Symposium: „Stalins Gewaltpolitik gegen die Russlanddeutschen: Die Deportationsbefehle von 1941 und ihre Vor- und Nachgeschichte“

Im DDR-Museum in Berlin fand am 23. Juni 2026 die Gedenkveranstaltung anlässlich des 85. Jahrestags der Deportation der Russlanddeutschen unter dem Titel „Stalins Gewaltpolitik gegen die Russlanddeutschen: Die Deportationsbefehle von 1941 und ihre Vor- und Nachgeschichte“ statt. Ausgerichtet wurde das Symposium von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung in Zusammenarbeit mit der Landesgruppe Berlin der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). Gefördert wurde die Veranstaltung von der Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene.

Vom Kulturzentrum BKDR waren die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Prof. Dr. Olga Litzenberger und Dr. Viktor Krieger mit eigenen Fachvorträgen aktiv vertreten. Prof. Dr. Olga Litzenberger sprach zum Thema „Das Schicksal der Russland-, Ukraine- und Kaukasiendeutschen in den Deportationsgebieten Zentralasiens und Sibiriens bis 1991“, während Dr. Viktor Krieger den Vortrag zum Thema „Ursachen, Anlässe und Verlauf der Deportation der Wolgadeutschen“ hielt.

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Arbeitsaufenthalt im Bundesarchiv

Das Bundesarchiv ist die größte Dokumentensammlung in Deutschland und weltweit eine der größten ihrer Art. Es unterhält 23 Standorte im gesamten Bundesgebiet, darunter drei in Berlin sowie weitere in Koblenz, Freiburg, Bayreuth und anderen Orten. Das Archiv bewahrt mehr als 540 Regalkilometer Schriftgut, 15 Millionen Bilder, 1,1 Millionen Filmrollen, 75.000 Plakate sowie zwei Millionen Karten, Pläne und technische Zeichnungen auf.

Diese Dokumentensammlung ist insofern für die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen von Bedeutung, als sie mehrere Hunderttausend Akten hierzu beherbergt, u. a. in den Beständen der Einwandererzentralstelle (EWZ, R 9361…), des Deutschen Ausland-Instituts (R 57) oder in den Unterlagen betreffend den sogenannten Lastenausgleich (ZLA). Letzteres Schriftgut, das auch als Kriegsfolgenarchivgut bezeichnet wird, befindet sich am Standort Bayreuth.

Das Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde. © Creative Commons

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger besuchte am 22. und 23. Juni dieses Archiv in Berlin-Lichterfelde und recherchierte schwerpunktmäßig in den Beständen der EWZ-Behörde. Sie regelte während des Zweiten Weltkrieges die Einbürgerung und Ansiedlung sogenannter „volksdeutscher Umsiedler“, darunter etwa 350.000 Deutsche aus der ehemaligen UdSSR, vorwiegend aus der Ukraine.

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„Deutsche in Kasachstan: Eine wechselvolle Geschichte“

Am 28. und 29. November 2025 fand in den Räumlichkeiten des Instituts für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin das wissenschaftliche Symposium der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen in Kooperation mit dem Göttinger Arbeitskreis und in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Kasachstan statt. Die Veranstaltung stand unter dem Titel „Deutsche in Kasachstan: Eine wechselvolle Geschichte“.

Während der zweitägigen Tagung diskutierten namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Kasachstan schwerpunktmäßig unterschiedliche Aspekte der politischen, sozioökonomischen und kulturellen Entwicklung der deutschen Minderheit in der zentralasiatischen Republik. Der Fokus lag auf der sowjetischen und postsowjetischen Epoche – beginnend mit dem Großen Terror der Jahre 1937/38 über die Deportationen und Zwangsarbeit während des Deutsch-Sowjetischen Krieges bis hin zur Perestroika sowie den gegenwärtigen Aktivitäten der gesellschaftlichen Organisationen dieser nationalen Gruppe.

Zum Programm des Symposiums gelangen Sie hier:

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BdV-Jahresempfang

9. April 2024, Berlin

Gerne folgte das BKDR der Einladung des BdV – Bund der Vertriebenen zum traditionellen Jahresempfang nach Berlin. BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius hielt eine überzeugende Rede mit Bezug zu vielen aktuellen Themen.


Auf dem Foto sehen Sie Waldemar Eisenbraun und Dr. Bernd Fabritius.

Die Fotos dokumentieren die zentralen Aspekte einer solchen Veranstaltung:

– Wiedersehen und Austausch mit fachkundigen Persönlichkeiten

– gelebte Vernetzung und gegenseitige Wertschätzung

– Entstehen von neuen Kontakten und Projektideen

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