BKDR und LITO stellen gemeinsam Bücher auf der Leipziger Buchmesse 2026 vor

Der BKDR Verlag und der Literaturkreis der Deutschen aus Russland (LITO) werden erneut auf der Leipziger Buchmesse (LBM) 2026 mit einem gemeinsamen Bücherstand vertreten sein. Die renommierte Buchmesse findet vom 19. bis zum 22. März statt. Am 21. sowie am 22. März werden wir außerdem unmittelbar auf dem Messegelände zwei Lesungen mit Büchern von Nelli Kossko und mit Elli Unruh und Max Schatz organisieren. Artur Rosenstern und Carola Jürchot werden die Lesungen moderieren.

(c) Fotos: Privatarchiv und BKDR.

Bei der ersten Lesung am Samstag, 21. März um 10:30 Uhr, werden Rosenstern und Jürchott das im BKDR Verlag neu aufgelegte Buch „In den Fängen der Zeit“ von Nelli Kossko vorstellen. Und zwar im Forum Globale Perspektiven (Halle 4, E303).

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Ein Regenbogen über der Steppe. Wladimir Eifert – ein Künstlerporträt

Neues Buch von Amir Dschadaibajew im BKDR Verlag erschienen / Aus dem Russischen übersetzt von Carola Jürchott

Die Monografie „Regenbogen über der Steppe …“ ist dem bekannten sowjetdeutschen Künstler Wladimir Eifert (1884-1960) anlässlich seines 140 Geburtstags gewidmet. Es ist das erste Buch, in dem auf der Basis des vom Verfasser zusammengetragenen umfangreichen künstlerischen und Archivmaterials über den Lebensweg und die berufliche Laufbahn des hervorragenden Malers, ausgezeichneten Museumsfachmanns und Pädagogen berichtet wird. Die deutsche Herkunft Wladimir Eiferts war der Grund, dass es ihn 1941 nach Zentralasien verschlug: Er wurde wie alle Sowjetdeutschen nach dem faschistischen Überfall auf die UdSSR deportiert. Von dieser Zeit an waren sein gesamtes weiteres Schicksal und seine Kunst mit Kasachstan verbunden.

Das Buch richtet sich sowohl an das breite Publikum als auch an Fachleute, die sich für die Geschichte der sowjetischen Kunst und der Kunst Kasachstans interessieren.

Aus dem Vorwort der Historikerin Julia Podoprigora:

Mit Erlassen und Verordnungen von Gremien der Partei- und Staatsführung der UdSSR konnte man wie mit einem Radiergummi auf der Karte des großen Landes Orte tilgen, in denen Ethnien lebten, die der Sowjetmacht nicht genehm waren, ihre jahrhundertelange Geschichte und ihre Traditionen auslöschen und menschliche Lebenswege durchkreuzen. Mit einem solchen „Radiergummi“ wurde auch über das Schicksal des ethnischen Deutschen Wladimir Eifert entschieden. Nachdem sie im Bild seines Lebens alle früheren Verdienste als talentierter Künstler, bekannter Kunstwissenschaftler und nicht weniger erfolgreicher Museumsleiter und -kurator getilgt hatte, hielt die Sowjetmacht für ihn andere Wege bereit.

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