„Stumme Zeitzeugen“ – Russlanddeutsche Architektur im Zeitraffer.

Sehr geehrte Damen und Herren, gerne informieren wir Sie aufgrund der Vielzahl an Nachfragen an dieser Stelle über den aktuellen Stand der Dinge bzgl. des laufenden internationalen BKDR-Fotowettbewerbs „Stumme Zeitzeugen“ – Russlanddeutsche Architektur im Zeitraffer.
[Die Frist zur Einsendung von Bildmaterial ist bereits abgelaufen]

Aufgrund der aktuellen gesetzlich vorgegebenen Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Maßnahmen war es dem Auswahlkomitee bisher noch nicht möglich eine Zusammenkunft zu organisieren. Jedoch konnte man sich bereits auf ein Online-Meeting einigen, an dem alle beteiligten Personen der Kommission teilnehmen können, sodass die Onlineabstimmung hier auf Facebook durch alle NutzerInnen vom 30.11.2020 – 13.12.2020 stattfinden kann. Einschränkungen zur Abstimmung gibt es keine. Jede Person mit einem Facebook-Account darf an der Bewertung teilnehmen. Beim Fotowettbewerb gibt es drei Themengebiete:

1) Ehemalige russlanddeutsche Siedlungen
2) Städtische deutsche Architektur
3) Kirchen der Russlanddeutschen

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Erste russlanddeutsche Akademiker im Zarenreich (Folge 4)

In der November-Ausgabe der Zeitschrift „Volk auf dem Weg“ (11/2020) erschien die vierte Folge des langfristig angelegten Forschungsprojekts zu den ersten russlanddeutschen Akademikern aus dem bäuerlichen Milieu. Neben der kurzen Vorstellung von einzelnen Studierenden der Universität Dorpat ist auch ein Zeitdokument aus dem Jahr 1919 veröffentlicht – eine Selbstauskunft des angehenden Pastors Jakob Eichhorn, die seine Motivation und geistige Veranlagung für den eingeschlagenen akademischen Weg exemplarisch veranschaulicht. Wenn Sie Berichtigungsvorschläge oder zusätzliche Informationen zu den veröffentlichten Lebensläufen haben, dann bitten wir Sie, sich an unseren wiss. Mitarbeiter Dr. Viktor Krieger per Brief, E-Mail oder Telefon zu wenden: V.Krieger[at]bkdr.de (die Anschrift s. unter dem Punkt „Kontakt“).

Der Link zum Beitrag: Dr. Viktor Krieger, Bildungsweg des Pastors Jakob Eichhorn, in: VadW, Nr. 11/2020, S. 25-27.

Anm. der Red.: Sämtliche Beiträge zu diesem Thema stehen unter dem folgenden Link online zur Verfügung: Dorpat-Projekt

Ein weiteres Dokument aus der Zeit

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Digitalisierung in der Kunst und Kultur

Dr. Viktor Krieger nahm im vergangenen Monat am internationalen Online-Festival „Art-Digitalisierung. Digitalisierung in der Kunst und Kultur“ teil, das am 29. und 30. Oktober 2020 in der Stadt Kemerowo stattfand – die erste Veranstaltung dieser Art in Sibirien. Mitorganisator dieses Events war u.a. das Kulturministerium der Russländischen Föderation.

In erster Linie ging es um innovative Technologiekonzepte, mit deren Hilfe man Kunstobjekte und kulturelle Hinterlassenschaften digitalisieren kann. Außerdem wurden verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich der Darstellungsform erörtert, um im weiteren Verlauf ein möglichst breites Publikum erreichen zu können. Während seines Vortrags beschrieb Krieger die schwierige Situation, was das Kulturerbe der russlanddeutschen Minderheit betrifft und erläuterte die Aktivitäten des BKDR bei der kulturellen Vermittlung. Anschließend führte er denkbare Maßnahmen vor, die den Zugang, die Aufbewahrung und Präsentation von Objekten der russlanddeutschen Kultur gewährleisten würden, welche sich in russischen Museen, Archiven, Bibliotheken, Galerien und anderen privaten und staatlichen Einrichtungen wiederfinden.

