Neuer virtueller Rundgang: Regionales Newsorow-Museum für bildende Kunst in Semei (Kasachstan)

Heute möchte das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) Ihnen den mittlerweile 26. virtuellen Rundgang (VR) präsentieren: Das Regionale Newsorow-Museum für bildende Kunst in Semei, Kasachstan. Zum VR gelangen Sie unter dem nachfolgenden Link:

https://bkdr.de/VRundgang/SemeiMuseum

Das 1985 in Semei (ehem. Semipalatinsk) gegründete Museum verfügt über die Sammlung „Deutsche Künstler in der Museumskollektion“. 1988 schenkte der Moskauer Sammler Julij Newsorow zusammen mit seiner Frau Antonina und Tochter Julija dem Museum mehr als 500 Werke der russischen, sowjetischen und ausländischen Kunst. Die Ausstellung deutscher Künstler ist dabei in zwei Sälen untergebracht und umfasst mehr als 100 Exponate. Sie präsentiert Meister, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts im Russischen Reich tätig waren (z. B. Nikolai Ellert und Oskar Klever), Werke von Künstlern aus der Sowjetzeit (z. B. Hugo Maniser und Inga Sсhkuber) sowie zeitgenössische Werke (z. B. von Viktor Schmidt und Wladimir Hoffman). Von besonderem Interesse ist das Gemälde „Porträt eines alten Mannes“ aus dem späten 19. Jahrhundert des berühmten deutschen Künstlers Professor Fritz von Ude.

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Internationale wissenschaftliche Konferenz in St. Petersburg

Am 16. und 17. September 2020 veranstaltete die Staatliche Leningrader-Universität in St. Petersburg an der Fakultät für Geschichte und Sozialwissenschaften gemeinsam mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) im Rahmen einer Kultur- und Bildungskooperation die internationale wissenschaftliche Online-Konferenz „Reformen im Alltag der russischen Bevölkerung: Geschichte und Moderne“. An der Konferenz nahmen Wissenschaftler aus Deutschland, Russland, Kasachstan, Belarus, Estland und der Ukraine teil.

BKDR-Geschäftsleiter Waldemar Eisenbraun sprach in seinem Grußwort unter anderem über die Teilnahme der deutschen Wissenschaftler sowie die gelegten Themenschwerpunkte: „Ich freue mich sehr darüber, dass an dieser Konferenz auch mehrere Wissenschaftler aus Nürnberg, Lüneburg und Berlin teilnehmen. Es ist positiv zu bewerten, dass der Themenkomplex der russlanddeutschen Geschichte einen bedeutenden Teil der inhaltlichen Gestaltung dieser Konferenz ausmacht.“

Nachdem das BKDR bereits Ende Oktober 2019 seine erste internationale wissenschaftliche Konferenz in Nürnberg durchgeführt hatte, war die Freude über die Mitwirkung bei der diesjährigen internationalen Konferenz in St. Petersburg groß. Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Olga Litzenberger vom BKDR zum Thema „Die Erforschung und Repräsentation der Alltagsgeschichte in Deutschland durch das BKDR am Beispiel der virtuellen Rundgänge.“