Wissenschaftliche Konferenz anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation der UdSSR-Deutschen

Vom 18. bis 20. September 2026 fand im Dokumentationszentrum „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin eine Fachtagung unter dem Titel „Vor 85 Jahren: Deportation der Deutschen in der Sowjetunion 1941“ statt.

Veranstaltet wurde die Fachtagung von der Wissenschaftlichen Kommission für die Deutschen in und aus Osteuropa, Sibirien, Zentralasien und Kaukasien (WKDO) in Kooperation mit dem Nordost-Institut (IKGN), Lüneburg, dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte sowie dem Kulturreferat für Russlanddeutsche, Detmold, und dem Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin. Die Schirmherrschaft und finanzielle Unterstützung gewährleistete der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius.

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BKDR-Bildungsreise nach Georgien

Deutsche bzw. schwäbische Spuren prägen Georgien bis heute. Besonders eindrucksvoll lässt sich dieses Kulturerbe in Bolnisi, Asureti und Trialeti entdecken.

Ab 1817 kamen zahlreiche Siedler aus Württemberg in den Südkaukasus. Sie gründeten eigene Gemeinden, bauten Häuser, Kirchen und Schulen und brachten ihre Erfahrungen in Landwirtschaft, Weinbau und Handwerk ein. Noch heute erinnern viele Gebäude und Ortsstrukturen an diese Zeit.

Bolnisi, das frühere Katharinenfeld, entwickelte sich zu einer der bedeutendsten deutschen Siedlungen Georgiens. Im historischen deutschen Viertel sind noch Fachwerkhäuser, alte Straßenstrukturen und weitere Zeugnisse der ehemaligen Gemeinde erhalten.

Assureti, einst Elisabethtal, wurde 1818 von deutschen Siedlern gegründet. Bis heute zeugen historische Wohnhäuser, die ehemalige evangelisch-lutherische Kirche und der deutsche Friedhof von der Geschichte des Ortes.

Auch Trialeti hat deutsche Wurzeln. Der Ort hieß früher Alexandershilf und wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Familien gegründet, die aus Elisabethtal kamen. Besonders die Milchwirtschaft und Käseproduktion spielten hier eine wichtige Rolle. Ein weithin sichtbares Zeugnis dieser Vergangenheit ist die 1906 errichtete evangelisch-lutherische Kirche.

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+++ Vernissage zur Ausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ im Neuen Rathaus in Nürnberg +++

Das Kulturzentrum BKDR lädt Sie alle recht herzlich zur Vernissage zur Ausstellung „Grundlinien russlanddeutscher Geschichte“ ein.

Wo? Im Neuen Rathaus (Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg)
Wann? Am 21. September 2026 (Montag) um 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr
)

FREIER EINTRITT!

Im Rahmen der Vernissage wird der Autor der Wanderausstellung, Dr. Viktor Krieger, einen Fachvortrag halten und durch die Ausstellung führen. Die Ausstellungseröffnung wird dabei musikalisch begleitet.

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Gedenkakt zum Tag der Russlanddeutschen im Kulturzentrum BKDR

+++ Erinnerung an Deportation und Verfolgung – Fachvortrag sowie Gedenkschrift und studentisches Fotoprojekt vorgestellt. +++

Nürnberg, 28. August 2026. Anlässlich des Tages der Russlanddeutschen veranstaltete das Kulturzentrum BKDR am 28. August 2026 einen Gedenkakt. Die Veranstaltung erinnerte an das Schicksal der Deutschen in der Sowjetunion und setzte zugleich ein Zeichen für eine lebendige und generationenübergreifende Erinnerungskultur.

Der 28. August besitzt für die Russlanddeutschen eine besondere historische Bedeutung. Am 28. August 1941 wurde der Erlass über die Zwangsumsiedlung der Deutschen aus der Wolgaregion veröffentlicht. Er leitete die Deportation hunderttausender Sowjetdeutscher ein und steht bis heute symbolisch für Entrechtung, Zwangsumsiedlung, Verfolgung und jahrzehntelange Diskriminierung.

Der Gedenkakt begann mit einer musikalischen Eröffnung. Stanimir Bugar (Eventmanagement Kulturzentrums BKDR) begrüßte die anwesenden Gäste und führte in die Veranstaltung ein.

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Fachtagung „Planer-Kolonien bei Mariupol“

Die Fachtagung „Planer-Kolonien bei Mariupol“ fand vom 25. bis 26. Juli 2026 in den Räumen des Bayerischen Kulturzentrums der Deutschen aus Russland (BKDR) in Nürnberg statt.

Veranstaltet wurde die internationale Tagung in Kooperation zwischen dem BKDR und der Forschungsgruppe „Planer-Kolonien bei Mariupol“, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.

— Eröffnung und internationale Ausrichtung —

Zur Veranstaltung reisten 40 Tagungsteilnehmende vor Ort an – darunter nicht nur Gäste aus Deutschland, sondern auch aus dem Ausland wie aus London, Spanien und Kanada. Zudem waren rund 30 Personen digital per Zoom zugeschaltet.

Die Tagungsleitung und Moderation übernahm Peter Aifeld, Initiator der Tagung sowie Mitbegründer der Forschungsgruppe. Der Anlass und Auslöser für die Organisation des Treffens war der Besuch von Kyle Sattler aus Kanada. Die technische Betreuung der hybriden Tagung sowie die Fotografie lagen in den Händen von Waldemar Michel.

