Am 28. August 2026 fand in Taschkent gemeinsam mit dem BKDR-Kooperationspartner „Wiedergeburt Taschkent“ eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation der deutschen Minderheit in der Sowjetunion statt.
In der evangelisch-lutherischen Kirche in Taschkent wurde zunächst ein Gedenkgottesdienst gefeiert. Im Anschluss folgten eine Kranzniederlegung sowie ein kulturelles Rahmenprogramm. Die Veranstaltung erinnerte an die einschneidenden Ereignisse des Jahres 1941 und an das Leid der zahlreichen Betroffenen und ihrer Familien.
Unser besonderer Dank gilt Frau Elena Mironova für ihr großes Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung der Gedenkveranstaltung. Ebenso danken wir allen weiteren Aktiven, Mitwirkenden und Beteiligten, die mit ihrem Einsatz zu einer würdevollen Gestaltung des Gedenktages beigetragen haben.
Der zentrale Gedenk- und Begegnungstag verbindet die Erinnerung an Deportation, Zwangsarbeit, Flucht und Vertreibung mit lebendiger Kultur. Chorgesang, Solobeiträge, Tanz und Orchestermusik schlagen eine Brücke zwischen den Generationen und geben den Erfahrungen von Verlust, Heimat und Neubeginn einen gemeinsamen Ausdruck.
Mitwirkende aus Berlin, Göttingen und dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) gestalten ein vielfältiges Programm. Traditionelle Lieder, geistliche Musik, Filmmusik und moderne Klangwelten zeigen:
Erinnerung bleibt lebendig, wenn Menschen sie miteinander teilen. Moderiert durch Daniel Spliethoff, Reporter bei RTL und ntv.“
Am 3. Mai 2026 gedachten Verwandte und Wegbegleiter des am 28. April 2025 verstorbenen Viktor Diesendorf, eines Historikers und Publizisten wolgadeutscher Herkunft. Auf Einladung der Organisatoren nahm Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums BKDR, am Gedenkakt in Rottenburg am Neckar teil. Die Trauerschleife trug die Inschrift „In würdevoller Erinnerung – Wegbegleiter und BKDR“.
Viktor Diesendorf (russisch: Viktor Friedrichowitsch Diesendorf, 1951–2025) war ein russlanddeutscher Historiker, Sprachforscher und Publizist. Als Nachfahre deutscher Siedler an der Wolga gehörte er zum Personenkreis der Wolgadeutschen. Er forschte und veröffentlichte zur Geschichte, Demographie, Sprache und Kultur der Deutschen in Russland.
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählten die deutschen Siedlungen, die Geschichte der Wolgadeutschen sowie Dialekte und Sprache. Zudem war er Verfasser eines umfangreichen „Deutsch-russischen Wörterbuchs der wolgadeutschen Marxstädter Mundart“. Diesendorf gilt als wichtige Persönlichkeit für die Aufarbeitung der Geschichte der Russlanddeutschen, die Bewahrung der wolgadeutschen Dialekte sowie für die kulturelle Identität der Wolgadeutschen.
Beim Auftakt der BKDR-Bildungsreise „Auf wolgadeutschen Spuren in Argentinien“ ging es für die Reisegruppe nach Gualeguaychú, einer Stadt im Südosten der Provinz Entre Ríos.
Hier gibt es eine exponierte Stelle, die auf Initiative der Nachkommen der Wolgadeutschen erst vor Kurzem zum „Platz der Wolgadeutschen“ umbenannt wurde.
Die entsprechende Urkunde der Stadtverwaltung wurde im Rahmen der vom BKDR initiierten Gedenkveranstaltung, an der auch der Bürgermeister Mauricio Davico persönlich teilnahm, an die regionale Gesellschaft der Wolgadeutschen unter der Leitung von Leandro Hildt übergeben.
Am 28. August wurde mit Unterstützung unseres Kooperationspartners „Wiedergeburt Odessa“ eine Kranzniederlegung mit einem Gedenkgottesdienst abgehalten.
Im Innenhof der evangelisch-lutherischen St.-Paul-Kirche, deren Orgel ursprünglich aus der Nürnberger Kreuzkirche stammt, wurde nach einer Andacht ein Kranz an der Gedenktafel für die „Opfer von Repressionen und Deportationen“ niedergelegt. Diese Tafel war bereits vor etwa vier Jahren im September 2021 auf Initiative des BKDR angebracht worden.
Am 28. August, dem Tag der Russlanddeutschen, fand im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) anlässlich des 84. Jahrestags der Deportation der Deutschen in der UdSSR ein Gedenkakt statt.
Die Veranstaltung wurde mit einer herzlichen Begrüßung durch Stanimir Bugar (BKDR) eröffnet. Im Anschluss richteten mehrere Ehrengäste ihre Grußworte an das Publikum: Ewald Oster, Vorsitzender des BKDR-Trägervereins, machte deutlich, wie wichtig der Tag der Russlanddeutschen und damit verbunden die Erinnerungskultur für die Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion noch immer ist. Es komme jedoch darauf an, dass die Geschichte und Kultur der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion noch bekannter in der Gesamtgesellschaft werde. Dr. Petra Loibl, MdL und Aussiedlerbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, erörtere zudem, dass die Aussiedler und Vertriebenen eine zentrale Rolle in Bayern eingenommen haben und einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Zudem lobte sie die Arbeit des BKDR und sicherte weiterhin die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung zu gleichermaßen wie Gerlinde Mathes, Bezirksrätin des Bezirks Mittelfranken, die unterstrich, in welchen Bereichen auch gerade hier in Nürnberg große Hilfe für verschiedene, wichtige Institutionen in diesem Bereich geleistet wird.