Die Teilnahme vermittelte Alexander Bruk (Nürnberg), der Regionalkoordinator des russischen Veranstalters. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung sowie seinen TeilnehmerInnen erhalten Sie in russischer Sprache hier.

Kooperationsabkommen mit Gebietsgesellschaft „Wiedergeburt“ in Odessa

Das Bayerische Kulturzentrum der Deutschen aus Russland (BKDR) und die deutsche national-kulturelle Gebietsgesellschaft „Wiedergeburt“ in Odessa haben heute ein Kooperationsabkommen geschlossen. Coronabedingt musste dies online erfolgen.

Nach einem ausführlichen Austausch per Videokonferenz nahm der BKDR-Vorstandsvorsitzende Ewald Oster die Vertragsunterzeichnung in Nürnberg vor. Frau Wiktorija Brandt, Vertreterin der Gebietsgesellschaft „Wiedergeburt“ in Odessa, tat dies in der rund 1500 Kilometer Luftlinie entfernten ukrainischen Großstadt Odessa, deren Entstehung und Entwicklung einen starken russlanddeutschen Bezug hat. Der Fokus der Vereinbarung liegt auf gemeinsamen Projekten und Maßnahmen im Einklang mit den Förderschwerpunkten des BKDR.

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Besuch der Universität Regensburg

Heute durften wir Prof. Dr. Hermann Scheuringer und Dr. Ákos Bitter von der Universität Regensburg in unseren Räumlichkeiten zu einem Kennenlerntreffen begrüßen.

In den inspirierenden Gesprächen ging es um diverse Kooperationsmöglichkeiten im Hinblick auf interdisziplinäre Forschungen. Scheuringer, Leiter des Forschungszentrums Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, machte darauf aufmerksam, dass eine gemeinsame Projektumsetzung in beiderseitigem Interesse sein könnte. Bei den Projekten geht es unter anderem um die Lage sowie Entwicklungstendenzen der deutschen Muttersprache in Russland und der Ukraine. Verantwortlich für diese Projekte ist Herr Bitter.

Foto (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hermann Scheuringer, Dr. Viktor Krieger und Dr. Ákos Bitter.

Nachtrag zu „Archivbesichtigung und Gespräche über zukünftige Projekte“

Dr. Viktor Krieger war erst Mitte Oktober auf Dienstreise in Stuttgart (hier können Sie den Bericht nachlesen). Dort hielt er am Abend im Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg einen Vortrag zum Thema: „Die kurzlebige Wolgadeutsche Republik: Warum sie gegründet, liquidiert und nicht wiederhergestellt wurde.“ 

Aufgrund des großen Interesses an dem o.g. Vortrag hat sich das BKDR dazu entschlossen, eben diesen als erweitertes Lesemanuskript mit eingeflochtenen Tabellen und Illustrationen der breiten Öffentlichkeit bereitzustellen:

Erste Nachkriegsakademiker

Lange Zeit nach dem Krieg mussten die Deutschen in der Sowjetunion unter starken Diskriminierungen bezüglich des Zugangs zur akademischen Bildung leiden. Dies lässt sich statistisch nachweisen:

Eines der wenigen Studienfächer, in dem die Deutschen aus Russland seit Ende der 1950er Jahre relativ stark vertreten waren, war die Ausbildung zum/zur Deutschlehrer/in. Das untenstehende Bild zeigt die Absolventen (des Jahrgang 1960) der Fernabteilung der Fakultät der Fremdsprachen des Pädagogischen Instituts in Alma-Ata, der damaligen Hauptstadt der Unionsrepublik Kasachstan. Eigentlich war diese Fakultät seit 1941 eine eigenständige Pädagogische Hochschule für Fremdsprachen, die in den Jahren 1958-1961 jedoch ihre Selbständigkeit verloren hat. Ab 1963 bildete die deutsche Abteilung des Fremdspracheninstituts auch LehrerInnen für den muttersprachlichen Deutschunterricht aus.

