang, Solobeiträge, Tanz und Orchestermusik schlagen eine Brücke zwischen den Generationen und geben den Erfahrungen von Verlust, Heimat und Neubeginn einen gemeinsamen Ausdruck.

Mitwirkende aus Berlin, Göttingen und dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) gestalten ein vielfältiges Programm. Traditionelle Lieder, geistliche Musik, Filmmusik und moderne Klangwelten zeigen:

Erinnerung bleibt lebendig, wenn Menschen sie miteinander teilen. Moderiert durch Daniel Spliethoff, Reporter bei RTL und ntv.“

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Kulturzentrum BKDR wirkt am Tag der Russlanddeutschen an den Gedenkveranstaltungen im Berliner Roten Rathaus und am Mahnmal auf dem Parkfriedhof Berlin-Marzahn mit

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung im Berliner Roten Rathaus gestaltete das BKDR-Quartett einen Teil des Kulturprogramms musikalisch mit. Es begleitete junge Solisten aus Niedersachsen bei dem emotionalen Stück „Unsere Heimat“ und schloss die Veranstaltung mit einer Instrumentalfassung der deutschen Nationalhymne ab.

Die BKDR-Wanderausstellungen „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ sowie „Einblicke in das religiöse Leben der Russlanddeutschen“ rundeten das Rahmenprogramm ab.

Am Mahnmal für die russlanddeutschen Opfer auf dem Parkfriedhof Berlin-Marzahn sprach Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums BKDR, über die historische Einordnung der Ereignisse vor 85 Jahren.

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BKDR bei den Berliner Kultur- und Erinnerungstagen 2026 …

BKDR bei den Berliner Kultur- und Erinnerungstagen 2026 mit zwei Wanderausstellungen sowie einem Informations- und Bücherstand vertreten.

Unter dem Motto „Demokratie braucht Erinnerungskultur“ finden vom 22. August bis 5. September 2026 in ganz Berlin die Kultur- und Erinnerungstage statt. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte, Kultur und Erinnerung der Deutschen aus Russland, der Spätaussiedler und Vertriebenen. Anlass ist unter anderem der 85. Jahrestag des Stalin-Erlasses vom 28. August 1941, mit dem die Deportation der Deutschen in der Sowjetunion eingeleitet wurde. Das Berlin-weite Programm verbindet Gedenken, Kultur und gesellschaftlichen Dialog. Konzerte, Ausstellungen, Sonderführungen, Diskussionen, ein Live-Podcast und ein Jugendtag befassen sich mit Deportation, Zwangsarbeit, Flucht und Vertreibung, aber auch mit Neuanfang, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe.

Info- und Bücherstand des BKDR in Berlin (c) BKDR.

Veranstaltet werden die Kultur- und Erinnerungstage von Walter Gauks, Ansprechperson des Landes Berlin für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene. Wir danken Walter Gauks herzlich für die Möglichkeit, das Programm der Kultur- und Erinnerungstage 2026 mitzugestalten!

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Symposium: „Stalins Gewaltpolitik gegen die Russlanddeutschen: Die Deportationsbefehle von 1941 und ihre Vor- und Nachgeschichte“

Im DDR-Museum in Berlin fand am 23. Juni 2026 die Gedenkveranstaltung anlässlich des 85. Jahrestags der Deportation der Russlanddeutschen unter dem Titel „Stalins Gewaltpolitik gegen die Russlanddeutschen: Die Deportationsbefehle von 1941 und ihre Vor- und Nachgeschichte“ statt. Ausgerichtet wurde das Symposium von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung in Zusammenarbeit mit der Landesgruppe Berlin der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). Gefördert wurde die Veranstaltung von der Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene.

Vom Kulturzentrum BKDR waren die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Prof. Dr. Olga Litzenberger und Dr. Viktor Krieger mit eigenen Fachvorträgen aktiv vertreten. Prof. Dr. Olga Litzenberger sprach zum Thema „Das Schicksal der Russland-, Ukraine- und Kaukasiendeutschen in den Deportationsgebieten Zentralasiens und Sibiriens bis 1991“, während Dr. Viktor Krieger den Vortrag zum Thema „Ursachen, Anlässe und Verlauf der Deportation der Wolgadeutschen“ hielt.

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Arbeitsaufenthalt im Bundesarchiv

Das Bundesarchiv ist die größte Dokumentensammlung in Deutschland und weltweit eine der größten ihrer Art. Es unterhält 23 Standorte im gesamten Bundesgebiet, darunter drei in Berlin sowie weitere in Koblenz, Freiburg, Bayreuth und anderen Orten. Das Archiv bewahrt mehr als 540 Regalkilometer Schriftgut, 15 Millionen Bilder, 1,1 Millionen Filmrollen, 75.000 Plakate sowie zwei Millionen Karten, Pläne und technische Zeichnungen auf.

Diese Dokumentensammlung ist insofern für die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen von Bedeutung, als sie mehrere Hunderttausend Akten hierzu beherbergt, u. a. in den Beständen der Einwandererzentralstelle (EWZ, R 9361…), des Deutschen Ausland-Instituts (R 57) oder in den Unterlagen betreffend den sogenannten Lastenausgleich (ZLA). Letzteres Schriftgut, das auch als Kriegsfolgenarchivgut bezeichnet wird, befindet sich am Standort Bayreuth.

Das Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde. © Creative Commons

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger besuchte am 22. und 23. Juni dieses Archiv in Berlin-Lichterfelde und recherchierte schwerpunktmäßig in den Beständen der EWZ-Behörde. Sie regelte während des Zweiten Weltkrieges die Einbürgerung und Ansiedlung sogenannter „volksdeutscher Umsiedler“, darunter etwa 350.000 Deutsche aus der ehemaligen UdSSR, vorwiegend aus der Ukraine.

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„Deutsche in Kasachstan: Eine wechselvolle Geschichte“

Am 28. und 29. November 2025 fand in den Räumlichkeiten des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin das wissenschaftliche Symposium der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Kooperation mit dem Göttinger Arbeitskreis und in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Kasachstan statt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Deutsche in Kasachstan: Eine wechselvolle Geschichte“.

Während der zweitägigen Tagung diskutierten namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Kasachstan schwerpunktmäßig unterschiedliche Aspekte der politischen, sozioökonomischen und kulturellen Entwicklung der deutschen Minderheit in der zentralasiatischen Republik. Der Fokus lag auf der sowjetischen und postsowjetischen Epoche – beginnend mit dem Großen Terror der Jahre 1937/38 über die Deportationen und Zwangsarbeit während des Deutsch-Sowjetischen Krieges bis hin zur Perestroika sowie den gegenwärtigen Aktivitäten der gesellschaftlichen Organisationen dieser nationalen Gruppe.

Zum Programm des Symposiums gelangen Sie hier:

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BdV-Jahresempfang

9. April 2024, Berlin

Gerne folgte das BKDR der Einladung des BdV – Bund der Vertriebenen zum traditionellen Jahresempfang nach Berlin. BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius hielt eine überzeugende Rede mit Bezug zu vielen aktuellen Themen.


Auf dem Foto sehen Sie Waldemar Eisenbraun und Dr. Bernd Fabritius.

Die Fotos dokumentieren die zentralen Aspekte einer solchen Veranstaltung:

– Wiedersehen und Austausch mit fachkundigen Persönlichkeiten

– gelebte Vernetzung und gegenseitige Wertschätzung

– Entstehen von neuen Kontakten und Projektideen

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