Werner Henning (Stadtrat und Vorsitzender des Hauses der Heimat Nürnberg) hob zudem die gute Zusammenarbeit zwischen dem BKDR sowie dem Haus der Heimat Nürnberg hervor und wies darauf hin, wie wichtig ein solcher Gedenktag ist. Mittels eines sehr persönlichen Beispiels verdeutlichte Henning, wie bedeutsam das Andenken und die Aufarbeitung für Betroffene und deren Familien noch immer ist und auch in Zukunft sein wird. Dr. Lilia Antipow (Haus des Deutschen Ostens) erinnerte in ihrem Grußwort an die stalinistischen Deportationen, Zwangsumsiedlungen und Repressionen gegen die Deutschen in der Sowjetunion, die erschreckend vielen Menschen dieser Minderheit das Leben kosteten und ihre Kultur sowie ihre Existenzgrundlagen nachhaltig zerstörten. Zugleich versteht sie den 28. August als Mahntag, der nicht nur an die Opfer erinnert, sondern auch als Verpflichtung dient, für Demokratie, Menschenrechte und die Rechte nationaler Minderheiten einzutreten und Verantwortung für die eigene Geschichte zu übernehmen. Des Weiteren wies Peter Aifeld (Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland) darüber hinaus darauf hin, dass das BKDR in Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland schon einige sehr gelungene Kooperationsprojekte vor allen Dingen in Bezug auf die Wolgadeutschen umsetzen konnte und durchleuchtete hierfür im Schnelldurchlauf die Geschichte der Wolgadeutschen vor allem in Südamerika.
Am 25. September 2024 fand im Rahmen der BKDR-Bildungsreise eine würdevolle Kranzniederlegung in der evangelisch-lutherischen Versöhnungskirche in Tbilissi (Georgien) in Gedenken an die Deutschen aus dem postsowjetischen Raum statt.
Organisiert wurde die Kranzniederlegung in Kooperation zwischen dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) sowie der Evang.-Luth. Kirche in Georgien und dem südlichen Kaukasus (ELKG).
Pastorin Irina Soley hat in ihrer tiefgründigen Andacht an das tragische Schicksal der Deutschen in Georgien erinnert, Dankbarkeit und Wertschätzung geäußert sowie Hoffnung und Zuversicht vermittelt. Sie haben in vielen Bereichen wie der Landwirtschaft, dem Handwerk und der Wissenschaft bedeutende Beiträge geleistet. Ihre Geschichte ist geprägt von Herausforderungen, aber auch von einer bemerkenswerten Resilienz und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Der Glaube hat diesen Menschen dahingehend bis heute einen festen Halt gegeben.
Unser aufrichtiger Dank für die Durchführung des Gedenkakts gilt vor allem Rolf Bareis (Bischof und Vorsitzender der Synode der ELKG sowie Geschäftsführer des Evang.-Luth. Diakonischen Werks in Georgien) und Dr. Elena Ilinets (Leiterin der Kirchenkanzlei und Redakteurin des Kirchenboten) sowie Irina Solej (Pastorin und Redakteurin des Kirchenboten).
Nachfolgend sehen Sie einige Eindrücke von Kranzniederlegung. Fotos: W. Hörz und E. Palmer.
Am 28. August fand anlässlich des 83. Jahrestages der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion unter der Schirmherrschaft von Dr. Petra Loibl (MdL), Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene, ein Gedenkakt im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg statt.
Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums, begrüßte zuerst die zahlreichen Redner und Ehrengäste, bevor er eine kurze Themeneinführung bot. Zu den Anwesenden gehörten unter anderem Karl Freller (MdL, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten), Verena Osgyan (MdL, stv. Fraktionsvorsitzende, Bündnis 90/Die Grünen), Peter Daniel Forster (Bezirkstagspräsident, Bezirk Mittelfranken), Hartmut Koschyk (Stiftungsratsvorsitzender, Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland), Viktoria Brandt (Vorsitzende der Gebietsgliederung „Wiedergeburt Odessa“) sowie Ewald Oster (Vorsitzender des BKDR-Trägervereins).
Am 28. August 2024 fand in Engels eine Kranzniederlegung am Denkmal der russlanddeutschen Opfer der Repressionen in der ehemaligen Sowjetunion statt, um den 83. Jahrestag der Deportation der Deutschen zu gedenken. Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) beteiligte sich mit einem Kranz an dieser Zeremonie.
Die Veranstaltung wurde von Elena Geydt, der Leiterin der Nationalen Kulturautonomie der Russlanddeutschen (NKA) in Marx, organisiert und durchgeführt, die seit vielen Jahren unsere Partnerin in diesem Herkunftsgebiet ist.
Wir möchten allen Beteiligten und Helfern für ihre Unterstützung bei der Durchführung dieses Gedenkaktes danken. Im Folgenden finden Sie einige Eindrücke von der Veranstaltung, die die Erinnerungskultur der Deutschen aus dem postsowjetischen Raum widerspiegeln.
Heute fand anlässlich des 82. Jahrestages der Deportation der Deutschen in der Sowjetunion ein Gedenkakt im Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg statt, nachdem es unserer Einrichtung dieses Jahr erneut gelungen ist, sich an Gedenkveranstaltungen mit anschließender Kranzniederlegung in Odessa (Ukraine), Almaty (Kasachstan) und Engels (Russland) zu beteiligen.
Auf dem Foto sehen Sie v. l. n. r.: Rudi Walter, Dorothea Walter, Thomas Pirner, Helmine Buchsbaum, Karl Freller, Georg Reis, Ewald Oster, Natalie Keller, Verena Osgyan, Viktoria Brandt und Viktor Krieger.