Arbeitsaufenthalt im Bundesarchiv
Das Bundesarchiv ist die größte Dokumentensammlung in Deutschland und weltweit eine der größten ihrer Art. Es unterhält 23 Standorte im gesamten Bundesgebiet, darunter drei in Berlin sowie weitere in Koblenz, Freiburg, Bayreuth und anderen Orten. Das Archiv bewahrt mehr als 540 Regalkilometer Schriftgut, 15 Millionen Bilder, 1,1 Millionen Filmrollen, 75.000 Plakate sowie zwei Millionen Karten, Pläne und technische Zeichnungen auf.
Diese Dokumentensammlung ist insofern für die Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen von Bedeutung, als sie mehrere Hunderttausend Akten hierzu beherbergt, u. a. in den Beständen der Einwandererzentralstelle (EWZ, R 9361…), des Deutschen Ausland-Instituts (R 57) oder in den Unterlagen betreffend den sogenannten Lastenausgleich (ZLA). Letzteres Schriftgut, das auch als Kriegsfolgenarchivgut bezeichnet wird, befindet sich am Standort Bayreuth.

Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger besuchte am 22. und 23. Juni dieses Archiv in Berlin-Lichterfelde und recherchierte schwerpunktmäßig in den Beständen der EWZ-Behörde. Sie regelte während des Zweiten Weltkrieges die Einbürgerung und Ansiedlung sogenannter „volksdeutscher Umsiedler“, darunter etwa 350.000 Deutsche aus der ehemaligen UdSSR, vorwiegend aus der Ukraine.
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