KUNST AM BAU | Entscheidung für das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR)

Für den Neubau des Kulturzentrums BKDR hat das Staatliche Bauamt Nürnberg einen geladenen, einphasigen Kunst-am-Bau-Wettbewerb für zwei Standorte ausgelobt. Dem Wettbewerb war ein offenes Bewerbungsverfahren vorausgegangen. Aus mehr als 100 Bewerbungen wurden sieben Künstler für die Entwurfsphase ausgewählt.

Am 25. September 2026 kam das Preisgericht zusammen und traf seine Entscheidung: Der Entwurf „WERWIRWARENWERWIRSINDWERWIRWERDEN“ von Erika Hock wird zur Realisierung empfohlen. Für die Umsetzung der Kunst am Bau stehen insgesamt 180.000 Euro zur Verfügung.

Ewald Oster, Vorsitzender des BKDR-Trägervereins, zeigt sich von dem Entwurf Erika Hocks und der darin zum Ausdruck kommenden Botschaft beeindruckt. Die einstimmige Entscheidung des Preisgerichts begrüßt er im Namen des gesamten Vorstandes ausdrücklich.

Alle Interessierten haben die Möglichkeit, die ausgewählten Wettbewerbsbeiträge und die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze im Kulturzentrum BKDR zu besichtigen:

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Das „Bestrafte Volk“ – 85 Jahre der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion (1941–2026)

Der animierte Videobeitrag über das „Bestrafte Volk“ zeichnet die Chronologie der Deportation der Russlanddeutschen nach und veranschaulicht das Ausmaß der staatlichen Repressionen. Zahlen, Erlasse und persönliche Schicksale erinnern eindringlich an das erlittene Unrecht und dessen bis heute nachwirkende Folgen.

Die kompakte Geschichtsdokumentation entstand unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Olga Litzenberger als Kooperationsprojekt des Kulturzentrums BKDR und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). Dieses Video erschien ebenfalls in Englisch, Spanisch und Russisch. Klicke hier unten auf die gewünschte Sprache:

Gefördert wurde das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

+++ BEWERBUNGSAUFRUF +++

Kunst-am-Bau Wettbewerb für den Neubau des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR)

Das Staatliche Bauamt Nürnberg lobt einen geladenen, einphasigen Kunst-am-Bau-Wettbewerb für zwei Standorte mit vorgeschaltetem, offenen Bewerbungsverfahren aus. Teilnahmeberechtigt sind professionelle Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlergemeinschaften. Die Professionalität ist nachzuweisen durch einen Lebenslauf inklusive eines Nachweises eines abgeschlossenen Studiums an einer (Fach-) Hochschule/ Akademie im Bereich Bildender Kunst oder Gestaltung oder durch eine Mitgliedschaft in einem künstlerischen Berufsverband, ein Ausstellungsverzeichnis von eigenen Kunstwerken in öffentlichen Ausstellungen und durch max. drei aussagefähige Referenzen bereits realisierter Kunstwerke an öffentlichen Orten. Eine gezielte Förderung und Beteiligung von jungen künstlerischen Positionen wird angestrebt. Künstlerinnen und Künstler, die ihren akademischen Abschluss im Jahr 2020 oder später gemacht haben, können sich mit einem Motivationsschreiben bewerben.

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Bundesweiter Vorlesetag 2025 – „Vorlesen spricht Deine Sprache“

Nehmen Sie Platz, machen Sie es sich gemütlich und lehnen Sie sich einen Moment zurück. Wir lassen den berührenden Text „Das Haus für dich“ von Hugo Wormsbecher vorlesen – einem Autor, der die russlanddeutsche Literatur geprägt hat. Gelesen von Michael Helm.

Vorlesen verbindet – über Generationen, Sprache und Lebensgeschichten hinweg. Deshalb steht der Bundesweite Vorlesetag heuer unter dem Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“. Dabei spielt es keine Rolle, ob jung oder alt, ob großes Publikum oder in einer kleinen, gemütlichen Runde: Während einer vorgelesenen Geschichte jeglicher Art entsteht ein gemeinsamer Raum. Man schenkt sich Aufmerksamkeit und teilt besondere Momente miteinander. Ob heiter, bewegend oder spannend, ist für den Moment erst einmal zweitrangig.

