BKDR-Kalenderblatt des Monats „April 2026“

Heute möchten wir Ihnen das BKDR-Kalenderblatt des Monats „April 2026“ präsentieren. Konkret geht es hierbei um Nelly Däs.

Geboren in der schwarzmeerdeutschen Familie Schmidt. Nellys Vater wurde 1937 zu 30 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und blieb danach verschollen. 1943 flohen die Schmidts über den Warthegau in den Westen. Ab 1945 lebten sie in Baden-Württemberg. Nelly Däs begann ihre schriftstellerische Laufbahn in den 1960er-Jahren. Ihre eigenständigen Bücher sind vorwiegend Jugendbücher, die oft die Geschichte der Russlanddeutschen behandeln.

Sehr bekannt wurde Nelly Däs’ Roman „Das Mädchen vom Fährhaus“, der vom ZDF mit prominenter Besetzung verfilmt wurde. Sie erhielt Nominierungen für den Kinder- und Jugendbuchpreis „La vache qui lit“ sowie für den Deutschen Jugendbuchpreis. Für ihr Lebenswerk wurde Däs mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, mit der Goldenen Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, der Goldenen Ehrennadel der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und mit dem Russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg (1996).

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Nelly Däs, eine der erfolgreichsten russlanddeutschen SchriftstellerInnen, ist am 18. April 2021 von uns gegangen

© Nina Paulsen: Nelly Däs ist im Alter von 91 Jahren von uns gegangen.

Nelly Däs, geb. am 8. Januar 1930 als Nelly Schmidt in der deutschen Siedlung Friedenstal in der Ukraine, machte sich bereits in den 70er-Jahren einen Namen als Erzählerin. In der Zeit ihrer aktiven schriftstellerischen Tätigkeit, etwa von 1968 bis 2002, veröffentlichte sie elf Bücher mit russlanddeutschem Themenbezug. Ihr erstes Buch „Wölfe und Sonnenblumen“ erschien 1969 dank Unterstützung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Danach meldete sich Nelly Däs regelmäßig und mit stetig wachsendem Erfolg mit ihren neuen Büchern in der Öffentlichkeit. Einige davon sind Kinder- bzw. Jugendbücher.

Der bekannteste Roman von ihr heißt „Das Mädchen vom Fährhaus“ (1988), den das ZDF-Studio als Vorlage für den Film mit dem Titel „Nadja – Heimkehr in die Fremde“ (1996) nutzte. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagierte sich Nelly Däs unermüdlich für die Belange ihrer Landsleute innerhalb und außerhalb der Bundesrepublik Deutschland und trat entschlossen als Vertreterin der LmDR für die Rechte der Bevölkerungsgruppe bei jeder Gelegenheit ein, vor allem aber für Anliegen der russlanddeutschen Frauen. Sie gab u. a. den Sammelband „Alle Spuren sind verweht. Rußlanddeutsche Frauen in der Verbannung“ heraus (Stuttgart 1997). Nelly Däs wurde für ihr Engagement mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit Ehrennadeln der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, mit der Goldenen Ehrennadel und dem russlanddeutschen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg (Hauptpreis 1996) sowie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

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