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Russlanddeutsche Akademiker im Zarenreich (Folge 3)

Vor Kurzem erschien in der Zeitschrift „Volk auf dem Weg“ die dritte Folge des Projektberichts über die ersten russlanddeutschen Akademiker im Zarenreich. Es handelt sich dabei einmal um einen zeitgenössischen Bericht aus dem Jahr 1913, in dem auf die Wichtigkeit des Erwerbs der höheren bzw. akademischen Bildung für die zukünftige Entwicklung der deutschen Siedlergemeinschaft hingewiesen wird, und darüber hinaus sind weitere acht Biographien der bislang kaum bekannten ehemaligen Studierenden der Universität Dorpat veröffentlicht. Details s. den Link:

Dr. Viktor Krieger, Die neue Kolonistenkorporation in Dorpat, in: VadW Nr. 10/2020, S. 39-41.

Anm. der Red.: Sämtliche Beiträge zu diesem Thema stehen unter dem folgenden Link online zur Verfügung: Dorpat-Projekt

Zur Erinnerung an Michael Gloßner

Prof. Dr. Michael Gloßner wurde am 19. Oktober 1837 in Neumarkt (Oberpfalz) in der Familie der Eheleute Sebastian und Margaretha Gloßner geboren.

Prof. Dr. Michael Gloßner

Am 6. Juni 1860 wurde Gloßner im Alter von 23 Jahren zum Priester in Eichstätt geweiht. Nur vier Jahre später folgte er dem Ruf, im Priesterseminar der Diözese in Saratow an der Wolga eine Professur zu übernehmen. Gemeinsam mit seiner Schwester Anna und seinem Bruder Sebastian brach er nach Russland auf. Er war unter anderem Doktor der Theologie, Professor der Philosophie und Dogmatik, Ehrendomkapitular und Vertreter des Bischofs der Diözese Tiraspol in Saratow.

1878 kehrte er nach Bayern in die Diözese Eichstätt und Regensburg zurück. Von 1878–1909 diente er als Priester und beschäftigte sich mit philosophisch-thomistischen Studien und literarischen Arbeiten. Am 3. April 1909 segnete Michael Gloßner in München das Zeitliche. In seinem Testament vermachte er dem Waisenhaus seiner Vaterstadt Neumarkt 8.000 Goldmark.

„Dr. Gloßner war ein tiefer Denker, ein tüchtiger Professor, ein frommer Priester und ein großer Verehrer des hl. Tomas von Aquin.“ (Bischof A. Kessler)
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Archivbesichtigung und Gespräche über zukünftige Projekte

Am vergangenen Montag befand sich Dr. Viktor Krieger, wissenschaftlicher Mitarbeiter des BKDR, auf einer Dienstreise nach Stuttgart. Auf der Agenda stand zunächst ein Treffen im Haus der Bessarabiendeutschen mit Dr. Hartmut Knopp, Leiter der Historischen Kommission des Bessarabiendeutschen Vereins. Es wurden eingehend Perspektiven einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit besprochen, u.a. vergleichende Untersuchungen zur mittleren und höheren Ausbildung der Siedler-Kolonisten im Zarenreich sowie in der Zwischenkriegszeit. Auch Fragen bzgl. des Materialien- und Publikationsaustausches waren Bestandteil der Gespräche.

Das Archiv der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Stuttgart.

Am Mittag lud Rita Heidebrecht, Bundesgeschäftsführerin der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., zu einem intensiven Gespräch ins Haus der Russlanddeutschen ein. Dabei ging es vorwiegend um eine umfassende Materialsichtung und Auswertung des bislang kaum erschlossenen Archivs der Landsmannschaft mit dem Ziel, gemeinsame Projekte zu entwickeln und durchzuführen. Der Besuch des Magazins war äußerst dienlich, um sich einen ersten Eindruck der aufbewahrten Materialien zu verschaffen und dahingehend Pläne für mögliche Vorhaben zu konzipieren.

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