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Kalender 2026: Russlanddeutsche Autorinnen und Autoren

Wie jedes Jahr veröffentlicht das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR e.V.) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) einen Jahreskalender. Für das kommende Jahr konnte darüber hinaus mit dem Literaturkreis der Deutschen aus Russland ein weiterer langjähriger und fachkundiger Kooperationspartner dazu gewonnen werden, zumal der Titel des kommenden Kalenders 2026 „Russlanddeutsche Autorinnen und Autoren“ lautet.

Russlanddeutsche Autorinnen und Autoren spielen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung geschichtlicher und kultureller Aspekte der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum. Durch ihre literarischen Werke, Essays oder auch autobiografischen Texte bewahren sie Erinnerungen an Vertreibung, Deportation, Zwangsarbeit und Migration, die sonst leicht in Vergessenheit geraten könnten oder in der Mehrheitsgesellschaft ohnehin noch nicht hinlänglich bekannt sind.

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Akademische Viertelstunde mit Jakob Fischer: „Streiflichter aus der Geschichte des Deutschen Theaters Temirtau/Alma-Ata (Kasachstan)“

Jakob Fischer zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten der russlanddeutschen Gemeinschaft in Deutschland. Für sein Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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„Spurensuche in Familiengeschichten“

Am 1. Februar 2025 um 10 Uhr startet die mehrteilige Veranstaltungsreihe „Spurensuche in Familiengeschichten“ im Haus der Heimat Nürnberg. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR), der Ortsgruppe Nürnberg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO).

Frau Dr. Olga Litzenberger wird mit Unterstützung von Dorothea Walter den Auftaktvortrag halten bzgl. der „Spurensuche in Familiengeschichten“. Neben der Ahnenforschung stehen in diesem Zusammenhang auch Tipps zur Suche nach Repressierten und viele weitere verwandte Themen der mehrteiligen Veranstaltungsreihe im Mittelpunkt der Betrachtung.

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Fachtagung „100 Jahre seit der Ausrufung der Wolgadeutschen Sowjetrepublik“

Im Zeitraum vom 13. bis zum 15. Dezember 2024 findet die Fachtagung „100 Jahre seit der Ausrufung der Wolgadeutschen Sowjetrepublik“ im Heiligenhof (Alte Euerdorfer Str. 1, 97688 Bad Kissingen) unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder statt.

Ab sofort ist unter dem nachfolgenden Link eine Onlineanmeldung zur Fachtagung möglich:

https://heiligenhof.de/unsere-seminare/seminarprogramm/100-jahre-seit-der-ausrufung-der-wolgadeutschen-sowjetrepublik

Veranstalter ist die Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR).

Das Tagungsprogramm steht Ihnen nachfolgend als Download zur Verfügung:

Zu den Konditionen:

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BKDR beteiligt sich am kasachischen Forschungsprojekt zur Rolle der Deutschen bei der Neulanderschließung

Unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin, Dr. Olga Litzenberger, wird an dem kasachischen Projekt „Das Neuland und das Sonderkontingent Nordkasachstan: Oral History und neue archivalische Quellen“ mitwirken. Das Projekt wird vom Ministerium für Hochschulbildung und Wissenschaft der Republik Kasachstan finanziert. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts übernimmt Prof. Dr. Araylym Musagalieva aus Astana. Dr. Rosa Musabekova (Astana) und andere Wissenschaftler aus Kasachstan beteiligen sich gleichermaßen. Im Rahmen des Projekts sind Feldforschungen, Interviews mit ehemaligen Sondersiedlern, wissenschaftliche Seminare sowie verschiedene Publikationen geplant.

Auch minderjährige (!) deutsche Kinder waren an der Neulanderschließung beteiligt. Hier sehen Sie eine Urkunde zur Medaille für die Neulanderschließung, 1964. Archiv: Olga Litzenberger.

Das Hauptziel des Projekts besteht darin, eine fundierte Studie über die Beteiligung der Deutschen an der Erschließung des Neulandes zu erstellen. Das Forscherteam beabsichtigt, die Standorte der Sondersiedler in Nordkasachstan zu analysieren, deren Zahlenentwicklung und das Ausmaß der Ansiedlungen zu vergleichen und die Rolle von Kinderarbeit sowie von Karlag-Häftlingen bei der Neulanderschließung zu erfassen.

Die Umsetzung dieses Forschungsprojekts erfordert eine Erweiterung und Ergänzung der bestehenden deutschen und kasachischen Geschichtsschreibung, um wichtige Lücken schließen zu können – wir freuen uns auf diese Herausforderung und eine gute Zusammenarbeit!