BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“: Kamenka (ehemals Bähr)

Kurz vor dem Jahreswechsel möchten wir Ihnen noch einen wertvollen Videobeitrag im Rahmen unserer BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ präsentieren. Hierbei werden frühere deutsche Siedlungen porträtiert, die sich auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion befanden bzw. heutzutage unter anderen Namen wiederzufinden sind.

Dieses Mal geht es um „Kamenka“ (ehemals Bähr):

Kamenka, ehemals Bähr, war eine deutsche Kolonie der Wolgadeutschen im heutigen Gebiet Saratow (Russland). Sie wurde am 7. Juli 1765 im Zuge der Ansiedlung deutscher Kolonisten unter Zarin Katharina II. gegründet. Die Siedlung entwickelte sich im 18. und 19. Jahrhundert zu einer bedeutenden Mutterkolonie mit Kirche, Schule und landwirtschaftlicher Prägung. Im 20. Jahrhundert führte die sowjetische Politik, im späteren Verlauf insbesondere die Zwangsdeportation, zum Ende der deutschen Gemeinde. Der Ort besteht heute unter dem russischen Namen „Kamenka“ fort.

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BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ – Mariental (heute Sowetskoje): ab JETZT ebenfalls in englischer Sprache zugänglich

Die Siedlung, die auf eine bewegte Geschichte zurückblickt, befindet sich rund 60 Kilometer von Saratow (Russland) entfernt. Sie wurde 1766 von deutschen Kolonisten unter dem ursprünglichen Namen „Pfannenstiel“ am rechten Ufer des Großen Karaman gegründet. Wegen starker Überschwemmungen wurde sie jedoch bereits im darauffolgenden Jahr auf das gegenüberliegende Flussufer verlegt. Schon um 1876 verließen erste deutsche Siedler Mariental in Richtung Vereinigte Staaten. In den folgenden Jahrzehnten ging die Zahl der deutschen Bewohner stetig zurück – bedingt durch die Hungerjahre sowie die sogenannte „Deutsche Operation“ in den Jahren 1937–1938. Mit dem Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der ehemaligen Sowjetunion vom 28. August 1941 wurden die verbliebenen Deutschen schließlich deportiert. Heute engagiert sich eine Initiativgruppe für den Wiederaufbau der Kirche im Ort.

Zum Videobeitrag auf Englisch gelangen Sie unter dem nachfolgenden Link:

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BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ – Schäfer (heute Lipowka)

Heute stellen wir Ihnen den nächsten Beitrag aus unserer BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage in englischer Sprache vor.

https://youtu.be/o2E5cT0iOLg

Das Videoporträt widmet sich der ehemaligen deutschen Siedlung „Schäfer“ (heute Lipowka) im Gebiet Saratow, Russland. Dieser historisch bedeutsame Ort beherbergt im örtlichen Gotteshaus die letzte noch erhaltene Originalglocke einer evangelischen Kirche im Wolgagebiet.

Foto: Anikin 2020.

Zudem erklärte Boris Jelzin, der erste Präsident der Russischen Föderation, nach dem Zerfall der Sowjetunion, im Jahr 1992 in einer nahegelegenen Sowchose (ein landwirtschaftlicher Großbetrieb der Sowjetzeit), dass die Autonome Republik der Wolgadeutschen nicht wiederhergestellt werde.

Viel Spaß beim Anschauen des Videobeitrags – über ein Abonnement auf YouTube freuen wir uns sehr!

Zur deutschsprachigen Version gelangen Sie hier:

https://youtu.be/Lf-3dyEQYzQ

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BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“: Nischnjaja Dobrinka

Kaum ein anderer Ort in Russland blickt auf eine so lange deutsche Geschichte zurück wie Nischnjaja Dobrinka. Das Dorf in der Region Wolgograd war 1764 die erste Kolonie der Wolgadeutschen. Doch die Zeiten, in denen hier Deutsch gesprochen wurde, gehören längst der Vergangenheit an. Zum Videobeitrag im Rahmen der BKDR-Bildungsreihe „Deutsche Siedlungen im Porträt“ gelangen Sie auf unserem YouTube-Kanal:

Den Beitrag auf Englisch finden Sie HIER!
Den Beitrag auf Russisch finden Sie HIER!

Der Boden der Steppe war für die ersten deutschen Siedler alles andere als ertragreich, was den Ackerbau erschwerte. Es dauerte mehr als ein Jahrzehnt, bis fruchtbare Gärten angelegt werden konnten und das Land sich allmählich entwickelte. Die Hochblüte der Kolonie erreichte ihren Höhepunkt Ende des 19. Jahrhunderts, als mehr als 18 Produktionsbetriebe entstanden. Vor der Deportation der Wolgadeutschen soll das Dorf förmlich in Flieder getaucht gewesen sein. 1941 wurden die deutschen Einwohner auf Anordnung der sowjetischen Behörden zwangsweise umgesiedelt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem Videobeitrag – abonnieren Sie gerne unseren YouTube-Kanal!