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Symposium in Nürnberg erinnert an die Deportation der Deutschen nach Kasachstan vor 85 Jahren

Nürnberg, 21. Juli 2026 – Anlässlich des 85. Jahrestages der Deportation veranstaltete das Kulturzentrum BKDR gemeinsam mit der Deutschen Allgemeinen Zeitung (DAZ) in Nürnberg das Symposium „Kasachstan im Schicksal der Deutschen: Zwangsumsiedlung und Alltag“.

Die Veranstaltung widmete sich den historischen Hintergründen der Deportation, den Lebensbedingungen in den Sondersiedlungen sowie den langfristigen Folgen für die deutsche Bevölkerung Kasachstans.

Nach den Grußworten von Waldemar Eisenbraun, Geschäftsleiter des Kulturzentrums BKDR, und Robert Gerlitz, Direktor der Deutschen Allgemeinen Zeitung (DAZ) in Almaty, eröffnete Olesja Klimenko, Chefredakteurin der DAZ, die Reihe der Fachvorträge. Direkt per Zoom aus Kasachstan zugeschaltet, beleuchtete sie in ihrem Beitrag „Die Deportation der Deutschen in Kasachstan im Spiegel der Deutschen Allgemeinen Zeitung: Erinnerung, Forschung und Medienarbeit“ die Bedeutung der Zeitung für die Bewahrung und Vermittlung historischer Erinnerungen. Dabei wurde deutlich, welchen bedeutsamen Beitrag auch hiesige Medien zur Dokumentation persönlicher Schicksale und zur öffentlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte leisten können.

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Vortragsreihe für fünf Schulklassen an der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt

Am 10. Juli 2026 hielt Dr. Viktor Krieger, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kulturzentrums BKDR, an der Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt fünf Vorträge zum Thema der Russlanddeutschen für insgesamt rund 130 Schüler aus fünf Schulklassen.

In diesem Zusammenhang gilt der Religionslehrerin Alexandra Pistner-Ansorge unser herzlicher Dank für ihre Anfrage an das Kulturzentrum, ob eine verständliche und altersgerechte Einführung für 12- bis 14-Jährige in die Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland angeboten werden könne.

In den einzelnen Vorträgen wurden anhand historischer Karten, Abbildungen und Dokumente historische Entwicklungen sowie deren Kausalzusammenhänge altersgerecht vermittelt und zugleich in einen gegenwartsbezogenen Kontext gestellt, insbesondere im Hinblick auf die Lebenswirklichkeit der Russlanddeutschen.

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„Familienforschung in Kasachstan: Archive, Quellen und Recherchemöglichkeiten“

+++ Ahnenforschungsseminar mit Dr. Julia Podoprigora +++

Am 18. Juli 2026 (Samstag) von 10:00 – 13:00 Uhr findet in Zusammenarbeit zwischen dem Kulturzentrum BKDR, der Orts- und Kreisgruppe Nürnberg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) sowie dem Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Osteuropa (HFDO) das nächste Ahnenforschungsseminar statt.

Im Haus Heimat Nürnberg wird Dr. Julia Podoprigora einen Vortrag zum Thema „Familienforschung in Kasachstan: Archive, Quellen und Recherchemöglichkeiten“ halten. Moderiert wird die Veranstaltung von Dorothea Walter und Dr. Olga Litzenberger.

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Symposium: „Stalins Gewaltpolitik gegen die Russlanddeutschen: Die Deportationsbefehle von 1941 und ihre Vor- und Nachgeschichte“

Im DDR-Museum in Berlin fand am 23. Juni 2026 die Gedenkveranstaltung anlässlich des 85. Jahrestags der Deportation der Russlanddeutschen unter dem Titel „Stalins Gewaltpolitik gegen die Russlanddeutschen: Die Deportationsbefehle von 1941 und ihre Vor- und Nachgeschichte“ statt. Ausgerichtet wurde das Symposium von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen für Wissenschaft und Forschung in Zusammenarbeit mit der Landesgruppe Berlin der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR). Gefördert wurde die Veranstaltung von der Ansprechperson für Deutsche aus Russland, Spätaussiedler und Vertriebene.

Vom Kulturzentrum BKDR waren die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter Prof. Dr. Olga Litzenberger und Dr. Viktor Krieger mit eigenen Fachvorträgen aktiv vertreten. Prof. Dr. Olga Litzenberger sprach zum Thema „Das Schicksal der Russland-, Ukraine- und Kaukasiendeutschen in den Deportationsgebieten Zentralasiens und Sibiriens bis 1991“, während Dr. Viktor Krieger den Vortrag zum Thema „Ursachen, Anlässe und Verlauf der Deportation der Wolgadeutschen“ hielt.

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Einladung zur Fachtagung: „Die Kaukasiendeutschen: Kultur, Geschichte und Gegenwart“

Wann? 24. – 26. Juli 2026
Wo?    Der Heiligenhof, Alte Euerdorfer Str. 1, 97688 Bad Kissingen

Der Teilnehmerbeitrag für die dreitägige Veranstaltung incl. Programm, Verpflegung, Kurtaxe und Unterbringung in einem Doppelzimmer liegt bei 94 € pro Person. Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 20 €.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Weitere Informationen, das ausführliche Programm sowie die Möglichkeit zur Onlineanmeldung finden Sie HIER!

Dieses Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.